Mi, 06:42 Uhr
28.12.2011
nnz-Forum: Künftig bis Silvester?
Am 22. Dezember schloss der Nordhäuser Weihnachtsmarkt seine Pforten. Am 25. November – zwei Tage vor dem 1. Advent – war er mit dem traditionellen Anschnitt des Riesenstollens durch Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) feierlich eröffnet worden. Dazu die Anmerkungen eines nnz-Lesers...
Aufgrund des Baugeschehens im Bereich der Engelsburg fand der Markt in diesem Jahr wieder auf dem Blasii-Kirchplatz statt. Sehr zur Freude der Händler in der Altstadt – sollte man meinen. Doch weit gefehlt. Wie alle Jahre zuvor waren neben Lob auch diesmal wieder kritische Stimmen zu vernehmen. So bemängelte u.a. Peter Laucke, dass der Markt nur auf dem Platz vor der Blasiikirche stattfand. Doch der gehöre in die Altstadt – vom Blasiikirchplatz über die Kurze Meile bis zum Torhäuschen. Er vertrat zudem die Auffassung, die Verantwortlichen hätten das vorweihnachtliche Spektakel lust- und ideenlos auf dem Blasiikirchplatz organisiert.
Sicher, der Markt fiel im Gegensatz zu den Weihnachtsmärkten vergangener Jahre vom Umfang und dem äußeren Erscheinungsbild her bescheidener aus. War in den Tagen um den 1. Advent noch ein auffallend großes Treiben zu beobachten, was wohl auch durch den einzigen verkaufsoffenen Sonntag und die einige Tage andauernde winterliche Witterung bedingt war, so war in der Folgezeit eher ein zurückhaltender Besucherstrom zu beobachten. Aus meiner Sicht hatte das aber nichts mit dem Angebot und mit der Gestaltung der Stände zu tun.
Es lag wohl eher an dem trüben Wetter, was bald folgte und gar keine richtige vorweihnachtliche Stimmung aufkommen lassen wollte. Die Händler jedenfalls gaben sich bei der Präsentation ihres Angebots alle Mühe und auch das abwechslungsreiche kulturelle Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Doch am 22. Dezember war plötzlich alles vorbei.
Doch muss das auch künftig so sein? Nach christlichem Verständnis beginnt nämlich die Weihnachtszeit erst am Heiligabend und dauert bis zum 6. Januar – dem Dreikönigsfest. Wie wäre es denn, wenn wir unseren Weihnachtsmarkt 2012 erst mit dem 2. oder 3. Advent beginnen lassen, Heiligabend und am 1. Weihnachtstag pausieren und den Markt dann bis zum 30. oder 31. Dezember weiter öffnen? Der Magdeburger dauert seit mehreren Jahren bis zum 30. Dezember. Er wird von den Bürgern geradezu überrannt, wie ich aus einigen aktuellen Rundfunk- und Fernsehreportagen entnehmen konnte.
Und auch bei den Verantwortlichen des Dresdener Striezelmarktes gibt es ebenfalls Überlegungen in diese Richtung. Auch wenn wir uns mit den Märkten in Erfurt, Jena, Magdeburg oder Dresden nicht messen können – wir könnten doch als kleinere Kreisstadt in Sachen Weihnachtsmarkt mal neue Wege gehen. Viele nehmen an den Tagen zwischen den Feiertagen Resturlaub, die Kinder haben Ferien. Die Straßen füllen sich mit Menschen, die ihre Gutscheine einlösen, Geschenke umtauschen oder ein Schnäppchen ergattern wollen. Und dazu noch ein Weihnachtmarkt, wenn andere Städte nur noch leere Marktplätze zu bieten haben. Das wäre doch was! Oder ?
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Autor: nnzAufgrund des Baugeschehens im Bereich der Engelsburg fand der Markt in diesem Jahr wieder auf dem Blasii-Kirchplatz statt. Sehr zur Freude der Händler in der Altstadt – sollte man meinen. Doch weit gefehlt. Wie alle Jahre zuvor waren neben Lob auch diesmal wieder kritische Stimmen zu vernehmen. So bemängelte u.a. Peter Laucke, dass der Markt nur auf dem Platz vor der Blasiikirche stattfand. Doch der gehöre in die Altstadt – vom Blasiikirchplatz über die Kurze Meile bis zum Torhäuschen. Er vertrat zudem die Auffassung, die Verantwortlichen hätten das vorweihnachtliche Spektakel lust- und ideenlos auf dem Blasiikirchplatz organisiert.
Sicher, der Markt fiel im Gegensatz zu den Weihnachtsmärkten vergangener Jahre vom Umfang und dem äußeren Erscheinungsbild her bescheidener aus. War in den Tagen um den 1. Advent noch ein auffallend großes Treiben zu beobachten, was wohl auch durch den einzigen verkaufsoffenen Sonntag und die einige Tage andauernde winterliche Witterung bedingt war, so war in der Folgezeit eher ein zurückhaltender Besucherstrom zu beobachten. Aus meiner Sicht hatte das aber nichts mit dem Angebot und mit der Gestaltung der Stände zu tun.
Es lag wohl eher an dem trüben Wetter, was bald folgte und gar keine richtige vorweihnachtliche Stimmung aufkommen lassen wollte. Die Händler jedenfalls gaben sich bei der Präsentation ihres Angebots alle Mühe und auch das abwechslungsreiche kulturelle Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Doch am 22. Dezember war plötzlich alles vorbei.
Doch muss das auch künftig so sein? Nach christlichem Verständnis beginnt nämlich die Weihnachtszeit erst am Heiligabend und dauert bis zum 6. Januar – dem Dreikönigsfest. Wie wäre es denn, wenn wir unseren Weihnachtsmarkt 2012 erst mit dem 2. oder 3. Advent beginnen lassen, Heiligabend und am 1. Weihnachtstag pausieren und den Markt dann bis zum 30. oder 31. Dezember weiter öffnen? Der Magdeburger dauert seit mehreren Jahren bis zum 30. Dezember. Er wird von den Bürgern geradezu überrannt, wie ich aus einigen aktuellen Rundfunk- und Fernsehreportagen entnehmen konnte.
Und auch bei den Verantwortlichen des Dresdener Striezelmarktes gibt es ebenfalls Überlegungen in diese Richtung. Auch wenn wir uns mit den Märkten in Erfurt, Jena, Magdeburg oder Dresden nicht messen können – wir könnten doch als kleinere Kreisstadt in Sachen Weihnachtsmarkt mal neue Wege gehen. Viele nehmen an den Tagen zwischen den Feiertagen Resturlaub, die Kinder haben Ferien. Die Straßen füllen sich mit Menschen, die ihre Gutscheine einlösen, Geschenke umtauschen oder ein Schnäppchen ergattern wollen. Und dazu noch ein Weihnachtmarkt, wenn andere Städte nur noch leere Marktplätze zu bieten haben. Das wäre doch was! Oder ?
Hans-Georg Backhaus, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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