Do, 20:41 Uhr
03.04.2003
Krawalle am Rüxleber Zoll
Nordhausen (nnz). Die monatlichen Veranstaltungen im Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein versprechen immer spannende und kurzweilige Vorträge und sind deshalb stets immer gut besucht. Über das April-Thema informiert nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Der spannende und interessante Vortrag Krawalle am Rüxleber Zoll steht am 8. April 2003 um 19.30 Uhr im Vereinshaus Thomas Mann auf dem Programm. Vorstandsmitglied Paul Lauerwald berichtet über ein Ereignis, das 90 Jahre zurück liegt und im In- und Ausland durch sein gerichtliches Nachspiel bekannt wurde.
Einmal jährlich hatten sich die Reservisten zur Musterung an einem bestimmten Ort einzufinden. Im Kreis Grafschaft Hohenstein fand dieses immer wiederkehrendes Ereignis in Kleinfurra statt. Anschließend zogen die Reservisten in die Kneipe Rüxleber Zoll, um dort ordentlich einen auf die Lampe zu gießen. So auch im Jahr 1913. Nur nahm dieser Umtrunk ein äußerst unrühmliches Ende. Die Kameraden gerieten sich nämlich mächtig in die Haare und begannen eine wilde Schlägerei. Der herbei gerufene Gendarm war mit der Schlichtung des Krawalls überfordert und musste dem Treiben tatenlos zusehen. Der Streit eskalierte derart, dass der Amtsvorsteher von Bila anschließend Anzeige wegen militärischem Aufruhr erstattete. Die Angelegenheit durchlief den gerichtlichen Instanzenweg und endete für die Beteiligten vor dem Kriegsgericht.
Dieser Vorgang sorgte in der nationalen und internationalen Presse im Zusammenhang mit der Militarisierung Deutschlands für großes Aufsehen und der Kreis Grafschaft Hohenstein erlangte durch diese deftige Wirtshausschlägerei traurige Berühmtheit. Paul Lauerwald hat sich intensiv mit dieser Begebenheit beschäftigt und berichtet detailliert über die Geschehnisse am Rüxleber Zoll, die Ursachen und Hintergründe sowie über das für die Reservisten bittere Ende. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Autor: rhDer spannende und interessante Vortrag Krawalle am Rüxleber Zoll steht am 8. April 2003 um 19.30 Uhr im Vereinshaus Thomas Mann auf dem Programm. Vorstandsmitglied Paul Lauerwald berichtet über ein Ereignis, das 90 Jahre zurück liegt und im In- und Ausland durch sein gerichtliches Nachspiel bekannt wurde.
Einmal jährlich hatten sich die Reservisten zur Musterung an einem bestimmten Ort einzufinden. Im Kreis Grafschaft Hohenstein fand dieses immer wiederkehrendes Ereignis in Kleinfurra statt. Anschließend zogen die Reservisten in die Kneipe Rüxleber Zoll, um dort ordentlich einen auf die Lampe zu gießen. So auch im Jahr 1913. Nur nahm dieser Umtrunk ein äußerst unrühmliches Ende. Die Kameraden gerieten sich nämlich mächtig in die Haare und begannen eine wilde Schlägerei. Der herbei gerufene Gendarm war mit der Schlichtung des Krawalls überfordert und musste dem Treiben tatenlos zusehen. Der Streit eskalierte derart, dass der Amtsvorsteher von Bila anschließend Anzeige wegen militärischem Aufruhr erstattete. Die Angelegenheit durchlief den gerichtlichen Instanzenweg und endete für die Beteiligten vor dem Kriegsgericht.
Dieser Vorgang sorgte in der nationalen und internationalen Presse im Zusammenhang mit der Militarisierung Deutschlands für großes Aufsehen und der Kreis Grafschaft Hohenstein erlangte durch diese deftige Wirtshausschlägerei traurige Berühmtheit. Paul Lauerwald hat sich intensiv mit dieser Begebenheit beschäftigt und berichtet detailliert über die Geschehnisse am Rüxleber Zoll, die Ursachen und Hintergründe sowie über das für die Reservisten bittere Ende. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

