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Mi, 15:00 Uhr
10.04.2002

Unterschriften sollen übergeben werden

Nordhausen (nnz). Seit Anfang März liegen in Nordhausen Listen aus, in denen man per Unterschrift ein persönliches Bekenntnis zu einem toleranten Nordhausen abgeben kann. Das bisherige Ergebnis ist nicht gerade berauschend.


Exakt 2.081 Menschen haben bisher das öffentliche Bekenntnis der Stadt Nordhausen zu einem respektvollen und würdigen Miteinander aller Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützt. Der Stadtrat hatte dieses Bekenntnis Anfang März einstimmig verabschiedet und alle Nordhäuser aufgefordert, sich ihm anzuschließen. Im Text des Beschlusses heißt es dazu: „Helfen Sie mit, dass unsere Heimatstadt eine einladende, liebenswerte, weltoffene und tolerante Stadt ist. Anders werden wir keine Zukunft haben.“

Die Initiatoren der Unterschriftenaktion, vornehmlich die PDS-Stadtratsfraktion, hatten mit dem Start der Aktion die Erwartungen sehr hoch geschraubt. 10.000 Unterschriften waren das inoffizielle Ziel. Zwei Wochen später verkündigte PDS-Fraktionsvorsitzender Frank Hermsdorf die abgespeckte Variante: 5.000! Geblieben sind etwas mehr als 2.000 Unterschriften. Die Zahl soll nicht bewertet werden, beschämend ist sie dennoch.

Frank Hermsdorf sagte, dass noch bis Ende April unterschrieben werden kann. Listen liegen unter anderem im „Bürgerservice“ im Neuen Rathaus, im Eingangsbereich des Historischen Rathauses, im Landratsamt und im Theater aus. Volle Listen sollten, so Hermsdorf, im Rathaus, Zimmer 104, abgegeben werden. Hermsdorf: „Besonders viele Unterschriften kamen aus dem Jugendsozialwerk, von Kunden und Mitarbeitern des Buchhauses 'Rose', von der Energieversorgung Nordhausen, von Besuchern und Mitarbeitern des Theaters und vom Kegelsportverein 'Handwerk'.“

Zum Semesterbeginn am Montag hatten sich auch Studenten Listen abgeholt, um sie in der Fachhochschule auszulegen. Am 8. Mai wird der Stadtrat über das Ergebnis der Unterschriftenaktion informiert. „Die Listen wollen wir dann an die Justiz weitergeben - als Dokumentation des Bürgerwillens der Nordhäuser und zugleich als ergänzendes Instrument zur Abwehr von solchen Veranstaltungen wie zum Beispiel NPD-Demonstrationen“, sagte der Stadtrat. Eigentlich sollten die Listen doch schon vor der angekündigten NPD-Demo Ende April übergeben werden.
Autor: nnz

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