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Do, 14:29 Uhr
11.10.2007

Sachte Annäherung

Nordhausen (nnz). Die Einheitsgemeinde Hohenstein orientiert sich schon seit längerer Zeit in Richtung Kreisstadt. Jetzt nimmt die künftige kommunale Ehe langsam Konturen an.


Man könnte meinen, Nordhausen verfolge immer die gleiche Strategie. Wie bei der Eingemeindung von Rodishain und Stempeda wird der Weg übers Abwasser gesucht. So liegt den Stadträten am 24. Oktober eine Beschlußvorlage vor, die eine Zweckvereinbarung zwischen Nordhausen und der Einheitsgemeinde bei der Beseitigung der Abwässer zum Inhalt hat. Nun wird nicht etwa das dreckige Wasser aus Klettenberg und Umgebung nach Nordhausen geleitet, nein, die Hohensteiner genießen den Vorteil einer eigenen Klärung.

Der Stadtentwässerungsbetrieb wird vielmehr dafür Sorge tragen, daß die Anlage betrieben, verwaltet und die Gebühren eingezogen werden.

Die Ehe mit Nordhausen wird jedoch nicht nur übers Abwasser ein Stück vorangebracht, auch der Standesamtsbezirk von Nordhausen wird auf die Einheitsgemeinde Hohenstein ab dem kommenden Jahr ausgeweitet. In Klettenberg wird derzeit nur eine Standesbeamtin beschäftigt, zwei müßten es sein. Also wird bislang die Vertretung durch die Nordhäuser Verwaltung organisiert. Eine solche Vertretung kann allerdings nicht mehr beantragt werden, also wird jetzt der Antrag gestellt, die Nordhäuser Hoheit auf Hohenstein auszudehnen.
Autor: nnz

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