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Mi, 07:28 Uhr
12.09.2007

Eindrückliches Choratorium

Nordhausen/Leimbach (nnz). Der Förderkreis „Leimbacher Kirche“ sowie die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde hatten zum Vortag des diesjährigen Tages des offenen Denkmals zu einem bisher einzigartigen Projekt eingeladen. Ein Rückblick in der nnz von Andreas Funke-Reuter.


Mit dem in der Leimbacher Kirche am Samstag (8.9.) zur Aufführung gekommenen Choratorium von August Buchner in der Regie von André Bücker „Du, meine Seele singe“ wurde auf eine neue und interessante Weise des 400. Geburtstages des Kirchenlied-Dichters Paul Gerhardt gedacht.

Das aktuelle Evangelische Gesangbuch versammelt immerhin 30 Texte von Paul Gerhardt. Das war Grund genug, dass das Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg in Kooperation mit dem Verein Kultur und Bildung 05 Halle/Saale jenes Projekt entwickelte und produzierte, gefördert vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Der Förderkreis „Leimbacher Kirche“ wurde darauf aufmerksam und konnte es erfreulicherweise nach Thüringen, in die Kirche St. Martini nach Leimbach und damit in die Nordhäuser Gegend holen.

Was dann erlebbar wurde, berührte tief. Auf der einen Seite: das erschütternde, leidvolle Leben Paul Gerhardts in Zeiten von Pest, Dreißigjährigem Krieg, Streitigkeiten und frühem Tod von vier seiner fünf Kinder. Dieses wurde sehr beeindruckend durch den Schauspieler Frank Roder szenisch dargeboten. In bewegender, kontrastierender Spannung dazu auf der anderen Seite: die zutiefst glaubensstärkenden, zuversichtlichen Lied-Texte Paul Gerhardts sowie der Wortlaut seines Testaments. Dies wurde vom Leimbacher Gemeindechor, begleitet vom Urbacher Posaunenchor, zu Gehör gebracht. Gerade diese dramatische Polarität bewirkte ein sehr eindringliches Erleben, was niemanden unberührt ließ. Ganz besonders galt der Applaus am Ende auch der enormen Einzelleistung des Schauspielers Frank Roder.

Ein nächster Höhepunkt, den die Leimbacher und ihre Gäste in der Kirche St. Martini erleben konnten, war gleich am nächsten Tag (9.09) die Andacht durch Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Sie eröffnete damit feierlich den Tag des offenen Denkmals „Orte der Einkehr und des Gebets“ in der Leimbacher Kirche.

Für die Kirchengemeinde und den Förderkreis „Leimbacher Kirche“ wurde dies sehr dankbar als Würdigung des gewachsenen Engagements vieler Leimbacher für die Sanierung ihrer schönen Kirche empfunden.
Andreas Funke-Reuter
Autor: nnz

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