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Do, 21:54 Uhr
31.10.2002

nnz-Kinotipp: "Horror zu Halloween"

Nordhausen (nnz). Da ja nun Halloween auch in Deutschland Fuß gefaßt hat, ist es nur zu verständlich, das die Filmindustrie uns in diesem Jahr einen echten Horrorklassiker zum Gruselfest bescheren. Welcher das ist, lesen Sie unter MEHR.


Nachdem wir hier im Osten irgendwie über Jahrzehnte hinweg durch die Rote Armee besetzt waren, hat dieser oder jener Bürger des vergangenen Staates eine oder mehrere Anekdoten mit den "Roten Brüdern" erlebt. Diese hielten sich aber meist in Grenzen, weil die jungen Soldaten hier fern ihrer Heimat fast gar keine Freiheiten hatten - außer vielleicht sich mal so richtig zu betrinken und dann ein wenig mit einem großen LKW auch Panzer durch die Gegend zu fahren. Übrigens wurden diese Taten immer sehr hart bestraft.

Der Film "Army Go Home!" nun zeigt uns - auf humoristische (??) Weise - den Alltag der amerikanischen Besatzungstruppen so ca. zur Zeit der Wende in Deutschland. Und da ging es scheinbar zu wie im Tollhaus: Partys ohne Ende, dazu wurde ein florierender Drogenhandel aufgebaut, von dessen Effizienz heutige Crack-Dealer nur träumen können, und es werden Waffen - oh bitter böse Anspielung - an zukünftige islamische Fundamentalisten verkauft. Zum Freundschaftspreis, versteht sich. Und mit einem Panzer werden auch gleich mal ein paar deutsche Vorgärten und Autos in eine quasi serbisch-kroatische Nachkriegskulisse verwandelt. Schön, schön.

Wenn man nun bedenkt, das ein großer Teil der amerikanischen Soldaten noch heute auf Stützpunkten in (glücklicherweise meist West-) Deutschland leben und "arbeiten", kann einem schon Angst und Bange werden um die eigene Sicherheit hier mitten in Europa. Doch zum Glück - es ist alles nur Kintopp!! So stellt man sich in einer deutsch-britisch-amerikanischen Koproduktion eben den Alltag der GI's hier vor. Was will man mehr?!?!

Nun, es ist eben Halloween, und der Deutsche möchte es dem Ami gleichtun und sich gruseln. Da ist dieser Film eine echt gute Empfehlung. Denn - obwohl als Komödie geplant - geht diese Armeeposse mächtig auf den Docht und schließlich auch auf den Magen, und beim Gruseln ist ja schließlich ähnlich, meint
Dirk Daniel

Übrigens ist Halloween ja ein typisch Nordhäuser Fest, denn zur Begrüßung sagt der aufgeklärte Nordhäuser eben "Hällo - wie'en?"
Autor: nnz

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