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Mi, 10:37 Uhr
10.03.2010

Mobile Krise

Der Verkehrsgewerbe in Thüringen befindet sich weiterhin in der Krise. Zu dieser Feststellung kommt die Erfurter Industrie- und Handelskammer. Nun seien drastische Einsparungen bei Fahrzeugen und beim Personal geplant....


Die steigende Nachfrage nach Rohöl hat in den vergangenen Wochen die Kraftstoffpreise wieder in die Höhe schnellen lassen. Unter der teils massiven Verteuerung leiden vor allem die Fuhrbetriebe, deren Lkw zwischen 30 und 35 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen und mehrere tausend Kilometer im Monat fahren.

Laut Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 100 Unternehmen des Verkehrsgewerbes in Nord- und Mittelthüringen ist die Stimmung in der Branche mehr als angespannt. „Die Wirtschaftskrise hat 2009 viele Firmen des Transportgewerbes hart getroffen. Trotz der konjunkturellen Erholung in der Industrie bleibt die Lage im Güterverkehr eher kritisch“, stellt Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser fest.

Auch zu Beginn des Jahres würden immer noch mehr als ein Drittel der Unternehmer ihre gegenwärtige Situation als schlecht bewerten. Die Kapazitäten seien nur gering ausgelastet, das Fracht- und Umschlagsvolumen bei 56 Prozent der Betriebe weiter gesunken. Auch die Ertragslage habe sich noch einmal deutlich verschlechtert.

„Inzwischen sind zahlreiche Firmen gezwungen, drastische Einsparungen bei Fahrzeugen und Personal vorzunehmen“, so Grusser. Knapp die Hälfte der Befragten arbeite bereits im Verlustbereich. Klarer Beleg dafür sei auch die neueste Insolvenzstatistik, wonach sich 2009 die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte.

„Ein Ende der Durststrecke ist in absehbarer Zeit noch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Jetzt droht den Unternehmern neues Ungemach von der
Preisfront“, warnt der IHK-Chef. Anziehende Kraftstoffpreise, die finanziellen Belastungen durch die Lkw-Maut und erweiterte Umweltzonen würden die Kosten der Betriebe zusätzlich in die Höhe treiben. Spielräume für dringend notwendige Investitionen in eine Erneuerung des Fuhrparks blieben da kaum und an Kredite sei in dieser Situation erst recht nicht zu denken. „Kein Wunder, dass die Pessimisten weiter in der Überzahl sind. Jeder zweite Firmenchef sieht für die Zukunft schwarz.“

Das Fazit des IHK-Hauptgeschäftsführers fällt deshalb ernüchternd aus: Auch in den kommenden Monaten werde das Verkehrsgewerbe wohl auf der Schattenseite der Konjunktur stehen.
Autor: nnz/kn

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