nnz-exklusiv: Bibliothek ohne Bibliothek?
Donnerstag, 18. April 2013, 17:45 Uhr
Was wurde vor Jahren nicht alles als Argumentation herangezogen, um Nordhausen eine solche Bibliothek zu verordnen. Begründungen sind in der nnz nachzulesen. Eine der glaubhaftesten scheint jetzt auf der Kippe zu stehen, und mutiert eventuell zu einem kleinen Skandal...
Es war die Himmelgarten-Bibliothek - dieser historische Schatz, der nach Nordhausen gehören soll, dessen wechselvolle Geschichte seit Jahren in Wittenberg zu enden scheint. Viel ist in der nnz schon über diese bibliophile Kostbarkeit berichtet worden. So zum Beispiel über die Unterzeichnung eines sogenannten Verwahrvertrages zwischen der Kirchgemeinde St-Blasii/Altendorf und der Stadtverwaltung.
Schwarze Aussichten für die Kosten (Foto: nnz)
Ab und zu wurde mit der Verlagerung der Bibliothek begründet, dass die einst geplanten Kosten für den Kultur-Palast steigen müssen. Nun stellt sich die Frage, ob dieses Argument nur vorgeschoben war, um andere "Kleinigkeiten" an dem Koloss zu kaschieren, die den Preis tatsächlich in die Höhe getrieben haben. Denn scheinbar ist innen und außen alles prächtig. Auch darüber hatte die nnz mehrfach berichtet.
Auch über zusätzliche Kosten in punkto Raumklima für die Bereiche, die der Himmelgartenbibliothek zuzuordnen sind, wurde berichtet. Fast könnte man annehmen, niemand habe gewusst, was eigentlich aus dem evangelischen Predigerseminar in Wittenberg nach Nordhausen in den kommenden Monaten umziehen soll. Niemand soll sich wohl auch so richtig die Konditionen angesehen haben, die in dem Verwahrvertrag festgehalten wurden?
Das jüngste Beispiel der Begründungsrethorik liegt mit einer außerplanmäßigen Auszahlung von knapp 500.000 Euro rund fünf Monate zurück, vermutlich ist das aber nur die Spitze des Eisberges. In der Begründung zu dieser außerplanmäßigen Ausgabe steht unter anderen: "Berücksichtigung in der Planung findet weiterhin die dem Wert der historischen Bücher angemessene Aufbewahrung der Himmelgartenbibliothek und die Ausstattung des angeschlossenen Lesesaals. Die Finanzierung der Ausstattungskosten ist vorgesehen durch Minderausgaben bei anderen investiven Maßnahmen". Im Klartext: Sparen für das "Forum".
Nun aber ziehen am bibliophilen Himmel über Nordhausen dunkle Wolken heran. Innerhalb des Rathauses soll ein Fachmann, so wissen es die Fraktionen des Stadtrates, noch einmal genau gegenchecken, wie denn nun eigentlich der Umzug von Wittenberg nach Nordhausen realisiert werden soll? Und der Fachmann kommt zu dem Schluss: In den Prachtbau können die rund 300 Bände so nicht ziehen. Hier würden schlicht und ergreifend sowohl die baulichen als auch die klimatologischen Voraussetzungen fehlen. Und das nach Jahren der Planung und des Bauens. Unverständlich - zumindest für den Laien.
Auf eine erste Anfrage reagiert die Nordhäuser Stadtverwaltung: "Mit Blick auf die 'Himmelgartenbibliothek' wird derzeit nach einer Lösung gesucht, die aus der aktuellen Situation resultiert", teilt man mit und spricht von erheblichen "Kostenschätzungen", was natürlich "Kostenerhöhungen" heißen muss. Wenn eine Verwaltung von "erheblich" spricht, dann kommt da schon ein dicker Brocken auf den Steuerzahler zu.
Weiter heißt es in der Antwort des Nordhäuser Rathauses: "Auf der einen Seite stehen erhebliche Kostenschätzungen für eine sach- und fachgerechte Unterbringung der Büchersammlung im Gebäude der Kulturbibliothek, die aus dem im Februar 2011 geschlossen Verwahrvertrag zwischen Stadtverwaltung Nordhausen und der Kirchgemeinde St. Blasii und den dort genannten Bedingungen für die Aufbewahrung der Bücher resultieren.
Auf der anderen Seite steht die Bedeutung der Himmelgartenbibliothek als kunst- und kulturgeschichtliche Kostbarkeit für Nordhausen und die Region und dem daraus resultierenden Bedürfnis, sie hier zu präsentieren, sowie natürlich die Verpflichtung, den mit der Kirchgemeinde im Jahre 2011 geschlossenen Vertrag zu erfüllen".
Auch hinsichtlich der nochmaligen Überprüfung fragte die nnz nach: "Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh bat gleich nach Amtsantritt um Lösungen, eine angemessene Präsentation der Bibliothek am vorgesehen Platz dennoch möglich zu machen. Er bat Experten zum Thema Archivierung wertvoller Schriften um die Konkretisierung der baulichen, feuerwehrtechnischen und klimatechnischen Notwendigkeiten. Daraus ergaben sich erhebliche Kostenanforderungen", gesteht die Verwaltung ein, wird aber wieder nicht konkret, was die Höhe der Kostenanforderungen betrifft.
Bestätigt wurde der nnz inzwischen aus dem Rathaus, dass in den Jahren der Regentschaft von Barbara Rinke erhebliche Fehler bewusst oder unbewusst gemacht wurden. Etwas diplomatisch wird es in der schriftlichen Antwort heute ausgedrückt: "So traten schon im letzten Jahr immer deutlicher die tatsächlichen Auswirkungen zutage, die sich aus dem 2011 geschlossenen Verwahrvertrag und den dort genannten Bedingungen ergeben. Es zeigte sich zugleich, dass zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses – oder zum Zeitpunkt der Budgetplanung für die Kulturbibliothek – wahrscheinlich nicht alle dieser Auswirkungen in vollem Umfang abgeschätzt und bewertet werden konnten, zum Beispiel die konkreten baulichen Notwendigkeiten." Frage: "Gab es keine Fachleute?
Vielleicht aber könnte es folgenden Kompromiss geben: Die Himmelgarten-Bibliothek soll natürlich nach Nordhausen ziehen und soll in der Flohburg eingelagert werden, dort seien die Voraussetzungen gegeben. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Wir wollen das aber mal denken:
Entweder wurden die Stadträte von der Verwaltung vor der Entscheidung zum Bau der Kulturbibliothek getäuscht oder all die, die mit dem Neubau zu tun hatten, wussten nicht, was im Innern des Kulturtempels passierten soll? In die gleiche Schublade dieser Fragestellung passt dann auch der Fakt, dass eben die 500.000 Euro außerplanmäßig ausgezahlt werden mussten, weil bei allen Planungen angeblich die Ausstattung kostenseitig vergessen worden sein soll, was die Verwalter naturgemäß anders sehen.
Aus Architekten- und Planerkreisen hört man, dass erst sehr spät "reiner Wein" über die Dimensionen und Grundvoraussetzungen zum Aufbewahren des Schatzes eingeschenkt wurde. Was da alles realisiert werden muss, das weiß Pfarrer Matthias Piontek, der kommissarische Leiter der Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars in Wittenberg. Dort haben die Bände der Himmelgarten-Bibliothek derzeit noch ihren Platz. "Die Temperatur des Raumes darf sich lediglich zwischen 15 und 18 Grad Celsius bewegen, die Luftfeuchtigkeit nicht höher als 50 Prozent sein", erklärt Piontek der nnz.
Der Mann habe eigenen Angaben zufolge bereits im Vorfeld eines etwaigen Umzugs Gespräche mit Baufirmen in Nordhausen geführt, die ihm mehrfach bestätigt hätten, dass die Realisierung dieser klimatischen Grunderfordernisse "sehr schwierig" sei. Heutzutage ist jedoch nahezu alles realisierbar, allerdings dann auch zu einem entsprechenden (Auf)preis. Bleibt die Frage: Warum wird das erst jetzt bekannt?
Und wenn der bibliophile Schatz nun dort bleibt, wo er seit Jahrzehnten zu finden ist? "Dagegen hätten wir nichts einzuwenden. Im Gegenteil, die Himmelgarten-Bibliothek ist ein bedeutender Mosaikstein innerhalb unserer Gesamtbestände und fügt sich hier in Wittenberg harmonisch für Forschungen ein", erklärt der Pfarrer.
Piontek weiß aber auch: die Bibliothek ist in Wittenberg lediglich ein Depositum, der Besitzer ist die Kirchgemeinde St. Blasii-Altendorf, die auch über den Umzug nach Nordhausen befindet oder nicht. Die hat seit fast zwei Jahren - wie oben geschrieben - einen Verwahrvertrag mit der Stadt Nordhausen. Und in den hätten die Bauverantwortlichen der Nordhäuser Verwaltung vor der glamourösen Unterschriftsleistung vielleicht mal genauer hineingucken sollen.
Fieberhaft wird nun im Rathaus nach einer Möglichkeit gesucht, diesen Spagat zwischen einem Taktieren am Rande der Wahrheit und einer womöglich dilettantischen Fehleinschätzung so schadlos wie möglich zu überstehen. Dazu Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh: "Um eine Lösung zu finden, hat es bereits Gespräche von Dezernentin Hannelore Haase mit Vertretern der Kirchgemeinde St. Blasii gegeben. Ein weiteres Gespräch ist mit dem Förderverein Nicolai in foro geplant sowie mit Vertretern der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands in Magdeburg"
Vielleicht ist die Kasse des Fördervereins ja schon beträchtlich gefüllt, um die notwendigen Hundertausende von Euros "stemmen" zu können. Vielleicht können die "Jetzt-Verantwortlichen" im Rathaus dann gleich die "Ex-Verantwortliche" Barbara Rinke befragen, die bekanntermaßen Mitglied im Förderverein ist.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redEs war die Himmelgarten-Bibliothek - dieser historische Schatz, der nach Nordhausen gehören soll, dessen wechselvolle Geschichte seit Jahren in Wittenberg zu enden scheint. Viel ist in der nnz schon über diese bibliophile Kostbarkeit berichtet worden. So zum Beispiel über die Unterzeichnung eines sogenannten Verwahrvertrages zwischen der Kirchgemeinde St-Blasii/Altendorf und der Stadtverwaltung.
Schwarze Aussichten für die Kosten (Foto: nnz)
Ab und zu wurde mit der Verlagerung der Bibliothek begründet, dass die einst geplanten Kosten für den Kultur-Palast steigen müssen. Nun stellt sich die Frage, ob dieses Argument nur vorgeschoben war, um andere "Kleinigkeiten" an dem Koloss zu kaschieren, die den Preis tatsächlich in die Höhe getrieben haben. Denn scheinbar ist innen und außen alles prächtig. Auch darüber hatte die nnz mehrfach berichtet.
Auch über zusätzliche Kosten in punkto Raumklima für die Bereiche, die der Himmelgartenbibliothek zuzuordnen sind, wurde berichtet. Fast könnte man annehmen, niemand habe gewusst, was eigentlich aus dem evangelischen Predigerseminar in Wittenberg nach Nordhausen in den kommenden Monaten umziehen soll. Niemand soll sich wohl auch so richtig die Konditionen angesehen haben, die in dem Verwahrvertrag festgehalten wurden?
Das jüngste Beispiel der Begründungsrethorik liegt mit einer außerplanmäßigen Auszahlung von knapp 500.000 Euro rund fünf Monate zurück, vermutlich ist das aber nur die Spitze des Eisberges. In der Begründung zu dieser außerplanmäßigen Ausgabe steht unter anderen: "Berücksichtigung in der Planung findet weiterhin die dem Wert der historischen Bücher angemessene Aufbewahrung der Himmelgartenbibliothek und die Ausstattung des angeschlossenen Lesesaals. Die Finanzierung der Ausstattungskosten ist vorgesehen durch Minderausgaben bei anderen investiven Maßnahmen". Im Klartext: Sparen für das "Forum".
Nun aber ziehen am bibliophilen Himmel über Nordhausen dunkle Wolken heran. Innerhalb des Rathauses soll ein Fachmann, so wissen es die Fraktionen des Stadtrates, noch einmal genau gegenchecken, wie denn nun eigentlich der Umzug von Wittenberg nach Nordhausen realisiert werden soll? Und der Fachmann kommt zu dem Schluss: In den Prachtbau können die rund 300 Bände so nicht ziehen. Hier würden schlicht und ergreifend sowohl die baulichen als auch die klimatologischen Voraussetzungen fehlen. Und das nach Jahren der Planung und des Bauens. Unverständlich - zumindest für den Laien.
Auf eine erste Anfrage reagiert die Nordhäuser Stadtverwaltung: "Mit Blick auf die 'Himmelgartenbibliothek' wird derzeit nach einer Lösung gesucht, die aus der aktuellen Situation resultiert", teilt man mit und spricht von erheblichen "Kostenschätzungen", was natürlich "Kostenerhöhungen" heißen muss. Wenn eine Verwaltung von "erheblich" spricht, dann kommt da schon ein dicker Brocken auf den Steuerzahler zu.
Weiter heißt es in der Antwort des Nordhäuser Rathauses: "Auf der einen Seite stehen erhebliche Kostenschätzungen für eine sach- und fachgerechte Unterbringung der Büchersammlung im Gebäude der Kulturbibliothek, die aus dem im Februar 2011 geschlossen Verwahrvertrag zwischen Stadtverwaltung Nordhausen und der Kirchgemeinde St. Blasii und den dort genannten Bedingungen für die Aufbewahrung der Bücher resultieren.
Auf der anderen Seite steht die Bedeutung der Himmelgartenbibliothek als kunst- und kulturgeschichtliche Kostbarkeit für Nordhausen und die Region und dem daraus resultierenden Bedürfnis, sie hier zu präsentieren, sowie natürlich die Verpflichtung, den mit der Kirchgemeinde im Jahre 2011 geschlossenen Vertrag zu erfüllen".
Auch hinsichtlich der nochmaligen Überprüfung fragte die nnz nach: "Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh bat gleich nach Amtsantritt um Lösungen, eine angemessene Präsentation der Bibliothek am vorgesehen Platz dennoch möglich zu machen. Er bat Experten zum Thema Archivierung wertvoller Schriften um die Konkretisierung der baulichen, feuerwehrtechnischen und klimatechnischen Notwendigkeiten. Daraus ergaben sich erhebliche Kostenanforderungen", gesteht die Verwaltung ein, wird aber wieder nicht konkret, was die Höhe der Kostenanforderungen betrifft.
Bestätigt wurde der nnz inzwischen aus dem Rathaus, dass in den Jahren der Regentschaft von Barbara Rinke erhebliche Fehler bewusst oder unbewusst gemacht wurden. Etwas diplomatisch wird es in der schriftlichen Antwort heute ausgedrückt: "So traten schon im letzten Jahr immer deutlicher die tatsächlichen Auswirkungen zutage, die sich aus dem 2011 geschlossenen Verwahrvertrag und den dort genannten Bedingungen ergeben. Es zeigte sich zugleich, dass zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses – oder zum Zeitpunkt der Budgetplanung für die Kulturbibliothek – wahrscheinlich nicht alle dieser Auswirkungen in vollem Umfang abgeschätzt und bewertet werden konnten, zum Beispiel die konkreten baulichen Notwendigkeiten." Frage: "Gab es keine Fachleute?
Vielleicht aber könnte es folgenden Kompromiss geben: Die Himmelgarten-Bibliothek soll natürlich nach Nordhausen ziehen und soll in der Flohburg eingelagert werden, dort seien die Voraussetzungen gegeben. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Wir wollen das aber mal denken:
Entweder wurden die Stadträte von der Verwaltung vor der Entscheidung zum Bau der Kulturbibliothek getäuscht oder all die, die mit dem Neubau zu tun hatten, wussten nicht, was im Innern des Kulturtempels passierten soll? In die gleiche Schublade dieser Fragestellung passt dann auch der Fakt, dass eben die 500.000 Euro außerplanmäßig ausgezahlt werden mussten, weil bei allen Planungen angeblich die Ausstattung kostenseitig vergessen worden sein soll, was die Verwalter naturgemäß anders sehen.
Aus Architekten- und Planerkreisen hört man, dass erst sehr spät "reiner Wein" über die Dimensionen und Grundvoraussetzungen zum Aufbewahren des Schatzes eingeschenkt wurde. Was da alles realisiert werden muss, das weiß Pfarrer Matthias Piontek, der kommissarische Leiter der Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars in Wittenberg. Dort haben die Bände der Himmelgarten-Bibliothek derzeit noch ihren Platz. "Die Temperatur des Raumes darf sich lediglich zwischen 15 und 18 Grad Celsius bewegen, die Luftfeuchtigkeit nicht höher als 50 Prozent sein", erklärt Piontek der nnz.
Der Mann habe eigenen Angaben zufolge bereits im Vorfeld eines etwaigen Umzugs Gespräche mit Baufirmen in Nordhausen geführt, die ihm mehrfach bestätigt hätten, dass die Realisierung dieser klimatischen Grunderfordernisse "sehr schwierig" sei. Heutzutage ist jedoch nahezu alles realisierbar, allerdings dann auch zu einem entsprechenden (Auf)preis. Bleibt die Frage: Warum wird das erst jetzt bekannt?
Und wenn der bibliophile Schatz nun dort bleibt, wo er seit Jahrzehnten zu finden ist? "Dagegen hätten wir nichts einzuwenden. Im Gegenteil, die Himmelgarten-Bibliothek ist ein bedeutender Mosaikstein innerhalb unserer Gesamtbestände und fügt sich hier in Wittenberg harmonisch für Forschungen ein", erklärt der Pfarrer.
Piontek weiß aber auch: die Bibliothek ist in Wittenberg lediglich ein Depositum, der Besitzer ist die Kirchgemeinde St. Blasii-Altendorf, die auch über den Umzug nach Nordhausen befindet oder nicht. Die hat seit fast zwei Jahren - wie oben geschrieben - einen Verwahrvertrag mit der Stadt Nordhausen. Und in den hätten die Bauverantwortlichen der Nordhäuser Verwaltung vor der glamourösen Unterschriftsleistung vielleicht mal genauer hineingucken sollen.
Fieberhaft wird nun im Rathaus nach einer Möglichkeit gesucht, diesen Spagat zwischen einem Taktieren am Rande der Wahrheit und einer womöglich dilettantischen Fehleinschätzung so schadlos wie möglich zu überstehen. Dazu Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh: "Um eine Lösung zu finden, hat es bereits Gespräche von Dezernentin Hannelore Haase mit Vertretern der Kirchgemeinde St. Blasii gegeben. Ein weiteres Gespräch ist mit dem Förderverein Nicolai in foro geplant sowie mit Vertretern der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands in Magdeburg"
Vielleicht ist die Kasse des Fördervereins ja schon beträchtlich gefüllt, um die notwendigen Hundertausende von Euros "stemmen" zu können. Vielleicht können die "Jetzt-Verantwortlichen" im Rathaus dann gleich die "Ex-Verantwortliche" Barbara Rinke befragen, die bekanntermaßen Mitglied im Förderverein ist.
Peter-Stefan Greiner
