Do, 08:23 Uhr
23.04.2009
Arbeit mit der Gewerkschaft
15 Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich Untertagebau der Schachtbau Nordhausen GmbH fahren seit einigen Monaten ins benachbarte Eichsfeld. Was sie dort noch bis Jahresende zu tun haben, das hat jetzt die nnz erfahren...
Unmittelbar bei der Gemeinde Hüpstedt befanden sich einst zwei Kaliwerke: die Gewerkschaft Hüpstedt/Beberstedt und die Gewerkschaft Felsenfest. Von den Kaliwerken und den dazugehörigen Schächten ist nichts mehr zu sehen. Sie wurden in den Jahren 1910/1911 geteuft und bereits 1924 wieder stillgelegt. Ab 1930 hatten die damaligen Besitzer die bis zu 880 Meter tiefen Schächte absaufen lassen.
Ab 1990 ist der Freistaat Thüringen für diese Schächte verantwortlich. Das zuständige Landesbergamt beobachtet regelmäßig. Dabei wurden in den zurückliegenden Jahren so genannte Ausbrüche registriert, von denen jedoch keine unmittelbare Gefahr ausging. Mittelfristig bestand jedoch die Notwendigkeit, die Schächte dauerhaft zu verwahren.
Von links: Anschläger Axel Höhnl, verdeckt Wolfgang Grundmann, Drittelführer Thomas Standke
Da aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im vergangenen Jahr Fördergelder zur Verfügung standen, wurden Sicherungsarbeiten für diese beiden Schächte ausgeschrieben. Neben vier anderen Unternehmen beteiligte sich auch die Schachtbau Nordhausen GmbH am Verfahren und konnte die Ausschreibung gewinnen. Seit dem vergangenen Jahr, mit dem Start des ersten Teilauftrags, wurden insgesamt 40.000 Tonnen Hartsteinschotter aus dem Unterberg bei Ilfeld in die Röhren verfüllt. Das waren bis zu 1.500 Tonnen pro Tag.
Jetzt haben unsere Mitarbeiter mit dem zweiten Abschnitt der Arbeiten begonnen. In beide Schächte bauen sie in einer Tiefe von rund 100 Meter eine Dichtung aus Ton ein. Die verhindert künftig, dass salzhaltige Wässer in das Grundwasser gelangen können, erläutert der Abteilungsleiter Bergbau Michael Seifert und bedankt sich in Richtung der Gemeinde Hüpstedt und der Einwohner für das gute Baustellenklima sowie das Verständnis für die notwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Belästigungen.
Bis Ende dieses Jahres haben die Schachtbauer im Eichsfeld zu tun. Es ist das traditionelle Betätigungsfeld des Nordhäuser Unternehmens. Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die Nordhäuser Spezialisten 21 große Kalischächte in Deutschland endgültig verwahrt. Es war eine strategisch richtige Entscheidung, in Nordhausen das Know-how, das Fachwissen, die Erfahrung und die Hingabe zu den Spezialdienstleistungen im Bergbau zu erhalten und zu pflegen. Gerade die jüngste Entwicklung im Rohstoffsektor, die in Deutschland und darüber weltweit zu registrieren ist, gibt der damaligen Entscheidung in der Geschäftsleitung der Schachtbau Nordhausen GmbH recht.
Autor: nnzUnmittelbar bei der Gemeinde Hüpstedt befanden sich einst zwei Kaliwerke: die Gewerkschaft Hüpstedt/Beberstedt und die Gewerkschaft Felsenfest. Von den Kaliwerken und den dazugehörigen Schächten ist nichts mehr zu sehen. Sie wurden in den Jahren 1910/1911 geteuft und bereits 1924 wieder stillgelegt. Ab 1930 hatten die damaligen Besitzer die bis zu 880 Meter tiefen Schächte absaufen lassen.
Ab 1990 ist der Freistaat Thüringen für diese Schächte verantwortlich. Das zuständige Landesbergamt beobachtet regelmäßig. Dabei wurden in den zurückliegenden Jahren so genannte Ausbrüche registriert, von denen jedoch keine unmittelbare Gefahr ausging. Mittelfristig bestand jedoch die Notwendigkeit, die Schächte dauerhaft zu verwahren.
Von links: Anschläger Axel Höhnl, verdeckt Wolfgang Grundmann, Drittelführer Thomas Standke
Da aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im vergangenen Jahr Fördergelder zur Verfügung standen, wurden Sicherungsarbeiten für diese beiden Schächte ausgeschrieben. Neben vier anderen Unternehmen beteiligte sich auch die Schachtbau Nordhausen GmbH am Verfahren und konnte die Ausschreibung gewinnen. Seit dem vergangenen Jahr, mit dem Start des ersten Teilauftrags, wurden insgesamt 40.000 Tonnen Hartsteinschotter aus dem Unterberg bei Ilfeld in die Röhren verfüllt. Das waren bis zu 1.500 Tonnen pro Tag.
Jetzt haben unsere Mitarbeiter mit dem zweiten Abschnitt der Arbeiten begonnen. In beide Schächte bauen sie in einer Tiefe von rund 100 Meter eine Dichtung aus Ton ein. Die verhindert künftig, dass salzhaltige Wässer in das Grundwasser gelangen können, erläutert der Abteilungsleiter Bergbau Michael Seifert und bedankt sich in Richtung der Gemeinde Hüpstedt und der Einwohner für das gute Baustellenklima sowie das Verständnis für die notwendigen Arbeiten und die damit verbundenen Belästigungen.
Bis Ende dieses Jahres haben die Schachtbauer im Eichsfeld zu tun. Es ist das traditionelle Betätigungsfeld des Nordhäuser Unternehmens. Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die Nordhäuser Spezialisten 21 große Kalischächte in Deutschland endgültig verwahrt. Es war eine strategisch richtige Entscheidung, in Nordhausen das Know-how, das Fachwissen, die Erfahrung und die Hingabe zu den Spezialdienstleistungen im Bergbau zu erhalten und zu pflegen. Gerade die jüngste Entwicklung im Rohstoffsektor, die in Deutschland und darüber weltweit zu registrieren ist, gibt der damaligen Entscheidung in der Geschäftsleitung der Schachtbau Nordhausen GmbH recht.




