Termin steht: Freitag nach Ostern 2016
Samstag, 26. April 2014, 11:57 Uhr
Organisation, Verpflegung, Wetter, Stimmung, kulturelle Umrahmung – das Schülertreffen gestern in der Gaststätte Am Hagen in Günzerode ließ keine Wünsche offen. Gekommen waren diesmal auch viele Ehemalige, die schon vor 1945 die Dorfschule besuchten. Heute sind sie alle über 80. Mit Notizbuch und Kamera war Kurt Frank dabei...
Günzerode. Erleichtert nahmen alle Ehemaligen die freudige Nachricht auf: Eine langjährige Tradition stirbt nicht. Auch nach zwei Jahren wird es erneut ein Schülertreffen geben. An gleicher Stelle. Der Termin ist festgeschrieben. Einige haben ihn schon vorgemerkt: Freitag nach Ostern 2016.
Wilhelm Roth, der heute in Heiligenstadt wohnt, hatte mehrmals durch die festlich gedeckten Tischreihen gezählt. Exakt 54 ehemalige Schülerinnen und Schüler hatten sich eingefunden. Organisatorin Erika Hoyer war hocherfreut, dass diesmal auch Ursel Bürgermeister, Brigitte Becker, Anneliese Eisenächer, Hans Gorges, Marlies Gleim aus Hannover, die Schwestern Hildegard Wernecke und Anni Spieß ihrer Einladung gefolgt waren. Besonders herzlich hieß sie ihren einstigen Lehrer Gerd Stolz aus Kraja willkommen.
Mit einem selbst verfassten Gedicht stimmte Hoyer auf das Ereignis ein. Begeisterter Applaus schlug ihr entgegen. Ein sehr gut wäre ihr in der Schule vor über 60 Jahren wieder sicher gewesen. Wie in alten Zeiten präsentierte sich die 77-Jährige musikalisch in Hochform. Die Klampfe als Begleitinstrument in der Hand sang sie einige Lieder und trug ein Gedicht auf plattdeutsch vor. Höhepunkt der Gesangseinlagen bot das Quartett Adelheid Quiel, Inge Schieke, Margrit Walter und Erika Hoyer mit dem Günzeröder Heimatlied. Den Text hatte vor langer Zeit Fritz Becker geschrieben. Ausdrucksstark kündet das Lied von der großen Liebe des Dichters zu seinem Heimatort, von seiner außerordentlichen Beobachtungsgabe. Davon sollen hier nur einige Zeilen künden:
Wo am Hamsterberg die Helme fließt
und vom Hagen her der Wald uns grüßt,
wo die Menschen schaffen, froh in Wies` und Feld,
da hat Gott mein Heimatdörfchen hingestellt.
Wo im Süden Rotbarts Burgen stehen`
waldumrauscht von grünen Bergeshöhn,
wo der Bauer sät, wo Korn und Brot gedeihen,
da ist meine Heimat Grafschaft Hohenstein.
Es war ein erhabener Moment, als Ehemalige wieder ihren Klassenraum betraten, den sie 60 oder 70 Jahre lang nicht mehr gesehen hatten, den Schulhof in Augenschein nahmen, auf dem sie als Kinder einst herumtollten. 1969 schloss die Dorfschule ihre Pforten. Hildegard Feist war die letzte Lehrerin der damals nur noch Zubringerschule.
Kurt Frank
Autor: redGünzerode. Erleichtert nahmen alle Ehemaligen die freudige Nachricht auf: Eine langjährige Tradition stirbt nicht. Auch nach zwei Jahren wird es erneut ein Schülertreffen geben. An gleicher Stelle. Der Termin ist festgeschrieben. Einige haben ihn schon vorgemerkt: Freitag nach Ostern 2016.
Wilhelm Roth, der heute in Heiligenstadt wohnt, hatte mehrmals durch die festlich gedeckten Tischreihen gezählt. Exakt 54 ehemalige Schülerinnen und Schüler hatten sich eingefunden. Organisatorin Erika Hoyer war hocherfreut, dass diesmal auch Ursel Bürgermeister, Brigitte Becker, Anneliese Eisenächer, Hans Gorges, Marlies Gleim aus Hannover, die Schwestern Hildegard Wernecke und Anni Spieß ihrer Einladung gefolgt waren. Besonders herzlich hieß sie ihren einstigen Lehrer Gerd Stolz aus Kraja willkommen.
Mit einem selbst verfassten Gedicht stimmte Hoyer auf das Ereignis ein. Begeisterter Applaus schlug ihr entgegen. Ein sehr gut wäre ihr in der Schule vor über 60 Jahren wieder sicher gewesen. Wie in alten Zeiten präsentierte sich die 77-Jährige musikalisch in Hochform. Die Klampfe als Begleitinstrument in der Hand sang sie einige Lieder und trug ein Gedicht auf plattdeutsch vor. Höhepunkt der Gesangseinlagen bot das Quartett Adelheid Quiel, Inge Schieke, Margrit Walter und Erika Hoyer mit dem Günzeröder Heimatlied. Den Text hatte vor langer Zeit Fritz Becker geschrieben. Ausdrucksstark kündet das Lied von der großen Liebe des Dichters zu seinem Heimatort, von seiner außerordentlichen Beobachtungsgabe. Davon sollen hier nur einige Zeilen künden:
Wo am Hamsterberg die Helme fließt
und vom Hagen her der Wald uns grüßt,
wo die Menschen schaffen, froh in Wies` und Feld,
da hat Gott mein Heimatdörfchen hingestellt.
Wo im Süden Rotbarts Burgen stehen`
waldumrauscht von grünen Bergeshöhn,
wo der Bauer sät, wo Korn und Brot gedeihen,
da ist meine Heimat Grafschaft Hohenstein.
Es war ein erhabener Moment, als Ehemalige wieder ihren Klassenraum betraten, den sie 60 oder 70 Jahre lang nicht mehr gesehen hatten, den Schulhof in Augenschein nahmen, auf dem sie als Kinder einst herumtollten. 1969 schloss die Dorfschule ihre Pforten. Hildegard Feist war die letzte Lehrerin der damals nur noch Zubringerschule.
Kurt Frank






