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Mi, 14:39 Uhr
29.09.2010

"Vielfalt tut gut" - Straßenfest

Ein buntes Fest soll es werden, und auch vom herbstlichen Witterungsbedingungen will man sich nicht abschrecken lassen. Am kommenden Samstag, dem 2. Oktober, werden „SJD - Die Falken“ der Villa-Kunterbunt ihr Straßenfest unter dem Motto „Vielfalt tut gut“ feiern.

Los geht es um 13 Uhr mit einem Fußballturnier. Das eigentliche Straßenfest wird durch den Leiter der „Falken“, Reiner Schuhmann, rund eine Stunde später eröffnet werden und ein abwechslungsreiches Programm bieten. Sehen, staunen, streicheln, schmausen: getreu dem Motto „Vielfalt tut gut“ werden große wie auch kleine Besucher viel erleben und lernen können. So wird es neben dem üblichen Kinder- und Jugendfestrequisiten, wie etwa einer Hüpfburg für die jüngeren oder auch einer Zaubershow, auch exotischere Programmpunkte geben. Wer zum Beispiel schon immer mal ein Lama streicheln, oder echt afrikanisch speisen wollte, hat am kommenden Samstag auf dem Straßenfest die Möglichkeit dazu. Mag man es etwas traditioneller, kann man sich eine Fahrt mit der Ponykutsche gönnen, oder dem Puppentheater seine Aufmerksamkeit schenken. Für die musikalische Untermalung werden Trommelgruppe und Liedermacher sorgen.

Das Programm steht, die Plakate hängen, und der Verkehr auf dem Van-der-Foehr-Damm und in der Ricarda-Huch-Straße wird umgeleitet werden: bei den Falken weiß man wie Feste richtig feiert. Schließlich kann man inzwischen auf zwanzig Jahre Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit zurückblicken. Als Anno 1990 die Deutsche Einheit Realität wurde, und Nordhausen eine Städtepartnerschaft mit Bochum eingehen konnte, kamen auch neue Ideen und Verbandsformen in die Rolandsstadt. So auch „SJD-Die Falken“, oder genauer die „Sozialistische Jugend Deutschlands- Die Falken“. Man ist seitdem ein eigenständiger Verband, der in den Kreisjugendring (KJR) eingegliedert ist, und bietet Kindern und Jugendlichen ein variantenreiches Freizeitangebot.

Zwischen 6 und 26 Jahren sind die Besucher alt, die an fünf Tagen in der Woche ihre Zeit in der Villa Kunterbunt verbringen können. Die Mitarbeit an verschiedenen Projekten sowie Angebote rund um Musik, Sport und Ferienfreizeit bringen Abwechslung und Spannung in den Alltag. Zum Beispiel plant man, entsprechend den herbstlichen Gegebenheiten, für die anstehenden Ferien einen Drachenbastelkurs samt Flugstunde, oder bietet mit dem wöchentlichen Frauenfrühstück jungen Müttern und Mädchen Beratung und Hilfe an.

Mit Außenstellen in Heringen, Uthleben und Urbach sind die Falken auch außerhalb Nordhausens aktiv. In der Stadt selbst liegt die Villa Kunterbunt nahezu versteckt am Ende des Van-der-Foehr-Damms am Zorgeufer, verborgen hinter der grünen Wand des Stadtparks.
Diese wenig repräsentative Lage hat die „Falken“ aber nicht davon abgehalten sich auch anderweitig in der Stadt zu engagieren. In Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus und dem Schrankenlosverein wurde etwa die Bürgerzeitung „Büz“ auf die Beine gestellt, und mit der Aktion „Jugend gegen Rechtsextremismus in Nordhausen“ betrieben die Mitarbeiter, durch Besuche in der Gedenkstätte Mittelbau Dora und Zeitzeugengespräche, Aufklärungsarbeit. Beide Projekte waren Teil des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut- Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“.

Das kommende Straßenfest setzt einen vorläufigen Schlusspunkt unter das Engagement der Falken im Rahmen des Bundesprogramms, und wird voraussichtlich eine der letzten „Vielfalt tut gut“- Aktionen in diesem Jahr sein. Noch ist nicht klar, ob das Bundesprogramm, durch das in den vergangenen drei Jahren über 40 verschiedene Projekte unterschiedlichster Art in der Rolandsstadt realisiert werden konnten, ausläuft, fortgeführt wird oder durch andere Maßnahmen ersetzt wird.

Egal wie die Zukunft des Bundesprogramms aussehen mag, die Falken werden am kommenden Samstag auf jeden Fall noch ihr buntes Fest im Sinne von „Vielfalt tut gut“ feiern. Es liegt in der Natur der Sache, das selbstverständlich jeder, der gerne am Straßenfest teilnehmen möchte, herzlich willkommen ist. Der Eintritt ist frei, und auch gegen den Unbill des herbstlichen Wetters ist man gewappnet: sollte es regnen, wird man sich in die Villa Kunterbunt, oder das Festzelt auf dem Gelände der Falken, zurückziehen können.
Autor: agl

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