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Mi, 13:34 Uhr
18.06.2008

„Tüte auf, Dose auf!“

Nach dieser Devise handeln immer mehr Familien, wenn es um die tägliche Ernährung ihrer Kinder geht. Weg vom gemeinsamen Kochen, hin zur Fertignahrung und zum Fast-Food. Das ist das Ergebnis einer 18monatigen Arbeit in und um Nordhausen...

Fit halten und gesund ernähren (Foto: nnz) Fit halten und gesund ernähren (Foto: nnz)

Silke Schule arbeitet in der „Anlauf- und Koordinierungsstelle für gesundheitsbewußtes Leben“, kurz AnGel genannt, die unter dem Dach des Horizont Vereins arbeitet. „Am Anfang hat man uns mit einem Geschäft für Anglerbedarf verwechselt“, lacht sie. Nach eineinhalb Jahren hat sich das geändert, mittlerweile gibt es mit vier Grundschulen und fünf Kindertagesstätten eine fest Kooperation, andere Formen der Zusammenarbeit gibt es mit fast allen Kindergärten, Grund- und Förderschulen des Landkreises Nordhausen.

Heute ist Silke Schulze in der Grundschule Niedersalza zu Gast. So richtig einladend wirkt das Gebäude nicht. Das Dach und auch die Fenster lassen den Eindruck aufkommen, daß sie noch vom Bau des Hauses in den 60er Jahren stammen. Aber das ist nun mal so, wenn man als Schulgebäude weitab vom Stadtzentrum liegt, sagen viele Eltern, die ihre Kinder hier trotzdem gut aufgehoben finden.

Die Klasse 4a ist eine sportliche Klasse. Sie hatte während einer von AnGel ausgerichteten Weihnachtsfeier den Hauptgewinn gezogen – einen Inline-Skating-Projekttag. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler heute von einem Trainer-Profi, von Jens Leonhardt, unterrichtet.

Drei Jahre lang wird es das AnGel-Projekt geben, in diesen Tagen wurde Bergfest gefeiert. Was nach dem Förderzeitraum passiert, ist den sieben Mitarbeitern noch eine Vision. Es soll Einnahmen in die Kassen spülen. Und das funktioniert so: Die Präventionskurse mit den undeutschen Namen „Fit Kids“ und „Our tomorrow kids“ müssen von den Eltern bezahlt werden. Die wiederum können dafür Zuschüsse bei den Krankenkassen beantragen, die – je nach Kasse – bis zu 100 Prozent der Kosten übernehmen.

Bislang gibt es laut Schulze eine durchweg positive Resonanz auf die Angebote. Das die eine reale Notwenigkeit besitzen, zeigt der Blick auf eine Studie, die jetzt vorliegt. Von 582 Kindern aus dem Eichsfeld (150) und dem Landkreis Nordhausen, die an einem Fitneßtag teilgenommen hatten, hatte nur drei Viertel ihr Normalgewicht auf die Waage gebracht. „Der Anteil der Übergewichtigen (rund 15 Prozent) steigt von Jahr zu Jahr an“, so Silke Schulze zur nnz.

Die Ursachen sind vielfältiger Natur, sie sind nicht auf bestimmte soziale Schichten begrenzt. Entweder fehlt es an der Zeit, sich um das gesunde Essen der Kinder zu kümmern oder es fehlt am notwendigen Geld.
Fit halten und gesund ernähren (Foto: nnz)
Fit halten und gesund ernähren (Foto: nnz)
Fit halten und gesund ernähren (Foto: nnz)
Autor: nnz

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