Do, 07:33 Uhr
20.03.2003
Gebet für den Frieden
Nordhausen/Sollstedt (nnz). Seit heute tobt der Krieg, der in den Medien und in unseren Köpfen seit langer Zeit vorbereitet wurde. Das ist mehr als nur ein neuer Krieg neben den anderen zwischenstaatlichen und Bürgerkriegen, die, unbeachtet von der Öffentlichkeit, in der Welt ausgetragen werden. Das Kirchspiel Sollstedt mit einem Offenen Brief...
Gegen den Protest zahlreicher Staaten und von Millionen von Bürgern haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit anderen Kriegswilligen entschieden, das verbrecherische System Saddam Husseins im Irak durch einen Krieg zu beseitigen. Das ist eindeutig ein Bruch des Völkerrechts.
Dieser Krieg wird das Leben vieler Männer in den Armeen auf beiden Seiten fordern. Er wird darüber hinaus das Leben vieler unschuldiger Kinder, Frauen und Männer fordern. Und schon heute fordern die Ausgaben, die für diesen Krieg nötig sind, unzählige Menschenleben in den ärmsten Regionen der Welt. Durch den unvorstellbar großen Einsatz von natürlichen Ressourcen werden die Lebensmöglichkeiten unserer Nachkommen zusätzlich eingeschränkt.
Die Gefahr ist groß, dass der Krieg in einen Flächenbrand im Nahen Osten und darüber hinaus mündet. Die Gefahr ist groß, dass er immer mehr Menschen bereit macht, sich terroristischen Gruppen anzuschließen. Die verantwortlichen Regierungen und Militärführungen, aber auch alle aktiv am Krieg Beteiligten, ja selbst alle, die tatenlos zuschauen, werden sich am Ende fragen lassen müssen, ob das politische Ergebnis des Krieges diesen Preis rechtfertigt.
Wir glauben, dass das nicht der Fall sein wird. Deswegen protestieren wir gegen diesen Krieg, und wir rufen alle, die darin mit uns übereinstimmen dazu auf, ihren Protest deutlich zu machen:
Kommen Sie von dieser Woche an jeden Freitag, 18.00 Uhr, in die
Sollstedter Kirche zum Friedensgebet! Beten Sie mit uns für den Frieden. Treten Sie mit anderen in einen Austausch über Ihre Ängste und Gedanken! Suchen Sie mit uns nach Möglichkeiten, sich mit kleinen Schritten einzumischen! Tragen Sie auch weiter ein weißes Band als Zeichen der Ablehnung gegen diesen Krieg. Nichts in dieser Welt wird sich ändern, wenn wir im stillen Kämmerlein auf die Politiker schimpfen. Wenn wir etwas erreichen wollen, brauchen wir alle Kräfte guten Willens.
Autor: nnzGegen den Protest zahlreicher Staaten und von Millionen von Bürgern haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit anderen Kriegswilligen entschieden, das verbrecherische System Saddam Husseins im Irak durch einen Krieg zu beseitigen. Das ist eindeutig ein Bruch des Völkerrechts.
Dieser Krieg wird das Leben vieler Männer in den Armeen auf beiden Seiten fordern. Er wird darüber hinaus das Leben vieler unschuldiger Kinder, Frauen und Männer fordern. Und schon heute fordern die Ausgaben, die für diesen Krieg nötig sind, unzählige Menschenleben in den ärmsten Regionen der Welt. Durch den unvorstellbar großen Einsatz von natürlichen Ressourcen werden die Lebensmöglichkeiten unserer Nachkommen zusätzlich eingeschränkt.
Die Gefahr ist groß, dass der Krieg in einen Flächenbrand im Nahen Osten und darüber hinaus mündet. Die Gefahr ist groß, dass er immer mehr Menschen bereit macht, sich terroristischen Gruppen anzuschließen. Die verantwortlichen Regierungen und Militärführungen, aber auch alle aktiv am Krieg Beteiligten, ja selbst alle, die tatenlos zuschauen, werden sich am Ende fragen lassen müssen, ob das politische Ergebnis des Krieges diesen Preis rechtfertigt.
Wir glauben, dass das nicht der Fall sein wird. Deswegen protestieren wir gegen diesen Krieg, und wir rufen alle, die darin mit uns übereinstimmen dazu auf, ihren Protest deutlich zu machen:
Kommen Sie von dieser Woche an jeden Freitag, 18.00 Uhr, in die
Sollstedter Kirche zum Friedensgebet! Beten Sie mit uns für den Frieden. Treten Sie mit anderen in einen Austausch über Ihre Ängste und Gedanken! Suchen Sie mit uns nach Möglichkeiten, sich mit kleinen Schritten einzumischen! Tragen Sie auch weiter ein weißes Band als Zeichen der Ablehnung gegen diesen Krieg. Nichts in dieser Welt wird sich ändern, wenn wir im stillen Kämmerlein auf die Politiker schimpfen. Wenn wir etwas erreichen wollen, brauchen wir alle Kräfte guten Willens.

