Mo, 12:46 Uhr
17.09.2007
Von Bayreuth nach Nordhausen
Nordhausen (nnz). Die Bayreuther Festspiele des Sommers 2007 sind Tilo Steffens noch in sehr guter Erinnerung, hat er doch in diesem Jahr zum ersten Mal an diesem bedeutsamen Festspielort als Bühnenbildner für die Oper Meistersinger gearbeitet. Und zum ersten Mal zieht es den gebürtigen Leipziger auch nach Nordhausen...
Steffens (Foto: Theater)
Nun kann man sicher den Grünen Hügel nicht mit dem Südharz vergleichen und die Festspiele nicht mit dem Theater in Nordthüringen, aber Tilo Steffens hat keine Berührungsängste, sein Talent auch in einer kleineren Stadt unter Beweis zu stellen. Für den 38jährigen ist die Arbeit an den Bühnen gleichwertig. Er mag auch die Atmosphäre an kleineren Bühnen, ist sie doch sehr familiär, wie beispielsweise hier in Nordhausen. Der Kontakt nach Thüringen kam durch die Oberspielleiterin des Theaters Nordhausen, Kerstin Weiß, zustande. Beide kannten sich von der Bühne in Köln. Kerstin Weiß führt bei der Oper Fidelio in Nordhausen Regie und hat gern auf die Fähigkeiten von Tilo Steffens für das Bühnenbild zurückgegriffen.
Vor rund einem halben Jahr kam der Bühnenbildner zum ersten Mal nach Nordhausen, konnte im Theater Nordhausen sein Konzept für das Bühnenbild vorstellen. Hatte im Sommer dann zunächst Bayreuth Priorität, ist Tilo Steffens mit Beginn der neuen Spielzeit täglich im Theater Nordhausen. Die Zusammenarbeit mit den Werkstätten klappt bestens, am Montag war die technische Einrichtung. Das heißt, das Bühnenbild wurde so, wie es dann bei der Premiere zu sehen ist, erstmals aufgebaut – für alle Beteiligten von den Werkstätten bis zur Bühnentechnik ein spannender Termin.
Tilo Steffens ist in all den Jahren, in denen er auf großen und kleinen Bühnen gearbeitet hat, bodenständig geblieben. Er achtet die Arbeit seiner Kollegen, des gesamten Teams und kommt wohl deswegen mit allen auch gut aus. Er bleibt sich gegenüber aber selbstkritisch, lernt immer wieder dazu. Mittlerweile ist es fast 15 Jahre her, dass er seine ersten Schritte als Bühnenbildassistent am Thalia Theater in Halle gegangen ist. Gelernt hat Tilo Steffens ursprünglich in Köln Buchhändler. Diese Zeit möchte er nicht missen – die Welt der Bücher hat ihn fasziniert, davon kann er noch heute profitieren.
Seit 1997 arbeitet Tilo Steffens als selbständiger Bühnen- und Kostümbildner und stattete seitdem zahlreiche Schauspiel-, Tanz- und Musiktheaterproduktionen aus, u.a. an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Rampe Stuttgart, Schauspielhaus Düsseldorf, Schauspiel Leipzig, Altonaer Theater Hamburg, Theater Bielefeld, an der Staatsoper Hannover und am Theater Freiberg.
Die Wochen vor einer Premiere sind auch für einen Bühnenbildner sehr anstrengend. Immer wieder muss noch etwas geändert, auf die Inszenierung abgestimmt werden. Tilo Steffens freut sich schon auf den 28. September, wenn sich der Vorhang zum ersten Mal in Nordhausen für Beethovens einzige Oper Fidelio hebt und er den Zuschauern sein Bühnenbild präsentieren kann.
Autor: nnz
Steffens (Foto: Theater)
Nun kann man sicher den Grünen Hügel nicht mit dem Südharz vergleichen und die Festspiele nicht mit dem Theater in Nordthüringen, aber Tilo Steffens hat keine Berührungsängste, sein Talent auch in einer kleineren Stadt unter Beweis zu stellen. Für den 38jährigen ist die Arbeit an den Bühnen gleichwertig. Er mag auch die Atmosphäre an kleineren Bühnen, ist sie doch sehr familiär, wie beispielsweise hier in Nordhausen. Der Kontakt nach Thüringen kam durch die Oberspielleiterin des Theaters Nordhausen, Kerstin Weiß, zustande. Beide kannten sich von der Bühne in Köln. Kerstin Weiß führt bei der Oper Fidelio in Nordhausen Regie und hat gern auf die Fähigkeiten von Tilo Steffens für das Bühnenbild zurückgegriffen. Vor rund einem halben Jahr kam der Bühnenbildner zum ersten Mal nach Nordhausen, konnte im Theater Nordhausen sein Konzept für das Bühnenbild vorstellen. Hatte im Sommer dann zunächst Bayreuth Priorität, ist Tilo Steffens mit Beginn der neuen Spielzeit täglich im Theater Nordhausen. Die Zusammenarbeit mit den Werkstätten klappt bestens, am Montag war die technische Einrichtung. Das heißt, das Bühnenbild wurde so, wie es dann bei der Premiere zu sehen ist, erstmals aufgebaut – für alle Beteiligten von den Werkstätten bis zur Bühnentechnik ein spannender Termin.
Tilo Steffens ist in all den Jahren, in denen er auf großen und kleinen Bühnen gearbeitet hat, bodenständig geblieben. Er achtet die Arbeit seiner Kollegen, des gesamten Teams und kommt wohl deswegen mit allen auch gut aus. Er bleibt sich gegenüber aber selbstkritisch, lernt immer wieder dazu. Mittlerweile ist es fast 15 Jahre her, dass er seine ersten Schritte als Bühnenbildassistent am Thalia Theater in Halle gegangen ist. Gelernt hat Tilo Steffens ursprünglich in Köln Buchhändler. Diese Zeit möchte er nicht missen – die Welt der Bücher hat ihn fasziniert, davon kann er noch heute profitieren.
Seit 1997 arbeitet Tilo Steffens als selbständiger Bühnen- und Kostümbildner und stattete seitdem zahlreiche Schauspiel-, Tanz- und Musiktheaterproduktionen aus, u.a. an den Wuppertaler Bühnen, am Theater Rampe Stuttgart, Schauspielhaus Düsseldorf, Schauspiel Leipzig, Altonaer Theater Hamburg, Theater Bielefeld, an der Staatsoper Hannover und am Theater Freiberg.
Die Wochen vor einer Premiere sind auch für einen Bühnenbildner sehr anstrengend. Immer wieder muss noch etwas geändert, auf die Inszenierung abgestimmt werden. Tilo Steffens freut sich schon auf den 28. September, wenn sich der Vorhang zum ersten Mal in Nordhausen für Beethovens einzige Oper Fidelio hebt und er den Zuschauern sein Bühnenbild präsentieren kann.

