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Mo, 15:56 Uhr
15.03.2010

Fair und weltoffen

Die Stadtverwaltung Nordhausen will sich als faire und weltoffene Stadt präsentieren. Dazu wurde eine „Lokale Fairtrade Steuerungsgruppe“ auf der Grundlage eines Stadtratsbeschlusses gegründet, der die Teilnahme der Stadtverwaltung an der internationalen Kampagne „Fairtrade Towns“ vorsieht.


Die Steuerungsgruppe besteht aus Vertretern der Stadtratsfraktionen, des „Schrankenlos“ e.V., der Froebel Academy International GmbH und des Agenda 21- Büros der Stadt und kam Anfang März zu einem ersten Treffen zusammen. Dabei sei es kein Zufall, dass das Agenda 21-Büro der Stadt Nordhausen diese Aufgaben übertragen bekommen habe, sagt Gabriela Sennecke vom Agenda21-Büro der Stadtverwaltung und Leiterin der Steuerungsgruppe, denn ökologisches Bewusstsein, soziale Verantwortung und stabile Wirtschaftbeziehungen sowohl auf regionaler als auch globaler Ebene seien die Grundlage nachhaltigen Handelns.

Aufgabe der Steuerungsgruppe wird es nunmehr sein, die Zertifizierung der Stadt Nordhausen als „Fairtrade Town“ voranzutreiben. Dazu wurden gemeinsam ein Arbeitsplan und ein Aktionsprogramm entwickelt. Mit der Zertifizierung soll es jedoch nicht getan sein, Maßnahmen zur „Fairtrade-Stadt“ sollen koordiniert, neue Aktivitäten entwickelt sowie lokale Akteure einbezogen bzw. vernetzt werden.

So werden sich unter anderen der „Schrankenlos e.V.“ und weitere Partner mit einem Fairtrade-Imbissangebot am Aktionstag zur bundesweiten „Woche der Sonne“ am 8. Mai beteiligen. Die Stadtverwaltung Nordhausen wird, wie zahlreiche weitere Akteure, am 5. Juni zu dem von Studenten der Fachhochschule initiierten Fairtrade Kinder- und Familienfest „Spiel mit - gestalte Zukunft!“ auf dem Hohekreuzsportplatz mit einem Informationsstand zur Fairtrade-Kampagne dabei sein. Darüber hinaus sollen die Öffentlichkeitsarbeit zu dieser Thematik weiter intensiviert und der Prozess einer „Fairtrade-Stadt“ mit Leben erfüllt werden.
Autor: nnz

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Kommentare
Der Roland
15.03.2010, 17:12 Uhr
Leute,
habt Ihr nichts anderes zu tun? Da suchen Tausende Menschen irgendeine Arbeit, um zu überleben. Da wissen die Verwaltungen nicht mehr, wie sie ihre Mitarbeiter bezahlen, aber hier wird über Rettung der Welt gefuselt. Vielleicht klappt es dann ja doch mit den Zuwachszahlen für den Tourismus.

Nordhausen macht jede Mode mit:

Kinderfreundliche Stadt, Hochschulstadt, Fairtrade Stadt - habe ich was vergessen?

Und warum ziehen dann immer noch so viele weg?
Peppone
15.03.2010, 19:46 Uhr
Fair trade town Nordhausen
heißt aber auch, dass man regionale Produkte bei Anbietern kauft, die sozialversicherungspflichte Beschäftigungsverhältnisse schaffen und ihre Beschäftigten mit mehr als einem Euronen pro Stunde bezahlen. Mal sehen ob die Stadt in Zukunft ihre Stiefmütterchen beim Gärtner anstatt bei Lift kauft. Wer's glaubt wird wohl selig! In diesem Sinne, Amen.
Kreisbuerger
15.03.2010, 21:32 Uhr
fair bleiben
... so lange die Nordhäuser von solchen Problemen bewegt werden, scheint es den Bürgern ja recht gut zu gehen.

Viel eher denke ich aber, dass es Vielen schlichtweg egal sein dürfte, welchen "Titel" oder "Beinamen" sich Nordhausen noch so zulegen will. Wie "Hubertus" bereits treffend festgestellt hat - einheimische Produkte zu konsumieren oder zu nutzen, wird auf lange Sicht wirklich etwas bewegen und zwar in der eigenen Region, in der nicht nur "blühende Landschaften" vorherrschen.

Laut Aussage einiger Stadträte, soll der Kaffee (von Fairtrade) ja noch nicht einmal besonders gut schmecken. Wer weiss, wer sich bei solchen Projekten wirklich bereichert. Nachvollziehbar ist es doch kaum, ob die gut gemeinten Vorsätze tatsächlich umgesetzt werden und die Gelder auch dort ankommen, wofür sie ursprünglich geplant waren.
meiner meinung nach
16.03.2010, 08:00 Uhr
Weltoffenheit
erstens: der Kaffee von fairtrade schmeckt gut.
zweitens: regionale Produkte sind halt nicht zum Lidl-Preis zu haben, Qualität hat ihren Preis- und wenn diese Produkte nicht nachgefragt werden, dann werden sie auch nicht angeboten...

drittens: sollte es auch den Nordhäusern nicht egal sein ob irgendwo Kinder auf Plantagen ausgebeutet werden, damit bei uns der Kaffee für 3,99 das Pfund zu haben ist

viertens: Nordhausen hat mehr Weltoffenheit bitter nötig, es gibt immer noch viele Leute, die nicht begriffen haben, dass das ein "weicher" Standortfaktor ist, der darüber mitentscheidet ob sich die Leute hier wohlfühlen, hierbleiben, hier ihre Steuern zahlen, hier ihr Geld ausgeben.

Die Unfreundlichkeit, sei es auf manchen Ämtern, sei es in der Bibliothek oder sonst wo fällt vielen Zugezogenen auf (immerhin hat Nordhausen eine leicht positive Einwohnerbilanz)

fünftens: es wäre wünschenswert wenn der Südharzer "Tourismusverband" (es soll ja einen geben...) mal aus seinem Tiefschlaf erwachen würde...

...ein Zugezogener
bbs81
16.03.2010, 13:48 Uhr
ganz genau
*Ironie an*

Sie haben ja so recht meine lieben Mitbürger!
Was sollen uns die anderen in der Welt kümmern, wenn wir hier genug eigene Probleme haben, die wir natürlich nur mit Produkten aus der Region bekämpfen können. Ich finde auch, dass die Nordhäuser Bürger lieber Produkte der regionalen Baumwoll-, Kaffee-, Tee- und Bananenplantagen konsumieren sollten und nicht jene aus dem Ausland! Und erst Recht wenn der Fairtrade Kaffee eh nicht schmeckt!

Was bildet sich die Stadtverwaltung überhaupt ein, mal über die Stadt- bzw. Kreisgrenzen hinaus blicken zu wollen? So etwas geht ja nun echt nicht!
Was soll denn als nächstes Mode werden nach Kinderfreundliche Stadt, Hochschulstadt, Fairtrade Stadt? Vielleicht die Stadt der freundlichen, weltoffenen Bürger? Nein... sie haben vollkommen Recht, man muss nicht alles mitmachen.
Also ich wäre ja dafür eine große Mauer um die Region zu bauen um jegliche globalen Probleme von den Mitbürgern fernzuhalten. Ok, die könnte ja wieder abgerissen werden, wenn wir unsere eigenen gelöst haben!

*Ironie aus*

Also allen Ernstes, da versuchen einige Mitmenschen sich mal für die Armen auf der Welt einzusetzen und sofort kommen die ersten dummen Kommentare.... solch ein Verhalten kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

Wenn man sich mal die Mühe macht und sich mal die Produkte anschaut, die mit Fairtrade unterstützt werden sollen, der wird feststellen, dass die nicht einfach durch regionale Produkte ersetzt werden können. Natürlich ist es immer vernünftig und gut regionale Produkte anderen den Vorrang zu geben, keine Frage! Doch was bei Äpfeln und Gemüse noch funktioniert wird bei der Kaffee oder Bananen schon sehr schwierig. Jedenfalls hab ich noch keine Bananen- oder Kaffeeplantage in der goldenen Aue entdeckt.

Es dürfte doch jeden bewusst sein, dass die Bedürfnisse des modernen Konsumenten schon lange nicht mehr nur durch die eigene Region befriedigt werden kann.

Und was bitte ist daran denn so schlimm wenigstens mal einen Gedanken an die restlichen Menschen auf der Welt zu verlieren? Ich glaube es sollten sich mal einige bewusst werden, das die Welt nicht hinter der Grenze aufhört... dort leben auch noch Menschen!! Doch echt jetzt, können sie mir ruhig glauben!

Natürlich haben wir genug eigene Probleme, aber die werden ohne Fairtrade auch nicht weniger!

@"Kreisbürger"... nur weil einigen Stadträten der Kaffee nicht schmeckt heißt das noch lange nicht, dass dies allen Menschen so geht! Geschmäcker sind nun mal verschieden!

@"Der Roland"... also "Hochschulstadt" als "Mode" zu bezeichnen... wie kommen sie denn darauf? Die Hochschule in Nordhausen ist bestimmt nicht als kurzfristige Erscheinung aus lauter Lust und Laune gedacht, die bald wieder verschwindet! Und ganz bestimmt ist sie auch nicht zum Nachteil der Stadt.

In diesem Sinne einfach mal weniger meckern und mal mehr nachdenken!
Kreisbuerger
16.03.2010, 20:55 Uhr
… habe jetzt nachgedacht
Bananenesser haben es sicher schwerer … - wem es aber in erster Linie ums Obst geht, kann durchaus in heimischen Gefilden fündig werden.

Ich will hier gar nichts schlecht reden, aber akzeptieren Sie (bbs81), dass es eben auch Menschen gibt, die sich zuerst um sich selber und ihre Familie kümmern wollen, bevor sie sich den Problemen anderer zuwenden.

Das ist nicht „kleinkariert“ oder „egoistisch“, sondern dient in erster Linie der Selbsterhaltung. Auch ich finde es traurig, dass in manchen Ländern Kinder zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Elend gibt es aber leider überall auf der Welt und wer sich dafür einsetzen möchte, die Welt ein wenig gerechter und fairer zu machen, der soll das natürlich tun. Dann aber bitte freiwillig und aus eigenem Antrieb und nicht „von oben“ verordnet.

Wer hier eventuell über Lohndumping nachdenkt, braucht die Stadtgrenzen auch nicht wirklich zu verlassen. Ich weiß von Hungerlöhnen, jenseits der angestrebten Mindestgrenze. 3,30 € oder sogar 2,50 € sind leider zum Standard geworden. Fragen Sie solche Leute doch mal, welcher Kaffee denen lieber wäre.

Im Übrigen ist der oben genannte „Plantagenbesitzer“ Mitglied einer Partei, welche noch im Wahlkampf in großen Lettern verkündete: „Für faire Löhne“ und „Gegen Lohndumping“.
Ironie erkannt?

Wenn sich also Menschen für solche Projekte engagieren, dann kann ich das nur begrüßen, wenn sich aber eine Stadt, oder deren Stadträte per Beschluss an einem solchen „Projekt“ beteiligen, dann scheint es weniger um Hilfe oder Weitsicht (über Nordhausens Grenzen hinaus) zu gehen.

… da mal drüber nachgedacht?!
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