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Do, 15:43 Uhr
10.12.2009

Hochwasserschutz für Sundhausen

Mit einem symbolischen Baggeraushub an der Helme startete heute das Vorhaben zum Schutz von Sundhausen und des Gewerbegebietes „An der Helme“ vor Hochwasser. Gebaut wurde noch nicht, aber es waren wichtige Menschen an Ort und Stelle...

Angebaggert (Foto: nnz) Angebaggert (Foto: nnz)

Zu den wichtigen Menschen zählte der Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz (CDU), gemeinsam mit dem Präsidenten der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG), Rainer Hoffmann, Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), Vertreter des Landesverwaltungsamtes, Landtagsabgeordnete und Gewerbetreibende.

Die Geschichte von Sundhausen sei schon immer auch von Hochwasserereignissen geprägt gewesen, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und belegte dies mit bekannten Beispielen aus der Sundhäuser Geschichte. So habe es bereits am 29. Mai 1613 furchtbare Überschwemmungen gegeben, die großen Schaden anrichteten. Weitere Hochwasser seien aus den Jahren 1655, 1689, 1906 und 1950 bekannt. Das letzte große Hochwasser war im Jahr 1998. Nur durch den engagierten Einsatz der Feiwilligen Feuerwehren konnten größere Schäden in der Ortslage von Sundhausen vermieden werden.

Reinholz, Rinke (Foto: nnz) Reinholz, Rinke (Foto: nnz)

In Auswertung des Hochwasserereignisses vom Dezember 2002 und Frühjahr 2003 wurde für die Ortslage Sundhausen ein Abflussvermögen von ca. 40 m³/s ermittelt. Das wiederum entspricht - statistisch gesehen - lediglich einem zehnjährigen Hochwasser. „Da dieser Hochwasserschutz völlig unzureichend ist, haben wir als Stadtverwaltung Nordhausen, die Entscheidung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, das ortsansässige Ingenieurbüro Meinecke mit der Planung zum Hochwasserschutz der Ortslage Sundhausen und des Gewerbegebietes 'An der Helme' zu beauftragen, sehr begrüßt“, so die Oberbürgermeisterin.

Der Hochwasserschutz der Ortslage Sundhausen und des Gewerbegebietes „An der Helme“ ist nur ein Teil des Vorhabens. „Aus meiner Tätigkeit als Verbandsvorsitzende des Gewässerunterhaltungsverbandes „Harzvorland“, weiß ich, dass heute nicht mehr nur Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden können, sondern es müssen auch die maßgeblichen Ziele einer Gewässerentwicklung im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie beachtet und umgesetzt werden“, sagte Frau Rinke. So wurden umfangreichen Bestandsanalysen zum Gewässerzustand und zur Verbesserung der Gewässerstruktur oberhalb und unterhalb der bebauten Ortslage durchgeführt.

Ziel der Maßnahme sei es, die bebauten Teile der Ortslage Sundhausen und des Gewerbegebietes „An der Helme“ für ein Hochwasser mit einem statistischen Wiederkehrintervall von 100 Jahren mit dem Bau eines sogenannten Flutungspolders zu schützen, erklärte der Präsident der TLUG. In diesen Polder wird bei hohen Abflüssen in der Helme Wasser gezielt abgeleitet und zurückgehalten. Die Füllung des Polders mit einem Volumen von 420.000 Kubikmetern dauere ca. 13 Stunden.

Nach Rückgang des Hochwassers wird der Polder über ein Siel in die Helme entleert. Der Polder könne darüber hinaus, wenn er nicht geflutet werde, auch ackerbaulich genutzt werden. Zusätzlich zum Bau des Polders werden die vorhandenen Deiche im Bereich des Gewerbegebietes „An der Helme“ und in Sundhausen instand gesetzt und geringfügig erhöht. Gleichfalls wird in Sundhausen die Fußgängerbrücke, die mit ihren Pfeilern das größte Abflusshindernis darstellt, neu gebaut.
Autor: nnz

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