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Do, 16:32 Uhr
03.04.2003

Verfahren mit Nebenwirkungen

Nordhausen (nnz). Heute wurde vor dem Nordhäuser Amtsgericht erneut verhandelt: Wegen Betrugs und uneidlicher Falschaussage. Angeklagt hatte die Mühlhäuser Staatsanwaltschaft drei Mitarbeiter des Landratsamtes. Über den ersten Verhandlungstag hatte die nnz bereits berichtet.


Wie Richterin Sattler der nnz sagte, seien heute weitere Zeugen befragt worden. Dazu gehörte auch eine ehemalige Mitarbeiterin des Landratsamtes, die zur „Tatzeit“ für die Bearbeitung von Versicherungen zuständig war. Wie Prozessbeobachter mitteilten, habe die Frau gesagt, dass sie sich beim Ausfüllen der Formulare nicht wohl gefühlt habe. Die Daten hätten so nicht dem eigentlichen Sachverhalt entsprochen. Auch eine Mitarbeiterin des Rechnungsprüfungsamtes war als Zeugin geladen. Sie verwies darauf, dass in dem Prüfbericht der gesamte „Vorgang“ als sehr bedenklich aufgeführt worden sei. In diesem Bericht soll nach nnz-Informationen auch das Wort „Versicherungsbetrug“ vorgekommen sein.

Interessant in diesem Umfeld scheint auch der Umstand, dass die ehemalige Mitarbeiterin im Landratsamt abgemahnt worden sein soll, als sie den Vorgang öffentlich ansprach. Auch der jetzige Chef der Personalvertretung, Mario Arbeiter, soll eine Abmahnung erhalten haben. In einem darauf folgenden Arbeitsgerichtsprozeß soll der Arbeitgeber verloren haben.

Das interessante Verfahren mit seinen „Nebenwirkungen“ soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden.
Autor: nnz

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