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Do, 12:01 Uhr
18.02.2010

Mehrere Tausend Euro

Ein warmer Geld-Regen ergießt sich heute für zwei soziale Projekte in Nordhausen. Mehrere Tausend Euro hat ein privater Spender zur Verfügung gestellt und die nnz kann wenigstens ein Geheimnis lüften...


Die Nordhäuser Tafel versorgt bedürftige Menschen der Region regelmäßig mit dem Nötigsten: Essen. Hierzu ist sie besonders auf Schenkungen von Lebensmittelbetrieben und auf Geldzuwendungen angewiesen, damit niemand in Nordhausen hungern muss. Überraschend erhielt die Tafel nun eine wichtige Finanzspritze. Richard Hentrich, Pfarrer der Nordhäuser Domgemeinde, überreichte Helga Rathenau, Vorsitzende der Nordhäuser Tafel, eine Geldspende in Höhe von 10.000 Euro.

Das Geld stammt von einem Nordhäuser Bürger, der aber unerkannt bleiben möchte. „Der Spender ist sich sicher, dass das Geld auf diese Weise bei den Bedürftigen ankommt, schließlich kennt er Frau Rathenau persönlich und hat vollstes Vertrauen, dass sie am besten wisse, wie das Geld sinnvoll verwendet werden kann“, übermittelte Pfarrer Hentrich den Wunsch des Spenders während der Übergabe.

Großzügige Spende (Foto: nnz-tv) Großzügige Spende (Foto: nnz-tv)

Dann zog der Geistliche weiter in Richtung Landratsamt. Dort erhielt Landtrat Joachim Claus (CDU) im Kampf um die Finanzierung der Nordhäuser Schulspeisung unerwartete Schützenhilfe. Es ist eine traurige Wahrheit: In Nordhausen gehen Kinder mit hungrigem Magen zur Schule und können sich daher nicht im Unterricht konzentrieren. Dem zuständigen Landratsamt sind die Hände gebunden. Zum einen ist der Landkreis selber finanziell nicht auf Rosen gebettet, zum anderen sieht die Schulspeisung einen finanziellen Eigenanteil rechtlich vor. Doch was nützt dies den Kindern, wenn die Eltern diesen Beitrag nicht leisten wollen oder können. Landrat Joachim Claus lässt daher keine Gelegenheit aus, um private Spender zur Finanzierung der Schulspeisung einzuwerben. Nun erhielt er unerwartete Unterstützung. Die zweiten 10.000 Euro kommen von den gleichen anonym bleibenen Spender.

„Das Geld solle entsprechend Kindern aller Schulen im Landkreis zugute kommen, die sonst von der Schulspeisung ausgeschlossen wären. Der Spender ist überzeugt, dass Landrat Claus das Geld an die richtigen Stellen weiterleitet“, so der Wunsch des Spenders, den Hentrich gern weitergab.
Autor: nnz

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Kommentare
Left of Life
18.02.2010, 16:45 Uhr
Das ist nicht der Grund
Es mag ja durchaus sein, dass dem Landratsamt die Hände gebunden sind, aber das ist niemals der Grund dafür, dass Kinder hungrig in die Schule gehen müssen. Der Grund ist der, dass viele Eltern ihren Kindern kein Essen mehr in ausreichendem Maße geben können, weil die Armut nicht nur in Nordhausen, sondern überall in Deutschland rapide zunimmt.

Nichts gegen die Spende und den Spender. Es ist eine schöne Geste und sie muss respektiert werden. Wer jedoch auf Dauer den Kindern helfen möchte, sollte helfen, die Armut und somit Hartz IV abzuschaffen.
Sonntagsradler 2
18.02.2010, 17:41 Uhr
Spende
alles schön und gut mit den Spenden und den Tafeln. Auf Dauer schadet es nur. Das verklickern Sie mal den Menschen, die nichts haben.
suedharzer
18.02.2010, 18:09 Uhr
faule Ausrede
Zumindest für diese Eltern, die ihre Kinder mit der Zigarette im Mund zur Schule bringen aber das Essensgeld schuldig bleiben (wie an vielen Schulen von Lehrern beobachtet) gilt die ach so bequeme Hartz IV-Ausrede nicht.

Auch Hartz IV Empfänger leben in der gleichen Eigenverantwortung wie alle, selber Prioritäten bei finanziellen Ausgaben zu setzen. Aber auch hier gilt (wie im Artikel richtig formuliert) „Doch was nützt dies den Kindern…“.

@sonntagsradler 2: fragen Sie mal die Kinder nach dem Essen, ob die Ihre Meinung teilen
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