Do, 09:41 Uhr
13.09.2007
Schlechte Erinnerungen
Nordhausen (nnz). An diesem Wochenende steht für die Mannen von Wacker Nordhausen wieder der Pokal im Mittelpunkt. Die Schützlinge von Trainer Burkhard Venth müssen nach Bad Blankenburg reisen. Dazu der Vorbericht von Klaus Verkouter in Ihrer nnz.
In einem kampfbetonten, engagierten Spiel von beiden Seiten haben es sich die Wacker-Fußballer am letzten Sonnabend gegen Schlotheim selbst sehr schwer gemacht. Großchancen von Ciesla, Lattmann, Pohl und Hirschelmann wurden in der ersten Viertelstunde nicht genutzt. Dann wurde Tuma trotz vier Wacker-Spielern in unmittelbarer Nähe nicht entscheidend in seinem Aktionsradius gestört und schon schlug sein Traumschuss unhaltbar hinter Finsterbusch zum 0:1 ein.
Wichtig war es schon, dass trotz angespannter personeller Situation das Spiel doch noch zum 2:1 gedreht und vor allem - anders als in Gotha und Steinach - über die Zeit gebracht werden konnte. Wenn auch noch nicht alles rund lief, wie es Trainer Burkhard Venth einschätzte, so ist anzuerkennen, dass von allen Spielern viel Laufarbeit geleistet und trotz mancher Verletzungen auf die Zähne gebissen wurde. Das wäre schon ein Grund, optimistisch auf die nächste Pokalrunde zu blicken.
Doch die führt Wacker 90 nach dem knappen 4:3-Auswärtssieg in Ruhla wieder zu einem Vertreter aus der Landesklasse, dem TSV Bad Blankenburg, der in der 1. Runde des Thüringer Oddset-Pokals immerhin auswärts beim FV Gera-Süd mit 1:0 gewann. Diese Bad Blankenburger sind den Nordhäusern, zumindest auswärts, in weniger guter Erinnerung.
Beide Punktspiele in der damals ungeliebten Staffel Ost der Landesklasse in Bad Blankenburg wurden klar verloren. Im August 2003 musste Wacker mit 1:3 die Segel streichen und im April 2005 gar als 1:4-Verlierer den ungewohnten Kunstrasen verlassen, und das nach 17 Spielen in Serie ohne Niederlage. Dazwischen lagen in den Heimbegegnungen zwei Erfolge gegen die Südthüringer mit 6:1 (2003) und 2:1 (2004). 6:6 nach Punkten und 10:9 nach Toren lautet also der hauchdünne Vorteil der Nordhäuser.
In allen vier bisherigen Vergleichen waren auf Nordhäuser Seite nur René Taute und Lars Pohl dabei. So sehr hat sich das Gesicht der Mannschaft in den letzten vier Jahren geändert. Bei den zehn eigenen Toren gegen Bad Blankenburg trafen mit je zwei Steffen Heise, Sven Pistorius und Lars Pohl am häufigsten.
Noch effektiver war in diesen vier Spielen jedoch ein gewisser Mike Thorz (34 Jahre, über 460 Spiele für seinen Verein, mehr als 275 geschossene Tore, letzte Woche in Unterwellenborn wieder erfolgreich). Er brachte es gegen Wacker Nordhausen immerhin schon auf fünf Treffer. Also aufgepasst! Auch wenn die Kurstädter mit erst zwei Unentschieden aus vier Spielen im Punktspielbetrieb bisher keine Bäume ausrissen und ziemlich weit hinten in der Tabelle liegen, wird man sich im Pokal schadlos halten wollen.
Wacker scheiterte im vergangenen Jahr zu Hause in der zweiten Pokalrunde an Wacker Gotha. Vor zwei Jahren kam erst im Halbfinale (im fünften Auswärtsspiel) beim 1. FC Gera 03 in der Verlängerung das Aus. Wollen die Nordhäuser eventuell eine große Thüringer Mannschaft sehen, muss zunächst erst wieder auswärts gewonnen werden. Von einer Fortsetzung prächtiger Pokaltraditionen (z.B. dreimaliger Thüringer Pokalsieger mit anschließender Bundesligapräsenz aus Köln, München und Hamburg im Albert-Kuntz-Sportpark) müssen wir vorerst wohl noch ein Weilchen träumen.
Klaus Verkouter
Autor: nnzIn einem kampfbetonten, engagierten Spiel von beiden Seiten haben es sich die Wacker-Fußballer am letzten Sonnabend gegen Schlotheim selbst sehr schwer gemacht. Großchancen von Ciesla, Lattmann, Pohl und Hirschelmann wurden in der ersten Viertelstunde nicht genutzt. Dann wurde Tuma trotz vier Wacker-Spielern in unmittelbarer Nähe nicht entscheidend in seinem Aktionsradius gestört und schon schlug sein Traumschuss unhaltbar hinter Finsterbusch zum 0:1 ein.
Wichtig war es schon, dass trotz angespannter personeller Situation das Spiel doch noch zum 2:1 gedreht und vor allem - anders als in Gotha und Steinach - über die Zeit gebracht werden konnte. Wenn auch noch nicht alles rund lief, wie es Trainer Burkhard Venth einschätzte, so ist anzuerkennen, dass von allen Spielern viel Laufarbeit geleistet und trotz mancher Verletzungen auf die Zähne gebissen wurde. Das wäre schon ein Grund, optimistisch auf die nächste Pokalrunde zu blicken.
Doch die führt Wacker 90 nach dem knappen 4:3-Auswärtssieg in Ruhla wieder zu einem Vertreter aus der Landesklasse, dem TSV Bad Blankenburg, der in der 1. Runde des Thüringer Oddset-Pokals immerhin auswärts beim FV Gera-Süd mit 1:0 gewann. Diese Bad Blankenburger sind den Nordhäusern, zumindest auswärts, in weniger guter Erinnerung.
Beide Punktspiele in der damals ungeliebten Staffel Ost der Landesklasse in Bad Blankenburg wurden klar verloren. Im August 2003 musste Wacker mit 1:3 die Segel streichen und im April 2005 gar als 1:4-Verlierer den ungewohnten Kunstrasen verlassen, und das nach 17 Spielen in Serie ohne Niederlage. Dazwischen lagen in den Heimbegegnungen zwei Erfolge gegen die Südthüringer mit 6:1 (2003) und 2:1 (2004). 6:6 nach Punkten und 10:9 nach Toren lautet also der hauchdünne Vorteil der Nordhäuser.
In allen vier bisherigen Vergleichen waren auf Nordhäuser Seite nur René Taute und Lars Pohl dabei. So sehr hat sich das Gesicht der Mannschaft in den letzten vier Jahren geändert. Bei den zehn eigenen Toren gegen Bad Blankenburg trafen mit je zwei Steffen Heise, Sven Pistorius und Lars Pohl am häufigsten.
Noch effektiver war in diesen vier Spielen jedoch ein gewisser Mike Thorz (34 Jahre, über 460 Spiele für seinen Verein, mehr als 275 geschossene Tore, letzte Woche in Unterwellenborn wieder erfolgreich). Er brachte es gegen Wacker Nordhausen immerhin schon auf fünf Treffer. Also aufgepasst! Auch wenn die Kurstädter mit erst zwei Unentschieden aus vier Spielen im Punktspielbetrieb bisher keine Bäume ausrissen und ziemlich weit hinten in der Tabelle liegen, wird man sich im Pokal schadlos halten wollen.
Wacker scheiterte im vergangenen Jahr zu Hause in der zweiten Pokalrunde an Wacker Gotha. Vor zwei Jahren kam erst im Halbfinale (im fünften Auswärtsspiel) beim 1. FC Gera 03 in der Verlängerung das Aus. Wollen die Nordhäuser eventuell eine große Thüringer Mannschaft sehen, muss zunächst erst wieder auswärts gewonnen werden. Von einer Fortsetzung prächtiger Pokaltraditionen (z.B. dreimaliger Thüringer Pokalsieger mit anschließender Bundesligapräsenz aus Köln, München und Hamburg im Albert-Kuntz-Sportpark) müssen wir vorerst wohl noch ein Weilchen träumen.
Klaus Verkouter


