Er hat eine bewegte Geschichte hinter sich - der Guthof in Krimderode. Selbst in der Zeit nach der Wende hörte die nicht auf. Nach Jahren des Stillstands soll nun dort eine ganz besondere Klinik etabliert werden...
Die Gerüchte um eine neue Nutzung der Immobile gibt es seit Jahren. Nach Bordell und Swingerclub ist in den zurückliegenden Wochen ein neues hinzu gekommen. In dem Gebäude soll auf einer Fläche von 200 Quadratmeter eine "Fetisch-Klinik" etabliert werden. So jedenfalls ist es auf entsprechenden Internetseiten zu lesen. Dort steht allerdings kein konkreter Ort. Doch dazu später...
Wird aus dem Gusthof eine Fetisch-Klinik? (Foto: nnz)
Auch der Nordhäuser Stadtverwaltung sind die Aktivitäten in Krimderode nicht entgangen, schließlich bekommt das alt-ehrwürdige Gebäude nicht nur eine schmucke Fassade, sondern auch ein neues Dach. Die Umbauarbeiten im Inneren bleiben erst einmal verborgen.
Aus dem Bauordnungsamt der Stadtverwaltung heißt es auf nnz-Anfrage, dass bei einer Nutzungsänderung ein Bauantrag seitens des Eigentümers gestellt werden müsse. Der jedoch sei noch nicht eingegangen, auch deshalb habe man nun schriftlich in Berlin angefragt. "Eine Fetisch-Klinik zu eröffnen, das geht überhaupt nicht", sagt Mike Szybalski, der Leiter des Bauordnungsamtes und ergänzt: Einer solchen Nutzung stehen bauplanungsrechtliche Belange gegenüber."
Widerstand regt sich mittlerweile auch bei den Krimderödern. Die denken in erster Linie an ihre Kinder und verweisen auf den Umstand, dass sich von diesem eventuellen Etablissement nur wenige Hundert Meter entfernt ein Kindergarten und eine Grundschule befinden.
Zurück zur Fetisch-Klinik. Deren Eigentümerin Steffi B. hält an dem Plan fest, in Nordhausen nicht nur eine weitere Klinik, sondern die "größte in Deutschland" zu eröffnen. Ob der avisierte Termin 1. März 2013 zu realisieren ist, lässt die Frau offen. Sie geht davon aus, dass bis dahin alle Formalitäten erledigt sind, schließlich handele es sich bei der künftigen Nutzung ja um Wohnen und Gewerbe.
Ich finde diese idee garnicht so verkehrt, ein etablissement für den gehobenen anspruch. Es ist doch sicher schön, wenn man hier nach einem erfolgreichen geschäftsabschluss dort ruhig entspannen können.
Das ganze sollten sie aber bitte nicht mit einer wellness-klinik verwechseln!
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Olli
29.11.2012, 10:48 Uhr
Da bin ich mal gespannt...
Die Anwohner von Krimderode und von Nordhausen sind mit Sicherheit entsetzt. So ein Etablissement gehört nicht in eine Wohnsiedlung. Selbstverständlich sollte man tolerant an die Angelegenheit gehen. Die Inhaber verdienen damit schließlich Ihr Geld.
Sie haben einen Nische gefunden in der anscheinend sehr viel Geld verdient werden kann. Das soll auch Ihr gutes Recht sein. Nicht die Inhaber sind das Problem, sondern die Kundschaft. Wir reden hier nicht von Kundschaft von einem Bordell, sondern von extrem kranken Personen mit viel Geld. Und das ist gefährlich.
Auf der Internetseite des AVS Klinikum, kann man sich einen guten Eindruck von den Bedürfnissen der Kranken Kundschaft machen.
Ich bin gespannt, ob die Nordhäuser Stadtverwaltung wirklich etwas dagegen machen kann. Bin aber leider anderer Meinung.
das lockt doch ein paar Touris auch mal nach NDH, würde vielleicht auch etwas Geld in die soooo klamme Stadtkasse spülen. und die "Dinge" die dann hinter verschlossenen Türen passieren - mein Gott wenns Spass macht
Mitten in der Stadt war früher ein Schlachthof, und was passiert im Nordhüser Süden mit den Schweinen, was ist denn nun grausamer....
..jetzt schon mit einer Schlachterei verglichen werden und völlig normal sind.
Ist ja auch völlig normal wenn erwachsene Menschen nachmittags nach der Firma in die Klinik gehen und einen auf Baby machen (Adult Baby) und sich windeln lassen.
Da haben Sie völlig Recht. Langsam bekomme ich Angst vor meinen Mitmenschen.
Tum totlachen auch die Argumentation."Oh Nordhausen wird reich mit ihrere Fetischklinik!" Wer`s glaubt..