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Tuberkulose

Im Nordhäuser Jobcenter geht die Angst um

Mittwoch, 18. Juli 2018, 14:56 Uhr
TBC und kein Ende: Erneut kocht in einer Behörde das Thema der offenen Tuberkulose hoch. Die Mitarbeiter sind verunsichert, die Reaktionen der Chefetage sind mindestens zu hinterfragen...

Jobcenter Nordhausen (Foto: nnz) Jobcenter Nordhausen (Foto: nnz)
Mehrfach hatte die nnz zu diesem Thema berichtet. Einer der beiden Verstorbenen war nnz-Recherchen zufolge Kunde im Nordhäuser Jobcenter.

Dessen Mutter soll nach dem Tod des Mannes in der Behörde angerufen und die Mitarbeiter vom Tod ihres Sohnes in Kenntnis gesetzt haben. Darauf hin sei man aktiv geworden. Wie Heiko Röder, der Leiter des Jobcenters der nnz mitteilte, wurden die "Kolleginnen und Kollegen, die in einem bestimmten Zeitraum Kontakt mit dem Erkrankten hatten, vom Gesundheitsamt einem medizinischen Test unterzogen" worden.

Und weiter schreibt Röder am Montag: "Ein offizielles Ergebnis dazu liegt mir nicht vor, daher kann ich die Erkrankung einer Mitarbeiterin an TBC nicht bestätigen."

Allerdings hatten Recherchen der nnz ergeben, dass wenige Tage nach dem Test am 2. Juli ein positiver Bescheid ergangen sein soll, der besagte, dass eine Mitarbeiterin sich angesteckt habe. Das machte natürlich die Runde im Jobcenter und seit dem geht die Angst bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinsichtlich einer Ansteckung um. Parallel hätten auch andere Kundinnen und Kunden der Behörde vorgesprochen, die Kontakt mit dem Verstorbenen hatten. Auch sie haben Angst.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters, so wurde der nnz berichtet, haben einfach - wohlwollend ausgedrückt - ein ungutes Gefühl, denn erst in der kommenden Woche, also drei Wochen nach den Tests soll es eine Informationsveranstaltung durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes geben. Dessen Leiterin und auch die Pressestelle des Landratsamtes waren heute nicht zu erreichen
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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