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Sa, 07:23 Uhr
21.11.2009

Speziell für Kinder

Bellender Husten, Halsschmerzen oder laufende Nase - bis zu zehn Mal fangen sich Kinder pro Jahr Erkältungen ein. Gerade in den kalten und nassen Monaten häufen sich solche Erkrankungen. Bei der Behandlung des Nachwuchses sollten Eltern allerdings nicht zu den eigenen Medikamenten greifen, raten Thüringens Apothekerinnen und Apotheker.


Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. "Eltern sollten bei Erkältungen ihrer Kinder Arzneimittel verwenden, für die es Erfahrungen bei der kindlichen Anwendung gibt", sagt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin im Landkreis Nordhausen. Schon alleine bei den Darreichungsformen gebe es besondere Anforderungen: "Säfte oder Zäpfchen eignen sich beispielsweise gut für die Kleinen. Tabletten und Kapseln dagegen können oft nicht geschluckt werden", so Garke weiter.

Generell rät Garke Eltern, Medikamente bei Kindern nicht ohne Absprache mit dem Arzt oder Apotheker anzuwenden. Denn einige gängige Arzneimittel, die Erwachsenen bei grippalen Infekten empfohlen werden, sind für Kinder nicht geeignet und können schlimmstenfalls sogar schaden. "Fieberhafte Infekte bei Kindern sollten beispielsweise nicht mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure behandelt werden, der von vielen Erwachsenen oft genommen wird. Denn das Arzneimittel, das auch unter dem Namen ASS bekannt ist, kann bei Kindern zu einer seltenen Erkrankung von Leber und Gehirn, dem so genannten Reye-Syndrom, führen", so Garke.

Auch Präparate, die mehrere Wirkstoffe miteinander kombinieren, sind für Kinder tabu: "Meist enthalten diese Produkte ein Schmerz- und Fiebermittel sowie Substanzen zum Abschwellen der Nase, zum Hustenstillen oder Einschlafen", sagt Garke. Diese Substanzen sind teilweise nicht für Kinder geeignet.

"Pflanzliche Hustentropfen enthalten meist alkoholische Auszüge aus Thymian, Efeu oder Primelwurzel und sollten Kindern wegen des Alkoholgehalts eher nicht gegeben werden", rät Garke. "Säfte dagegen eignen sich gut für die Kleinen." Vorsicht ist zudem bei ätherischen Ölen geboten, die in Balsamen, Ölen und Bädern vorkommen. Denn Kampfer-, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl können gerade bei den Kleinsten Atemnot und Krämpfe auslösen. Eine Anwendung wird daher erst ab dem dritten Lebensjahr empfohlen.

Weil das Immunsystem noch nicht so "erfahren" ist, sind Kinder besonders anfällig für Angriffe von Viren und Bakterien. Allerdings: "Jeder Infekt trainiert das Immunsystem", erklärt Garke. "Denn der Körper muss sich bei einer Infektion mit den Keimen auseinandersetzen und wird dadurch immun, d.h. stärker." Oft klinge die Erkältung sogar von selbst wieder ab.

Garke rät Eltern, bei Erkrankungen auf den Allgemeinzustand des Nachwuchses zu achten. Solange die Kinder essen und trinken und zufrieden wirken, bestehe meist kein Anlass zur Sorge. Wirkt das Kind dagegen schlapp und müde und hat keinen Appetit, sollte ein Arzt aufgesucht werden, so Garke.

Bei Fragen zu Kinderkrankheiten und deren Behandlung sind Thüringens Apotheken eine ideale Anlaufstelle. "Durch den von den Apotheken sichergestellten Nacht- und Notdienst können Eltern sogar rund um die Uhr, sieben Tage die Woche pharmazeutischen Rat einholen", so Garke.
Autor: nnz

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