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nnz-Forum: Doch nicht bis Silvester?

Sonntag, 04. November 2012, 17:47 Uhr
Kürzlich verlautete aus der Stadtverwaltung Nordhausen, dass es in diesem Jahr statt eines Weihnachts- einen Adventsmarkt geben wird. Ein nnz-Leser hat dazu einige Anmerkungen und bringt zudem einen Vorschlag in Erinnerung...


Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit der Ankündigung unseres Oberbürgermeisters Dr. Klaus Zeh, den auch aus meiner Sicht weitläufig verwendeten Begriff „Weihnachtsmarkt“ durch die passendere Bezeichnung „Adventsmarkt“ zu ersetzen, kann ich nur begrüßen.

Denn wir sollten uns gerade in dieser vom Konsumdenken beherrschten Zeit zumindest hin und wieder daran erinnern lassen, dass die Zeit vom 1. bis 4. Advent die Adventszeit ist und Ankunft bedeutet. Den allerdings häufig zu vernehmenden Begriff „Vorweihnachtszeit“ kann man hingegen akzeptieren. Nur die eigentliche Weihnachtszeit beginnt nach christlichem Verständnis erst am Heiligen Abend und dauert bis zum 6. Januar – dem Fest der Heiligen Drei Könige, oder auch Dreikönigstag genannt.

In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals an meinen Leserbrief vom Ende letzten Jahres erinnern. Darin hatte ich vorgeschlagen, den Nordhäuser Markt später beginnen und dafür bis Silvester dauern zu lassen. Zahlreichen Medienberichten hatte ich damals entnehmen können, dass beispielsweise der Magdeburger Markt seit einigen Jahren bis zum 30. Dezember geöffnet war. Am Heiligabend und am 1. Feiertag pausierte er und am 26. Dezember ging er dann zur Freude der Menschen aus nah und fern weiter. Auch für dieses Jahr ist das wieder so vorgesehen.

Gleiches gilt auch für das mittelalterlich daherkommende weihnachtliche Spektakel auf dem Erfurter Wenigemarkt, der etwas abseits vom großen Weihnachtsrummel auf dem Domplatz liegt. Bereits das 10. Jahr lockt gar der Dortmunder Markt über die Weihnachtsfeiertage hinaus unzählige Besucher an. Einige Berliner Märkte haben sogar bis zum 6. Januar 2013 geöffnet. Inzwischen haben sich weitere Städte für eine Fortsetzung ihres Markttreibens über die Festtage hinaus entschieden.

Bemerkenswert erscheint mir, dass eine Umfrage einer deutschen Tageszeitung zufolge die Marktveranstalter diesen Trend sehr reserviert - um nicht zu sagen - ablehnend gegenüberstehen, während die Händler und Schausteller eine Verlängerung der Märkte sehr begrüßen würden. Und die Bürger selbst? Sie nahmen und nehmen die zeitlich verlängerten Weihnachtsmärkte dankbar an.

Zumal noch Schulferien sind und viele ihren Resturlaub für einen Bummel durch die Innenstädte nutzen, um u.a. Gutscheine einzulösen oder Geschenke umzutauschen. Wie angenehm wäre es doch, an wieder geöffneten Ständen sich eine Bratwurst munden zu lassen oder sich mit einem Glühwein aufzuwärmen! Leider wird das auch in diesem Jahr in der Rolandstadt (wieder) nicht möglich sein. Aber man kann ja davon träumen und hoffen, dass es 2013/14 vielleicht Realität wird...
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
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Autor: nnz

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