Kidnapping mit Fetisch
Mittwoch, 22. Mai 2013, 20:53 Uhr
Bereits im vergangenen Jahr hatte die nnz exklusiv berichtet, dass in Nordhauen-Krimderode eine Fetisch-Klinik etabliert werden soll. Dann war Ruhe eingekehrt. Mit der ist es jetzt vorbei, im Herbst könnte Eröffnung sein. Mit einem neuen Konzept...
Über die Fetisch-Klinik, die ein Ableger eines Dresdner Unternehmens ist, hatten wir berichtet. Auch über die heftigen Proteste, die das Vorhaben unter der Bevölkerung von Krimderode hervorgerufen hatte. Die damals in der nnz angekündigte Eröffnung der Klinik im März dieses Jahres wurde nicht realisiert. Auch, weil es damals noch keinen Antrag auf Nutzungsänderung bei der Stadtverwaltung gegeben haben soll.
Das hat sich geändert. Jetzt wird in diversen Foren ein gänzlich anderes Happening angeboten. Die Kunden – oder sollen wir sie lieber Patienten nennen – müssen in oder um Nordhausen herum warten, werden entführt und dann für 90 Minuten von Damen entsprechend behandelt. Es wird in den Foren mit einem einmaligen Areal geworben, zu dem auch Ställe und Nebengebäude gehören.
Aufgebrachte Eltern vermuten den Gutshof, da auf dessen Areal immer noch gebaut wird. Und auch die Verantwortlichen in der Bauordnungsverwaltung ahnen, was da auf Nordhausen zukommen kann.
Es gibt da nämlich einen Antrag auf Nutzungsänderung. Bereits genehmigt wurde der Einbau von zwei Wohnungen im Dachgeschoss des Guthofes. Jetzt aber liegt im Rathaus der Antrag auf einen Bauvorbescheid zur Nutzungsänderung vor. Statt der Gaststätte im Erdgeschoss sollen zwei Ferienwohnungen errichtet werden. Im Obergeschoss soll eine Klinik entstehen, die für therapeutische und fetisch orientierte Behandlungen geeignet ist.
Den Antrag zur Nutzungsänderung hat die Stadtverwaltung, da diese Änderung nicht mit den Bedingungen eine allgemeinen Wohngebietes vereinbar sei. Gegen diese Ablehnung hat der Antragsteller Widerspruch eingelegt. Der Widerspruch muss nun beim Thüringer Landesverwaltungsamt entschieden werden.
Viele Krimderöder, vor allem aber Eltern sind besorgt. Geplantes Kindnapping in Nordhausen -- Tolles Aushängeschild für die Hochschulstadt! Treiben sich diese 'Patienten' dann auch noch in den Wäldern herum? Man sollte nicht vergessen, dass in der Umgebung eine Kleingartenanlage (Braune Erde) liegt, die von jungen Familien mit Kindern genutzt wird, die auch in der umgebenden Natur bedenkenlos spielen, dass sich die Evangelische Grundschule und die Kindereinrichtung der Jusos in der Nähe befinden?
All das haben die Krimderöder der nnz-Redaktion mitgeteilt und wir werden weiter über die Entwicklung in Krimderode berichten.
Autor: redÜber die Fetisch-Klinik, die ein Ableger eines Dresdner Unternehmens ist, hatten wir berichtet. Auch über die heftigen Proteste, die das Vorhaben unter der Bevölkerung von Krimderode hervorgerufen hatte. Die damals in der nnz angekündigte Eröffnung der Klinik im März dieses Jahres wurde nicht realisiert. Auch, weil es damals noch keinen Antrag auf Nutzungsänderung bei der Stadtverwaltung gegeben haben soll.
Das hat sich geändert. Jetzt wird in diversen Foren ein gänzlich anderes Happening angeboten. Die Kunden – oder sollen wir sie lieber Patienten nennen – müssen in oder um Nordhausen herum warten, werden entführt und dann für 90 Minuten von Damen entsprechend behandelt. Es wird in den Foren mit einem einmaligen Areal geworben, zu dem auch Ställe und Nebengebäude gehören.
Aufgebrachte Eltern vermuten den Gutshof, da auf dessen Areal immer noch gebaut wird. Und auch die Verantwortlichen in der Bauordnungsverwaltung ahnen, was da auf Nordhausen zukommen kann.
Es gibt da nämlich einen Antrag auf Nutzungsänderung. Bereits genehmigt wurde der Einbau von zwei Wohnungen im Dachgeschoss des Guthofes. Jetzt aber liegt im Rathaus der Antrag auf einen Bauvorbescheid zur Nutzungsänderung vor. Statt der Gaststätte im Erdgeschoss sollen zwei Ferienwohnungen errichtet werden. Im Obergeschoss soll eine Klinik entstehen, die für therapeutische und fetisch orientierte Behandlungen geeignet ist.
Den Antrag zur Nutzungsänderung hat die Stadtverwaltung, da diese Änderung nicht mit den Bedingungen eine allgemeinen Wohngebietes vereinbar sei. Gegen diese Ablehnung hat der Antragsteller Widerspruch eingelegt. Der Widerspruch muss nun beim Thüringer Landesverwaltungsamt entschieden werden.
Viele Krimderöder, vor allem aber Eltern sind besorgt. Geplantes Kindnapping in Nordhausen -- Tolles Aushängeschild für die Hochschulstadt! Treiben sich diese 'Patienten' dann auch noch in den Wäldern herum? Man sollte nicht vergessen, dass in der Umgebung eine Kleingartenanlage (Braune Erde) liegt, die von jungen Familien mit Kindern genutzt wird, die auch in der umgebenden Natur bedenkenlos spielen, dass sich die Evangelische Grundschule und die Kindereinrichtung der Jusos in der Nähe befinden?
All das haben die Krimderöder der nnz-Redaktion mitgeteilt und wir werden weiter über die Entwicklung in Krimderode berichten.
