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Mo, 13:09 Uhr
15.03.2010

Gefahr für Mensch und Haustier

Gut jeder dritte erlegte und untersuchte Fuchs im Landkreis Nordhausen war 2009 mit dem so genannten kleinen Fuchsbandwurm infiziert. Das zeigte eine Untersuchung des Thüringer Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz in Bad Langensalza. Wie kann man sich also schützen?


2008 lag der Anteil infizierter Tiere bei 41 Prozent. Damit gab es zwar im vergangenen Jahr weniger erlegte Füchse, die durch den Darmparasiten erkrankt waren. Dennoch: „Diese Befallsraten geben Anlass dazu, auf diesen Darmparasiten und deren Infektionsgefahr für den Menschen hinzuweisen“, sagt Amtstierärztin Dr. Karin Mascher, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts des Landratsamtes Nordhausen.

Denn der kleine Fuchsbandwurm ist ein Darmparasit, der zwar vorwiegend beim Fuchs, aber auch bei Hunden und Katzen vorkommt. Die Eier des kleinen Fuchsbandwurmes werden über den Kot infizierter Tiere ausgeschieden. Sie können von Zwischenwirten – in erster Linie kleine Nager wie zum Beispiel Mäuse – aufgenommen werden. In seltenen Fällen können auch Menschen als Zwischenwirte erkranken. „In solchen Fällen verursachen Echinokokken (Finnen) eine Echinokokkose – eine chronische, prognostisch ernste Erkrankung. Vornehmlich werden Leber und Lunge befallen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit können 10 und 15 Jahre vergehen. Bei einer frühzeitigen Diagnose ist jedoch eine Heilung möglich“, so Dr. Karin Mascher.

„Menschen können sich beispielsweise über Lebensmittel wie Pilze, Pflanzen und Wildfrüchte infizieren, die mit Wurmeiern verunreinigt sind, aber auch, wenn sie hochgewirbelte Wurmeier zum Beispiel bei engem Kontakt mit Hund und Katze verschlucken. Möglich sind auch Schmierinfektionen über verunreinigte Hände.“

Um Infektionen zu vermeiden, sollten daher verschiedene Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. So sollten vorsorglich keine rohen Waldfrüchte wie Beeren, Pilze und Pflanzen gegessen werden. Gemüse, Salat und Beeren aus Freilandkulturen sowie Fallobst sollten vor dem Essen gründlich gewaschen und wenn möglich gekocht werden.

Selbst Einfrieren bei minus 20 °C führt nicht dazu, dass die Bandwurmeier abgetötet werden. Wer im Garten, auf dem Feld oder im Wald in der Erde arbeitet, sollte sich danach gründlich die Hände waschen. Wenn Hunde oder Katzen regelmäßig Mäuse und andere kleine Säuger fressen, sollte der Halter sie alle vier Wochen nach Anweisung des behandelnden Tierarztes entwurmen.

Speziell für Jäger gilt, dass sie erlegte Füchse, aber auch tot aufgefundene Tiere, nur mit Plastikhandschuhen anfassen und die Tiere für den Transport in Plastiksäcke verpacken sollten. Anschließend sind die Hände gründlich zu waschen. Wer Kontakt mit infizierten Füchsen, Hunden oder Katzen hatte oder häufig mit Füchsen umgeht, kann vorsorglich sein Blut untersuchen lassen, um eine eventuelle Infektion mit Eiern des Fuchsbandwurmes frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.
Autor: nnz

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