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Do, 20:03 Uhr
04.02.2010

Fünf Jahre Zeit

Die LINKE des Landkreises Nordhausen hatte am Abend zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen. Damit geht der Reigen der Polit-Events zum Beginn des neuen Jahres zu Ende. Was bei den Linken geredet wurde? Hier finden Sie die Antwort.

Die LINKE zum Schluss (Foto: nnz) Die LINKE zum Schluss (Foto: nnz)

Neben dem Stargast des Abend, Bodo Ramelow, konnte die nnz auch Vertreter anderer demokratischer Parteien in Nordhausen ausmachen. Die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen der SPD und FDP, CDU und Bündnis 90/Grüne, Andreas Wieninger, Martin Höfer, Stefan Nüßle und Gisela Hartmann, aber auch die zweite Beigeordnete des Landkreises, Jutta Krauth (SPD) und Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), wurden gesehen.

Den Auftakt des Abend vollzog die Folkloregruppe „Schatz“, die neben etwas unbekannter Folklore natürlich auch das „Kalinka“ intonierte. Mitunter wurden da einige im Auditorium an die Zeiten der DSF erinnert. Für all die, die mit diesen drei Buchstaben nicht anzufangen wissen: Deutsch-Sowjetische Freundschaft.

Dann wurde nicht mehr gesungen, sondern geredet, viel geredet. Los ging es mit Rainer Bachmann, der das Verfehlen des Ziels bei den Kommunalwahlen attestierte. Anders sah es bei den Landtags- und Bundestagswahlen aus, hier hätte es fast die Überraschung in Form von zwei Direktmandaten gegeben. Auch hätte es Bachmann gern gesehen, wenn heute Bodo Ramelow als Ministerpräsident des Freistaates hätte begrüßt werden können.

Birgit Keller machte es sehr kurz und verwies auf die Dialektik zwischen Glück und Gesundheit am Beispiel der Passagiere der Titanic. Die neue Landtagsabgeordnete gab das Mikro schließlich weiter an Ramelow, der lyrisch mit einem Gedicht begann.

Ramelow (Foto: nnz) Ramelow (Foto: nnz)

Vor fast 20 Jahren war der Mann das erste Mal in Nordhausen und sprach als Gewerkschafter zu den Beschäftigten der HO im ehemaligen Parkschloss. Damals erhielten 2.000 Mitarbeiter die Kündigung ausgesprochen. In zwei Minuten war der Fraktionsvorsitzende im Landtag denn auch bei der Bürgermeisterstichwahl in Thüringen und der abgeschmetterten Vorlage der LINKE sowie einem KITA-Gesetz, dass die Kosten auf die Kommunen und die Eltern abwälze.

Weitere Themen des Frontmanns waren die „niedrigsten Löhne“ in Thüringen, die Forderung nach dem Mindestlohn, die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze und ein längeres gemeinsames Lernen. Letztlich ufert das alles aus in einen Politikwechsel und zu seiner Silberhochzeit will Ramelow gern als Ministerpräsident von Thüringen in Nordhausen begrüßt werden. Dafür haben Bodo Ramelow und die Genossen in Nordhausen jetzt noch viereinhalb Jahre Zeit. Zum Überbrücken dieser Zeit erhielt der Mann einen edlen Ingwer-Likör.

Zu dem Neujahrsempfang hatte sich aus FH-Präsident Prof. Jörg Wagner angesagt. Der musste sich entschuldigen lassen: Er ist heute zum dritten Mal Vater geworden, zum dritten Mal Vater einer Tochter.
Autor: nnz

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