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Fr, 14:35 Uhr
13.02.2009

nnz-Forum: Mehr Schulden für alle

Der Bundestag hat soeben das „Konjunkturpaket II“ und damit eine unvorstellbar hohe Neuverschuldung für jeden Bürger beschlossen. Ein Leser möchte im Forum der nnz ganz kurz auf zwei Aspekte eingehen, über die die Großkoalitionäre ungern reden...


Das Paket stellt ca. 18 Mrd. Euro für Infrastrukturinvestitionen bereit. Davon werden bis zu 50 % in den Planungs- und Verwaltungsebenen stecken bleiben und nicht im wünschenswerten Schul- oder Straßenbau landen. Also hier allein ca. 9 Mrd. Euro neue Schulden für die Arbeit auf Ämtern und Behörden. Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/autobahnbau_aid_105732.html

Die schon jetzt legendäre Abwrackprämie kostet 1,5 Mrd. Euro und kurbelt den Absatz meist ausländischer Kleinwagen nachweislich an. Jedoch handelt es sich hier lediglich um Vorzieheffekte. Es werden doch keine zusätzlichen Autos gekauft, sondern sowieso geplante Anschaffungen vorgezogen. Außerdem schätzt das zuständige Bafa lt. FAZ vom 12.02.2009 S. 15 die entstehenden Verwaltungskosten auf bis zu ein Viertel der 1,5 Mrd. Diese Verwaltungskosten werden von der Gesamtsumme abgezogen und stehen nicht für die Verschrottungssubvention zur Verfügung.

Wenn schon Schulden gemacht werden, um die Konjunktur zu stützen, dann doch besser zur stärkeren Anhebung des Grundfreibetrages und zur Senkung des Eingangsteuersatzes. Davon profitieren vor allem die Bezieher kleinerer Einkommen. Die hätten dann Monat für Monat etwas mehr Netto. Das Geld würde erfahrungsgemäß vor allem in den örtlichen Einzelhandel, zum Bäcker, Fleischer oder Friseur um die Ecke fließen. Vielleicht bliebe auch noch etwas übrig für den einen oder anderen Auftrag an den heimischen Handwerker.

Eine solche Maßnahme hätte also eine nachhaltige Wirkung und nicht nur den kurzfristigen Vorzieheffekt der Autokaufsubvention. Sie würde Arbeitsplätze vor Ort sichern! Außerdem nützt mehr Netto allen und nicht nur denen, die gerade ein passendes Gefährt zum Verschrotten haben. Die Verwaltungskosten für Steuersenkungen gehen gegen Null. Das Geld käme also fast vollständig beim Konsumenten an, ohne in der Bürokratie zu versickern.
Steffen Liesegang, FDP Werther
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
altmeister
14.02.2009, 09:17 Uhr
Geldgeschenke
Es ist immer das gleiche. Die Kleinen müssen für alles bezahlen.

Haben unsere doch so schlauen Bänker und Manager so richtig Mist gebaut, die weltweite Autoindustrie das "Weiterdenken" vergessen-egal, wir haben doch die Kunjunkturpakete.

Hat sich einer der Ottonormalverbraucher bei seiner Kreditaufnahme für sein Häuschen auf seinen Arbeitsplatz verlassen, kann er sicher sein-ist er doch mal arbeitslos so ist er nach einem Jahr Arbeitslosenzeit trotz vielleicht 30 Jahren Arbeit nicht mehr wert als ein Mitmensch, der noch nie gearbeitet hat.

Da kommt auch kein Politiker und gibt ihm eine Geldspritze, sagt ihm daß sein Kredit, wie eine der peinlichen Superspekulationen der Großen, auf eine Bad-Bank umgelegt wird.

Daher sind die Aussagen des Herr Liesegang nur richtig. Wann wird der Binnenmarkt gestärkt, wann hat auch der "Kleine" etwas Greifbares außer der Tatsache, daß der Schuldenberg durch seine immer weiter steigenden Steuern finanziert werden muß?
Steuerzahler
15.02.2009, 14:54 Uhr
..ist das glaubhaft??
....das mag schon stimmen Herr Liesegang....

Was mich nur etwas nachdenklich macht, ist die Tatsache, daß die FDP, die sie ja offensichtlich vertreten, von den letzten 40 Jahren Bundesrepublik nun immerhin ca. 30 Jahre in Regierungsverantwortung waren. In dieser Zeit ist die Partei weder durch Seuersenkungen noch durch andere Wohltaten für den Steuerzahler aufgefallen. Eher im Gegenteil! Und keiner sollte Ihren Slogan "Wir sind die Partei der Besserverdienenden", gerade im Hinblick auf zu erwartende Wahlereignisse in Zeiten wie diesen,vergessen.
Ihre Partei ist gegen den gesetzlichen Mindestlohn für Arbeiter. Warum??? Ihre Klientel( z.B.Anwälte, Steuerberater, Architekten, Ärzte usw.) sind ja durch Honorarordnungen gesetzlich geschützt. Wo ist da ihr Aufschrei nach Wettbewerb???

Nun es sprengt sicher den Rahmen ob, das von Ihnen favorisierte Kapitalismusmodell(also möglichst ohne staatlichen Eingriff) wirklich zukunftsfähig ist.

Ich glaube es nicht, wie außer Kontrolle geratene Banker ja eindrucksvoll beweisen.

Na schauen wir mal....
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