eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 07:25 Uhr
24.10.2007

Musizieren und diskutieren

Nordhausen (nnz). Drei Musiker aus Weißrussland sind in diesen Tagen in Mitteldeutschland unterwegs. Die zwei Männer und eine Frau wollen natürlich musizieren, sie wollen aber auch diskutieren. Auch in Nordhausen...


Das belarussische Musiktrio „Vytoki“ wird vom 27. Oktober bis – 1. November 2007 verschiedene Konzerte in Mitteldeutschland geben. Am 29. Oktober tritt „Vytoki“ im Nordhäuser Vereinshaus „Thomas Mann“ um 19.30 Uhr auf. Zuvor (16.30 Uhr) soll im Weltladen in der Barfüßer Straße über Bürgerrechte und Staatsräson in Weißrussland diskutiert werden.


Auf dem Programm des Trios „Vytoki“ steht klassisches Belarussische und Deutsche Barockmusik. Insbesondere Werke von Michal Kazimir Aginsky, Michal Kleafas Aginsky und Maciej Radzivil aus dem 17. und 18. Jahrhundert bilden den Schwerpunkt des Repertoires. Auch Deutsche Werke, z.B. der Familie Bach werden gern mit ins Programm aufgenommen. Ergänzt wird das Repertoire durch Stücke der Polatsk Musiksammlung aus der Renaissance. Die Mitglieder des Trios „Vytoki“:
Irina Avdeeva, Siargei Machau und Alaksiej Fralou, sind professionelle Musiker der Belarussischen Philharmonie „Classic-Avangard“. Sie spielen Flöte, Fagott und Fortepiano.

Im Rahmen ihrer Konzertreise möchten die drei belarussischen Musiker, welche Mitglieder der evangelisch-reformierten Gemeinde in Minsk sind, Konzerte im Bereich der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland geben. Sie fördert diese Konzertreise, die im Rahmen der bestehenden Partnerschaft zu den evangelischen Gemeinden in Belarus stattfindet.

Interessierte bekommen mit den Konzerten die Möglichkeit, u.a. klassische belarussischen Musik auf hohem Niveau zu erleben. Daneben besteht die Möglichkeit, mehr über die Geschichte des Landes, die Geschichte der Reformation und die aktuelle Situation in Belarus zu erfahren. Bürger, die um ihre Rechte ringen und Staatsräson, deren Methoden Erinnerungen lebendig werden lassen.

Jedoch steht die Musik im Mittelpunkt des Abends. Für Gespräche wird die Zeit am Nachmittag dienen. Die Frage der Menschenrechte, Lebensgestaltung und Lebenssituation in Belarus, Politik zwischen Diktatur und Demokratiebewegung… all das und mehr noch wird eine Rolle spielen an diesem Nachmittag. Authentischer Ein-Blick durch ein lebendiges, engagiertes „Fenster“ nach Osteuropa in der faszinierenden Verbindung von höchstem künstlerischem Anspruch und menschlichem Engagement. Uns tut ein offener Blick gut, insbesondere dann, wenn wir als Partner gefragt sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung: Evangelische Kirche Mitteldeutschlands, Kirchenkreis Südharz, Schrankenlos e.V.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)