Merkwürdige Personalien
Dienstag, 08. Februar 2005, 09:44 Uhr
Nordhausen (nnz). Über Personen und ihre künftigen Ämter zu diskutieren ist für einige Menschen durchaus ein Vergnügen. Vor allem, wenn hinter Halbwahrheiten und Gerüchten immer wieder eigene Interessen stehen. Oder die einer Partei.
Es war im vergangenen Jahr, da berichtete die nnz exklusiv über eine Allianz zwischen SPD und PDS, die in internen Gesprächen verabredet worden war. Die politische Essenz: Man will sich nicht ins Gehege kommen, schon gar nicht im kommenden Jahr, wenn im Landkreis Nordhausen der Landrat und in der Kreisstadt ein(e) Oberbürgermeister(in) gewählt werden muß. Die SPD will auf einen Landratskandidaten verzichten, die PDS im Gegenzug auf einen OB-Kandidaten. So ist ziemlich viel Platz für die Unterstützung des jeweils anderen vorhanden.
Nun kursieren im Landkreis Nordhausen und selbst im Landtag in Erfurt die ersten Varianten, die eine Uneiniigkeit der rot-roten Einheitsfront suggerieren sollen. Erstes Beispiel: Obwohl der PDS-Landratskandidat aus dem Landkreis Nordhausen kommen sollte, würde es einen neuen Namen geben. Werner Buse wird da ins Spiel gebracht. Werner Buse ist PDS-Landtagsabgeordneter und wohnt im Eichsfeld. Auf nnz-Nachfrage meinte er: Ich weiß davon nichts! Sagen Politiker ja fast immer, doch Buse wird man das abkaufen. Er hat zwar ein Abgeordneten-Büro in Nordhausen, doch bei all den Spielchen in den Partei-Hinterzimmern - letztlich hat die Parteibasis immer noch ein Wörtchen mit zu reden. Im Eichsfeld und mehr noch in Nordhausen.
Der müssen die Parteistrategen immer noch sanft beibringen, daß sie vielleicht auf einen eigenen Kandidaten verzichten sollen. So einfach ist das nicht, schließlich konnten sich SPD und PDS vor Jahren auch im Landkreis Nordhausen nicht sonderlich riechen. Nicht denkbar wäre Mitte oder Ende der 90er Jahre eine Allianz gewesen und die Basis vergißt nicht so schnell wie der Überbau einer Partei.
Kommen wir aber zum nächsten Gerücht: Klaus Hummitzsch, jetzt noch Bürgermeister in Werther, will für den Posten des ersten Beigeordneten in der Kreisverwaltung kandidieren. Kurzer Hummitzsch-Kommentar: Ich bleibe Bürgermeister in Werther, Punkt! Wer also streut diese kleinen Gerüchte in die politische Suppe? Die richtige Frage muß lauten: Wem nutzen sie? Aus Richtung FDP könnten die kaum kommen, bleibt eigentlich nur noch die CDU. Die hat, glaubt man den offiziellen Aussagen, einen Kandidaten für den Landratsposten: Joachim Claus. Nach den Querelen im vergangenen Jahr scheint Ruhe und Frieden eingekehrt zu sein.
Da haut zwar in regelmäßiger Beständigkeit sein Noch-Stellvertreter Matthias Jendricke (SPD) auf ihn drauf. Doch ob sich Jendricke über die Reaktion beim Otto-Normal-Verbaucher auch im Klaren ist, das scheint ungewiß. Je mehr schmutzige Wäsche da gewaschen wird, desto größer ist Gefahr, daß Landrat Joachim Claus noch mehr Sympathien beim Wahlvolk bekommt, als das schon jetzt ohnehin der Fall ist. Diese Tendenz könnte nur umgekehrt werden, wenn die eigene Partei ebenfalls ein Waschprogramm auflegt. Doch sie wird sich hüten – schon in Ermangelung eigener Alternativen. Also wird sich die CDU in den kommenden Monaten auf einen Kandiaten für den Oberbürgereisterposten in Nordhausen konzentrieren. Und da ist noch nicht einmal ein Gerücht auszumachen.
Autor: nnzEs war im vergangenen Jahr, da berichtete die nnz exklusiv über eine Allianz zwischen SPD und PDS, die in internen Gesprächen verabredet worden war. Die politische Essenz: Man will sich nicht ins Gehege kommen, schon gar nicht im kommenden Jahr, wenn im Landkreis Nordhausen der Landrat und in der Kreisstadt ein(e) Oberbürgermeister(in) gewählt werden muß. Die SPD will auf einen Landratskandidaten verzichten, die PDS im Gegenzug auf einen OB-Kandidaten. So ist ziemlich viel Platz für die Unterstützung des jeweils anderen vorhanden.
Nun kursieren im Landkreis Nordhausen und selbst im Landtag in Erfurt die ersten Varianten, die eine Uneiniigkeit der rot-roten Einheitsfront suggerieren sollen. Erstes Beispiel: Obwohl der PDS-Landratskandidat aus dem Landkreis Nordhausen kommen sollte, würde es einen neuen Namen geben. Werner Buse wird da ins Spiel gebracht. Werner Buse ist PDS-Landtagsabgeordneter und wohnt im Eichsfeld. Auf nnz-Nachfrage meinte er: Ich weiß davon nichts! Sagen Politiker ja fast immer, doch Buse wird man das abkaufen. Er hat zwar ein Abgeordneten-Büro in Nordhausen, doch bei all den Spielchen in den Partei-Hinterzimmern - letztlich hat die Parteibasis immer noch ein Wörtchen mit zu reden. Im Eichsfeld und mehr noch in Nordhausen.
Der müssen die Parteistrategen immer noch sanft beibringen, daß sie vielleicht auf einen eigenen Kandidaten verzichten sollen. So einfach ist das nicht, schließlich konnten sich SPD und PDS vor Jahren auch im Landkreis Nordhausen nicht sonderlich riechen. Nicht denkbar wäre Mitte oder Ende der 90er Jahre eine Allianz gewesen und die Basis vergißt nicht so schnell wie der Überbau einer Partei.
Kommen wir aber zum nächsten Gerücht: Klaus Hummitzsch, jetzt noch Bürgermeister in Werther, will für den Posten des ersten Beigeordneten in der Kreisverwaltung kandidieren. Kurzer Hummitzsch-Kommentar: Ich bleibe Bürgermeister in Werther, Punkt! Wer also streut diese kleinen Gerüchte in die politische Suppe? Die richtige Frage muß lauten: Wem nutzen sie? Aus Richtung FDP könnten die kaum kommen, bleibt eigentlich nur noch die CDU. Die hat, glaubt man den offiziellen Aussagen, einen Kandidaten für den Landratsposten: Joachim Claus. Nach den Querelen im vergangenen Jahr scheint Ruhe und Frieden eingekehrt zu sein.
Da haut zwar in regelmäßiger Beständigkeit sein Noch-Stellvertreter Matthias Jendricke (SPD) auf ihn drauf. Doch ob sich Jendricke über die Reaktion beim Otto-Normal-Verbaucher auch im Klaren ist, das scheint ungewiß. Je mehr schmutzige Wäsche da gewaschen wird, desto größer ist Gefahr, daß Landrat Joachim Claus noch mehr Sympathien beim Wahlvolk bekommt, als das schon jetzt ohnehin der Fall ist. Diese Tendenz könnte nur umgekehrt werden, wenn die eigene Partei ebenfalls ein Waschprogramm auflegt. Doch sie wird sich hüten – schon in Ermangelung eigener Alternativen. Also wird sich die CDU in den kommenden Monaten auf einen Kandiaten für den Oberbürgereisterposten in Nordhausen konzentrieren. Und da ist noch nicht einmal ein Gerücht auszumachen.
