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Mi, 14:28 Uhr
12.09.2007

Hilfe zur Selbsthilfe (3)

Nordhausen (nnz). Der dritte Teil unserer Serie „Hilfe zur Selbsthilfe“ beschäftigt sich mit dem Thema Sucht und Abhängigkeit. Und das macht auch um den Landkreis Nordhausen herum keinen Bogen.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Abhängigkeit „als einen seelischen, eventuell auch körperlichen Zustand, der dadurch charakterisiert ist, dass ein dringendes Verlangen oder ein unbezwingbares Bedürfnis besteht, sich die entsprechende Substanz fortgesetzt und periodisch zuzuführen.“

„Es ist wichtig, dass die Suchtkranken in der Gesellschaft nicht als willens- oder charakterschwach hingestellt werden. Abhängigkeit ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Die Suchterkrankung selbst ist nicht vererbbar, jedoch gibt es Veranlagungen die das Risiko erhöhen schneller von einem Suchtmittel abhängig werden zu können.“, informiert Ingrid Francke, Amtsärztin des Landratsamtes Nordhausen.

In solchen Fällen gibt es im Landkreis Nordhausen die Sucht- und Drogenberatungsstelle der Diakonie Nordhausen, aus der ungefähr zehn Selbsthilfegruppen mit circa 6 bis 20 Mitgliedern hervorgehen. Dirk Rzepus von der Sucht- und Drogenberatungsstelle erklärt: “Für die Therapie von Süchtigen sind Selbsthilfegruppen ein wichtiger Bestandteil. Dort treffen sich Menschen denen ihre Sucht bewusst geworden ist, mit dem gemeinsamen Ziel die Suchterkrankung und die damit zusammenhängenden Probleme zu bewältigen. Voraussetzung dafür ist allerdings immer die Bereitschaft, sich persönlich einzubringen.“

Die verschiedenen Selbsthilfegruppen für Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabhängige und ihrer Angehörigen treffen sich einmal wöchentlich. Während der Treffen werden die Themen und Probleme angesprochen und diskutiert, welche die Betroffenen bewegen. Jeder Selbsthilfegruppe steht außerdem ein Mitarbeiter der Beratungsstelle als Ansprechpartner zur Verfügung. Aber natürlich finden nicht nur ernsthafte Gesprächskreise statt. Die Selbsthilfegruppen veranstalten oftmals auch in Zusammenarbeit mit der Suchtberatungsstelle in Nordhausen verschiedene Feste, wie beispielsweise ein Sommerfest oder einen Ausflug zu Christi Himmelsfahrt.

Adressen und Ansprechpartner von den jeweiligen Selbsthilfegruppen im Landkreis Nordhausen bekommen Interessenten von der Sucht- und Drogenberatungsstelle Nordhausen, sowie deren Außenstelle „Der ganz anderen Bahnhof“ Sollstedt.

Kontakt: Dirk Rzepus (Sucht- und Drogenberatungsstelle Nordhausen), Tel.: 03631/467160; Bettina Winninger (Am ganz anderen Bahnhof Sollstedt), Tel.: 036338/43499
Autor: nnz

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