Do, 15:34 Uhr
04.02.2010
Bündnisgrüne Nachlese
Zwei gewichtige Projekte für die Stadtregion standen u.a. auf der Tagesordnung des gestrigen Stadtrates: das Industriegebiet Goldene Aue und die europaweite Ausschreibung zur Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes. Heute reagieren die Bündnisgrünen zunächst auf das Industriegebiet.
Das Industriegebiet Goldene Aue lehnen die Bündnisgrünen von Beginn der Planungen ab. Versiegelung von 100 Hektar Ackerland im Zeitalter des menschheitsbedrohenden Klimawandels ist für Bündnis 90/Die Grünen nicht zu akzeptieren.
"Es ist an der Zeit, das für das Bauen von Großprojekten auf wertvollen landwirtschaftlichen Böden keine Fördermittel mehr gewährt werden. Fördermittel sollten für großflächige Ansiedlungen nur im Zusammenhang mit Beseitigung von Altlasten vergeben werden. Die Landwirtschaft kann und will auf ihre Flächen nicht verzichten und außerdem ist Flächenversiegelung kein Beitrag zum lokalen Klimaschutzprogramm", so Gisela Hartmann.
Der Erfolg des jahrelangen Widerstandes der Bürgerinitiative Goldene Aue und der Bündnisgrünen sowie von Einzelpersonen habe immerhin dazu geführt, dass der Krumbach und der Leimbach nicht mehr überbaut werden, sondern in ihrem ökologischen Wert erhalten bleiben würden. Der Hochwasserschutz sei aus Kostengründen immer noch am HQ100 orientiert, geplant, was im Extremfall Windehausen nicht schützen könne.
"Das Aussterben des Hamsters (Rote Liste) ist nicht so vergnüglich, wie das Gelächter der Stadtratsmitglieder zu diesem Tagesordnungspunkt vermuten ließ. Das Aussterben des Hamsters ist ein Indikator für die Gefährdung des ökologischen Gleichgewichts, und deshalb ist es von besonderer naturschutzrechtlicher Bedeutung für die Standortgenehmigung eines Industriegebietes."
Diese Bedrohung des Hamsters sollte der Verwaltung und den Politikern ihrer Verantwortung gemäß Anlass geben, zu Entscheidungen von gravierenden Planungen wie in der Goldenen Aue intensiver nachzufragen und nach weniger bedenklichen Lösungen zu suchen, empfehlen die Bündnisgrünen.
Zur Zeit verfüge der Stadtrat nur über zwei bündnisgrüne Stimmen. Da gelte es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um Entscheidungen im Stadtrat zu mehr Nachhaltigkeit im Interesse heutiger und kommender Generationen im Südharz mehrheitlich zu beschließen, so Gisela Hartmann abschließend
Autor: nnzDas Industriegebiet Goldene Aue lehnen die Bündnisgrünen von Beginn der Planungen ab. Versiegelung von 100 Hektar Ackerland im Zeitalter des menschheitsbedrohenden Klimawandels ist für Bündnis 90/Die Grünen nicht zu akzeptieren.
"Es ist an der Zeit, das für das Bauen von Großprojekten auf wertvollen landwirtschaftlichen Böden keine Fördermittel mehr gewährt werden. Fördermittel sollten für großflächige Ansiedlungen nur im Zusammenhang mit Beseitigung von Altlasten vergeben werden. Die Landwirtschaft kann und will auf ihre Flächen nicht verzichten und außerdem ist Flächenversiegelung kein Beitrag zum lokalen Klimaschutzprogramm", so Gisela Hartmann.
Der Erfolg des jahrelangen Widerstandes der Bürgerinitiative Goldene Aue und der Bündnisgrünen sowie von Einzelpersonen habe immerhin dazu geführt, dass der Krumbach und der Leimbach nicht mehr überbaut werden, sondern in ihrem ökologischen Wert erhalten bleiben würden. Der Hochwasserschutz sei aus Kostengründen immer noch am HQ100 orientiert, geplant, was im Extremfall Windehausen nicht schützen könne.
"Das Aussterben des Hamsters (Rote Liste) ist nicht so vergnüglich, wie das Gelächter der Stadtratsmitglieder zu diesem Tagesordnungspunkt vermuten ließ. Das Aussterben des Hamsters ist ein Indikator für die Gefährdung des ökologischen Gleichgewichts, und deshalb ist es von besonderer naturschutzrechtlicher Bedeutung für die Standortgenehmigung eines Industriegebietes."
Diese Bedrohung des Hamsters sollte der Verwaltung und den Politikern ihrer Verantwortung gemäß Anlass geben, zu Entscheidungen von gravierenden Planungen wie in der Goldenen Aue intensiver nachzufragen und nach weniger bedenklichen Lösungen zu suchen, empfehlen die Bündnisgrünen.
Zur Zeit verfüge der Stadtrat nur über zwei bündnisgrüne Stimmen. Da gelte es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um Entscheidungen im Stadtrat zu mehr Nachhaltigkeit im Interesse heutiger und kommender Generationen im Südharz mehrheitlich zu beschließen, so Gisela Hartmann abschließend

