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Di, 12:55 Uhr
10.06.2008

nnz-Forum: Mehr Schein als Sein

Jeder Nordhäuser kennt den Scheunenhof in Sundhausen durch den Bauernmarkt oder durch den Streichelzoo. Und eben um diesen Zoo geht es in einem Beitrag im Forum der nnz...


Während Schafe und Ziegen täglich eine Wiese zum Grasen direkt vor ihrer Stahltür haben, leiden die Meerschweinchen und anderen Tiere an Nahrungs- und Aufmerksamkeitsmangel. Nicht nur, dass die Schweinchen auf unzumutbarem Boden laufen müssen (Dreck und Steine) ist ihnen jegliche Art von frischer Nahrung, z.B. Obst und Gemüse, völlig fremd. Würden nicht ab und zu einige tierlieben Besucher Möhren und Gurken mitbringen, hätte sich die Population dieser Tiere wohl schon vor langer Zeit verringert.

Außerdem haben fast alle Meerschweinchen einen Hautpilz. (Dies kann ich beurteilen, da ich selbst ein an diesem Hautpilz erkranktes Meerschweinchen verloren habe!) Dieser Pilz ist hoch ansteckend und bedarf, der Behandlung durch einen Tierarzt. Weiterhin ist der Pilz auf Kinder besonders leicht übertragbar und kann zu extremen Hautveränderungen führen. Anscheinend hatten die Verantwortlichen schon seit längerem Kenntnis über die Krankheit der Tiere. Oder warum darf man das Nagergehege jetzt NICHT mehr betreten?

Der Streichelzoo soll eigentlich dazu dienen, daß Kinder Tiere "live und in Farbe" beobachten und sie verstehen. Aber ist es wirklich im Sinn der Kinder wenn tote Tiere, sowohl im Nagergehege als auch bei den Enten schon seit einiger Zeit liegen und langsam vergammeln?

Auch bei den Hühnern gibt es Probleme. Der Hahn läuft seit Wochen, wenn nicht sogar schon seit Monaten nur noch auf einem Bein, da das andere in irgendeiner Art und Weise verletzt sein muss. Man merkt, wenn man dieses Tier ansieht, dass es sich nicht wohlfühlt und dringend in Behandlung müsste. Doch das scheint den Verantwortlichen genauso egal zu sein, wie die Kompetenz der zuständigen "Pfleger". Diese scheinen keine Ahnung von den Tieren, die sie betreuen zu haben, und wissen nicht im Geringsten, wie man mit diesen umgeht. Ihnen war es sichtlich unangenehm, dass ihre "Arbeit" von Außenstehenden begutachtet wurde. Unsicherheit und Scheu beherrschten das Geschehen.

Nun sollten wir uns alle einmal die Frage stellen, ob es denn noch sinnvoll sei, den "Streichelzoo" im Scheunenhof Sundhausen weiterhin zu betreiben, wenn nicht einmal Geld für die ordnungsgemäße Betreuung der Tiere vorhanden ist. Den Betreibern des Scheunenhofs scheint nicht klar zu sein, dass auch Tiere ein Recht auf Leben und artgerechte Haltung haben, denn sie sind keineswegs Lebewesen zweiter Klasse.
Rebecca Freiberg
Autor: nnz

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