Mo, 10:46 Uhr
15.03.2010
Bohrungen bis auf 45 Meter
Der Erdfall am Feuerwehrtechnischen Zentrum vor 10 Tagen beschäftigt die Öffentlichkeit weiter. Aber auch die Experten. Die graben jetzt nach.
Die Erkundungsbohrungen nach dem Erdfall am Feuerwehrtechnischen Zentrum vor zehn Tagen werden noch bis auf 45 Meter Tiefe fortgeführt. Dann haben wir eine Mächtigkeit des Buntsandsteins nachgewiesen, die für eine Tragfähigkeit spricht, sagte heute Geotechniker Konrad Rose von der IHU – Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie. Und dann haben wir in relevanter Tiefe keine Hohlräume und keine auslaugungsfähigen Gesteine nachgewiesen. Konrad Rose betonte in der Besprechung mit Landrat Joachim Claus und weiteren Mitarbeitern verschiedener Fachbereiche des Landratsamtes erneut, dass es sich bei dem Erdfall um ein einzelnes Ereignis handelt. Das belegen auch Unterlagen der TLUG, der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Ein so genannter Laserscan der Umgebung zeigt keine Besonderheiten, keine weiteren Brucherscheinungen. Es gibt keine Hinweise auf weitere Erdfälle.
Heute Morgen ist die Bohrgesellschaft Rossla bei der Bohrung direkt neben dem Erdfall auf 35 Meter vorgedrungen und befindet sich dort noch immer im Buntsandstein. Bislang sind keine Hohlräume gefunden worden. Die nächsten Bohrungen werden im Laufe des Tages zeigen, wie weit der Buntsandstein noch reicht und ob bis 45 Meter Tiefe die Gipsschichten des Zechsteins beginnen. Buntsandstein ist nicht auslaugungsfähig, jedoch der Gips darunter – das heißt, Gipsgestein löst sich in Wasser auf, was die Substanz beeinflusst und – als ein Phänomen des Gipskarsts – zu Erdfällen führen kann.
Die Bohrungen haben bislang eine ganz normale Schichtenabfolge gezeigt, so Konrad Rose. In 16 Meter Tiefe hat der Buntsandstein die Kiesschichten abgelöst. Darunter lagert der Gips des Zechsteins, allerdings ist unklar, in welcher Tiefe der Gips beginnt. Auffällig an den bisherigen Bohrkernen sind die Meter 16 bis 22. Hier gibt es eine Zwischenkiesschicht im Buntsandstein, so Konrad Rose. Auch die Struktur des Buntsandsteins weiche in dieser Tiefe von der normalen ab. Das deutet darauf hin, dass es hier vielleicht vor mehreren 10.000 Jahren zu Bewegungen, Verwerfungen gekommen ist.
In Abstimmung mit allen Beteiligten legte Landrat Joachim Claus heute Morgen fest, dass es auf Empfehlung der IHU noch eine Schrägbohrung in den Erdfall hinein geben wird. Mit Hilfe von eingespültem Wasser wird untersucht, wie sich der eingeschüttete Kies in dem Erdloch verhält. Noch in dieser Woche soll nach Abschluss der Untersuchungen über die Sanierungsmaßnahmen entschieden werden. Auch langfristig werden mögliche Erdbewegungen mit Messmarken sowie mit Gipsmarken an den Wänden des betroffenen Gebäudes beobachtet.
Teile des Gebäudes des Feuerwehrtechnischen Zentrums sind inzwischen wieder freigegeben. Aufgrund der noch laufenden Untersuchungen und der geplanten Sanierungsmaßnahmen bitten die Mitarbeiter des Fachbereichs Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz Besucher des Geländes Am Salzagraben um vorherige Anmeldung.
Autor: nnzDie Erkundungsbohrungen nach dem Erdfall am Feuerwehrtechnischen Zentrum vor zehn Tagen werden noch bis auf 45 Meter Tiefe fortgeführt. Dann haben wir eine Mächtigkeit des Buntsandsteins nachgewiesen, die für eine Tragfähigkeit spricht, sagte heute Geotechniker Konrad Rose von der IHU – Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie. Und dann haben wir in relevanter Tiefe keine Hohlräume und keine auslaugungsfähigen Gesteine nachgewiesen. Konrad Rose betonte in der Besprechung mit Landrat Joachim Claus und weiteren Mitarbeitern verschiedener Fachbereiche des Landratsamtes erneut, dass es sich bei dem Erdfall um ein einzelnes Ereignis handelt. Das belegen auch Unterlagen der TLUG, der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Ein so genannter Laserscan der Umgebung zeigt keine Besonderheiten, keine weiteren Brucherscheinungen. Es gibt keine Hinweise auf weitere Erdfälle.
Heute Morgen ist die Bohrgesellschaft Rossla bei der Bohrung direkt neben dem Erdfall auf 35 Meter vorgedrungen und befindet sich dort noch immer im Buntsandstein. Bislang sind keine Hohlräume gefunden worden. Die nächsten Bohrungen werden im Laufe des Tages zeigen, wie weit der Buntsandstein noch reicht und ob bis 45 Meter Tiefe die Gipsschichten des Zechsteins beginnen. Buntsandstein ist nicht auslaugungsfähig, jedoch der Gips darunter – das heißt, Gipsgestein löst sich in Wasser auf, was die Substanz beeinflusst und – als ein Phänomen des Gipskarsts – zu Erdfällen führen kann.
Die Bohrungen haben bislang eine ganz normale Schichtenabfolge gezeigt, so Konrad Rose. In 16 Meter Tiefe hat der Buntsandstein die Kiesschichten abgelöst. Darunter lagert der Gips des Zechsteins, allerdings ist unklar, in welcher Tiefe der Gips beginnt. Auffällig an den bisherigen Bohrkernen sind die Meter 16 bis 22. Hier gibt es eine Zwischenkiesschicht im Buntsandstein, so Konrad Rose. Auch die Struktur des Buntsandsteins weiche in dieser Tiefe von der normalen ab. Das deutet darauf hin, dass es hier vielleicht vor mehreren 10.000 Jahren zu Bewegungen, Verwerfungen gekommen ist.
In Abstimmung mit allen Beteiligten legte Landrat Joachim Claus heute Morgen fest, dass es auf Empfehlung der IHU noch eine Schrägbohrung in den Erdfall hinein geben wird. Mit Hilfe von eingespültem Wasser wird untersucht, wie sich der eingeschüttete Kies in dem Erdloch verhält. Noch in dieser Woche soll nach Abschluss der Untersuchungen über die Sanierungsmaßnahmen entschieden werden. Auch langfristig werden mögliche Erdbewegungen mit Messmarken sowie mit Gipsmarken an den Wänden des betroffenen Gebäudes beobachtet.
Teile des Gebäudes des Feuerwehrtechnischen Zentrums sind inzwischen wieder freigegeben. Aufgrund der noch laufenden Untersuchungen und der geplanten Sanierungsmaßnahmen bitten die Mitarbeiter des Fachbereichs Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz Besucher des Geländes Am Salzagraben um vorherige Anmeldung.




