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Mi, 12:34 Uhr
11.06.2008

Aufbruch mit Problemen

Der Arbeitsmarkt in Nordthüringen hat in den zurückliegenden Monaten eine Dynamik angenommen, daß einigen Verwaltern der Arbeit fast schwindelig wird. Vor allem Fachkräfte werden knapp und da schließt man sich gern zusammen.

In Nordhausen unterzeichnet (Foto: nnz) In Nordhausen unterzeichnet (Foto: nnz)

Die, die sich heute vormittag per Unterschrift zusammengeschlossen haben sind die Fachhochschule Nordhausen, die Agentur für Arbeit, die ARGE, der Verein für Wirtschaftsentwicklung und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG). Deren Geschäftsführer, Andreas Krey, eilte persönlich an den Weinberg, um die Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Er lobte denn auch das Zustandekommen dieser konzertierten Aktion, die für den gesamten Freistaat Vorbildwirkung habe.

Freude auch bei Dr. Klaus Stein, dem Chef der hiesigen Arbeitsagentur. Seinen Mitarbeitern gehen langsam aber sicher die Fachkräfte aus, „es wird einfach niemand mehr entlassen“, konstatiert er die Situation und weiß nicht so recht, ob dieser Ausspruch einen positiven oder negativen Unterton schwingen hat. Denn: Immer noch fragen Unternehmen nach, Fachkräfte im Maschinenbau oder in der Fertigungstechnik sind so selten geworden wie ein Sechser im Lotto.

Mitmachen wollen auch Uta Reinholz und Hans-Georg Müller. Der Verein für Wirtschaftsentwicklung und die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen hatten einst mit dem Unternehmerservice den „richtigen Riecher“. Darauf aufgebaut – unter dem Dach der LEG – wurde der Unternehmer- und Fachkräfteservice. Beiden Institutionen ist eines motivierend gleich: Sie wollen Menschen in Arbeit bringen, sie bei einer Qualifizierung auch begleiten.

Bleibt noch der Einlader der heutigen Unterzeichnungsveranstaltung, die Fachhochschule. Wie heute bekannt wurde, geht deren Rektor Prof. Jörg Wagner von einer Abbrecherquote zwischen 30 und 40 Prozent am Weinberg aus. Die einen werden zwangsweise, die anderen auf eigenen Antrag hin exmatrikuliert. Wiederum andere kommen einfach nicht mehr nach Nordhausen. Gerade aber die Studienabbrecher sollen nun gemeinsam „ab- und aufgefangen“ werden. Man will sie dazu bewegen, eine andere Qualifizierung zu starten.

Es sind hehre Ziele, die da auf das Papier im Rektorat gebracht wurden. Ihre Umsetzung wird sich um Einiges schwieriger gestalten. Allein schon die Erfassung der Namen der Nicht-Mehr-Studienwilligen geht nicht so ohne weiteres. Datenschutz.

Doch: Gemeinsam will man dem Mangel an Fachkräften nun zu Leibe rücken und den Kampf gegen den Mangel aufnehmen. Nach den markigen Worten bleibt abzuwarten, wie die Bilanz nach sechs Monaten aussieht...
Autor: nnz

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