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Do, 14:39 Uhr
12.05.2011

Aufklärung

Patienten mit Asthma bekommen häufig Medikamente verordnet, die sie einatmen müssen. Doch die Anwendung ist nicht ganz einfach. Wer die Präparate falsch handhabt, riskiert nicht nur den Therapieerfolg, sondern auch Nebenwirkungen. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker erklären ihren Patienten, wie sie die Arzneimittel korrekt und sicher verwenden.


Bei Asthma kommt es durch eine Verengung der Bronchien zu Atemnot. Ursache ist häufig eine allergisch bedingte Entzündung der Bronchialschleimhaut. "Zur Therapie werden Medikamente eingesetzt, die entzündungshemmend wirken und die Bronchien erweitern. Da sie direkt in der Lunge wirken sollen, werden die Wirkstoffe als Spray oder Inhalator verabreicht", erklärt Apothekerin Eleonore Liebetrau, Pressesprecherin im Landkreis Nordhausen. Nur bei schwerem Asthma müssen in der Regel auch Tabletten geschluckt werden.

Nur mit der richtigen Inhalationstechnik kommen die Wirkstoffe aber auch tatsächlich in der Lunge an. Untersuchungen des Deutschen Arzneiprüfinstitutes (DAPI) haben gezeigt, dass vier von fünf Patienten inhalative Arzneimittel falsch anwenden. "Der Patient sollte sich die korrekte Handhabung seines Medikamentes direkt bei der Abholung in der Apotheke erklären lassen", rät Liebetrau.

Grundsätzlich kann zwischen zwei Präparatetypen unterschieden werden. "Bei treibgasgefüllten Dosieraerosolen muss der Patient langsam und tief einatmen und anschließend zehn Sekunden lang die Luft anhalten. Bei Pulverinhalatoren wird der Wirkstoff hingegen erst durch den Atemzug freigesetzt. Hier muss daher schnell und kräftig Luft geholt werden", sagt Liebetrau.

Um die Entzündung in den Bronchien zu hemmen, enthalten Asthmapräparate häufig Glucocorticoide, die umgangssprachlich häufig als Kortison bezeichnet werden. "Problematisch wird es, wenn die Wirkstoffpartikel nicht in die Lunge gelangen, sondern sich an der Rachenschleimhaut ablagern", erklärt Liebetrau. Durch die Unterdrückung der körpereigenen Abwehrkräfte können Pilzinfektionen begünstigt werden.

Schon die richtige Inhalationstechnik trägt dazu bei, dass weniger Partikel im Mund verbleiben. "Es empfiehlt sich aber zusätzlich, vor dem Essen zu inhalieren oder den Mund nach der Anwendung auszuspülen", informiert Liebetrau.
Autor: nnz

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