Fr, 10:31 Uhr
06.02.2009
Noch in diesem Jahr?
Seit mehreren Jahren wird im Landkreis Nordhausen mal mehr, mal weniger kontrovers über einen Naturpark Südharz gesprochen und diskutiert. Die Frage bleibt: Wann kommt der Park, von dem sich einige Diskutanten herausragende Impulse versprechen.
Egon Primas ist ein Politiker, der auf verschiedenen Sälen tanzt. Mal im Kreistag, mal im Landtag. Das erweitert den Horizont, schafft Räume für Meinungsbildung. Dass der Christdemokrat von Anfang an ein glühender Verfechter eines Naturparks Südharz war, kann nicht unbedingt behauptet werden.
Jetzt jedenfalls begrüßt der Mann einen solchen Naturpark und würde sich freuen, wenn der zur Marke etabliere, mit der für die gesamte Region geworben werden kann. Doch nicht nur die Landespolitik ist gefragt, auch die Kommunen, die sich im Revier des Naturparks befinden. Sie müssen laut Primas dann auch attraktive Angebote machen. Nur so könne der Naturpark ein touristisches Instrument werden.
Wichtig für Primas ist die Tatsache, dass es innerhalb des künftigen Reviers keinerlei Eigentumsbeschränkungen geben darf. Wenn das gewährleistet ist, könne es aus der Sicht des Landtagsabgeordneten noch im ersten Halbjahr 2009 die Ausweisung des Naturparks durch die Landesregierung geben.
Wie Primas hatte auch die regionale Wirtschaft so ihre Problemchen mit einem solchen Schutzgebiet. Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) hatte sich mehrfach mit dem Thema beschäftigt, nach dem bei der ersten Vorstellung doch einige Konfusion in den Reihen der Unternehmer herrschte. Der NUV-Vorstand hatte sich im vergangenen Jahr einen Vertreter des hiesigen Tourismusverbandes eingeladen und die Konzeption des künftigen Naturparks diskutiert, bestätigt Dr. Niels Neu vom Vorstand.
In dem vorgestellten und diskutierten Entwurf waren keinerlei Verbotsparagraphen enthalten – eine Forderung der Wirtschaft der Region. Der NUV, der über 100 Unternehmen vertritt, sieht jetzt, nach der Phase der Vorbereitung durchaus auch Chancen für eine weitere touristische Entwicklung, die die Region des Südharzes dringend braucht.
Dr. Neu zeigte sich gegenüber der nnz erfreut hinsichtlich der Tatsache, dass der Unternehmerverband rechtzeitig und umfassend in den Prozess der Meinungsbildung eingebunden wurde und das Bedenken sowie Hinweise aus der Wirtschaft aufgenommen und in den Entwurf mit eingearbeitet wurden.
In § 27 des Bundesnaturschutzgesetztes wird festgelegt, dass Naturparks einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende, großräumige Gebiete und auf überwiegender Fläche Landschafts- oder Naturschutzgebiete sind, eine große Arten- und Biotopenvielfalt aufweisen und eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen. In Naturparks wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt und sie sollen wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen besonders für die Erholung und für nachhaltigen Tourismus geeignet sein.
Die zugrundeliegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung, deshalb ist die Akzeptanz und die Beteiligung der Bevölkerung am Schutz der Kulturlandschaft und Natur sehr wichtig. Dabei sollen der Schutz der Natur und die Bedürfnisse von Erholungssuchenden so verknüpft werden, dass beide Seiten davon profitieren: nachhaltiger Tourismus mit Respekt vor dem Wert der Natur und Landschaft stehen im Vordergrund. Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen.
Autor: nnzEgon Primas ist ein Politiker, der auf verschiedenen Sälen tanzt. Mal im Kreistag, mal im Landtag. Das erweitert den Horizont, schafft Räume für Meinungsbildung. Dass der Christdemokrat von Anfang an ein glühender Verfechter eines Naturparks Südharz war, kann nicht unbedingt behauptet werden.
Jetzt jedenfalls begrüßt der Mann einen solchen Naturpark und würde sich freuen, wenn der zur Marke etabliere, mit der für die gesamte Region geworben werden kann. Doch nicht nur die Landespolitik ist gefragt, auch die Kommunen, die sich im Revier des Naturparks befinden. Sie müssen laut Primas dann auch attraktive Angebote machen. Nur so könne der Naturpark ein touristisches Instrument werden.
Wichtig für Primas ist die Tatsache, dass es innerhalb des künftigen Reviers keinerlei Eigentumsbeschränkungen geben darf. Wenn das gewährleistet ist, könne es aus der Sicht des Landtagsabgeordneten noch im ersten Halbjahr 2009 die Ausweisung des Naturparks durch die Landesregierung geben.
Wie Primas hatte auch die regionale Wirtschaft so ihre Problemchen mit einem solchen Schutzgebiet. Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) hatte sich mehrfach mit dem Thema beschäftigt, nach dem bei der ersten Vorstellung doch einige Konfusion in den Reihen der Unternehmer herrschte. Der NUV-Vorstand hatte sich im vergangenen Jahr einen Vertreter des hiesigen Tourismusverbandes eingeladen und die Konzeption des künftigen Naturparks diskutiert, bestätigt Dr. Niels Neu vom Vorstand.
In dem vorgestellten und diskutierten Entwurf waren keinerlei Verbotsparagraphen enthalten – eine Forderung der Wirtschaft der Region. Der NUV, der über 100 Unternehmen vertritt, sieht jetzt, nach der Phase der Vorbereitung durchaus auch Chancen für eine weitere touristische Entwicklung, die die Region des Südharzes dringend braucht.
Dr. Neu zeigte sich gegenüber der nnz erfreut hinsichtlich der Tatsache, dass der Unternehmerverband rechtzeitig und umfassend in den Prozess der Meinungsbildung eingebunden wurde und das Bedenken sowie Hinweise aus der Wirtschaft aufgenommen und in den Entwurf mit eingearbeitet wurden.
Zum Hintergrund:
In § 27 des Bundesnaturschutzgesetztes wird festgelegt, dass Naturparks einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende, großräumige Gebiete und auf überwiegender Fläche Landschafts- oder Naturschutzgebiete sind, eine große Arten- und Biotopenvielfalt aufweisen und eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen. In Naturparks wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt und sie sollen wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen besonders für die Erholung und für nachhaltigen Tourismus geeignet sein.
Die zugrundeliegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung, deshalb ist die Akzeptanz und die Beteiligung der Bevölkerung am Schutz der Kulturlandschaft und Natur sehr wichtig. Dabei sollen der Schutz der Natur und die Bedürfnisse von Erholungssuchenden so verknüpft werden, dass beide Seiten davon profitieren: nachhaltiger Tourismus mit Respekt vor dem Wert der Natur und Landschaft stehen im Vordergrund. Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen.


