Fr, 09:37 Uhr
27.07.2007
Qualifizieren ja, aber...
Nordhausen (nnz). Die Förderung der Aus- und Weiterbildung muss sich künftig stärker an der Deckung des Fachkräftebedarfs orientieren. Das haben Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Juckenack und Max-Volker Dähne, der Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur, gestern bei einem Treffen in Halle bekräftigt. Die Einzelheiten wie immer mit einem Klick auf MEHR.
Der Freistaat Thüringen und BA werden ihre Förderaktivitäten daraufhin überprüfen und stärker aufeinander abstimmen. Die Fachkräfteprobleme in der Wirtschaft resultieren nicht aus einem quantitativen Mangel an potenziellen Arbeitnehmern, sondern daraus, dass Nachfrage und Angebot an beruflichen Qualifikationen nicht zueinander passen. An dieser Stelle müsse die Förderung von Aus- und Weiterbildung ansetzen.
Gerade die Qualifizierung für Wachstumsbranchen wie die Solar- und Mikrosystemtechnik würden künftig noch gezielter unterstützt, sagte der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär, der erst kürzlich vom Bundesrat als Ländervertreter für den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vorgeschlagen worden ist. Konkret wurde vereinbart, dass der Freistaat im Rahmen des Bund-Länder-Ausbildungsprogramms Ost zusätzliche zwölf Ausbildungsplätze speziell für diesen Bereich anbietet.
Die Regionaldirektion sagte zu, ihrerseits zwölf weitere Ausbildungsplätze für die Mikro- und Solartechnologie zu fördern. Bereits seit einigen Monaten laufen Qualifizierungsmaßnahmen für mehr als 180 Arbeitslose als spätere Arbeitnehmer für Thüringer Solarfirmen, die von BA und Land gefördert werden.
Der Staatssekretär verwies zudem auf die Schwerpunktsetzung Thüringens im Europäischen Sozialfonds (ESF), einem der wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Freistaat. Hier setzt das Land künftig sehr stark auf die berufliche Erstausbildung und die Gewinnung hochqualifizierter Fachkräfte, insbesondere für die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Allein hierfür werden knapp 38% bzw. 300 Millionen Euro der insgesamt verfügbaren ESF-Mittel in Höhe von 629 Millionen Euro eingesetzt.
Zugleich appellierten Juckenack und Dähne aber auch an die Unternehmen im Freistaat, auch in diesem Jahr ausreichend Lehrstellen anzubieten. Für viele Schulabgänger beginnt spätestens in den Ferien die heiße Phase der Lehrstellensuche, sagte der Staatssekretär. Ausbildung sei noch immer das wichtigste Mittel, um die wachsende Fachkräftenachfrage im Land zu decken.
Die vergleichsweise hohe Quote von rund einem Drittel außerbetrieblicher, staatlich geförderter Lehrstellen zeige, dass Fachkräftesicherung noch nicht in allen Betrieben als Zukunftsaufgabe gesehen werde. Hier kann noch nachgelegt werden, so Juckenack.
Autor: nnzDer Freistaat Thüringen und BA werden ihre Förderaktivitäten daraufhin überprüfen und stärker aufeinander abstimmen. Die Fachkräfteprobleme in der Wirtschaft resultieren nicht aus einem quantitativen Mangel an potenziellen Arbeitnehmern, sondern daraus, dass Nachfrage und Angebot an beruflichen Qualifikationen nicht zueinander passen. An dieser Stelle müsse die Förderung von Aus- und Weiterbildung ansetzen.
Gerade die Qualifizierung für Wachstumsbranchen wie die Solar- und Mikrosystemtechnik würden künftig noch gezielter unterstützt, sagte der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär, der erst kürzlich vom Bundesrat als Ländervertreter für den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vorgeschlagen worden ist. Konkret wurde vereinbart, dass der Freistaat im Rahmen des Bund-Länder-Ausbildungsprogramms Ost zusätzliche zwölf Ausbildungsplätze speziell für diesen Bereich anbietet.
Die Regionaldirektion sagte zu, ihrerseits zwölf weitere Ausbildungsplätze für die Mikro- und Solartechnologie zu fördern. Bereits seit einigen Monaten laufen Qualifizierungsmaßnahmen für mehr als 180 Arbeitslose als spätere Arbeitnehmer für Thüringer Solarfirmen, die von BA und Land gefördert werden.
Der Staatssekretär verwies zudem auf die Schwerpunktsetzung Thüringens im Europäischen Sozialfonds (ESF), einem der wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Instrumente im Freistaat. Hier setzt das Land künftig sehr stark auf die berufliche Erstausbildung und die Gewinnung hochqualifizierter Fachkräfte, insbesondere für die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Allein hierfür werden knapp 38% bzw. 300 Millionen Euro der insgesamt verfügbaren ESF-Mittel in Höhe von 629 Millionen Euro eingesetzt.
Zugleich appellierten Juckenack und Dähne aber auch an die Unternehmen im Freistaat, auch in diesem Jahr ausreichend Lehrstellen anzubieten. Für viele Schulabgänger beginnt spätestens in den Ferien die heiße Phase der Lehrstellensuche, sagte der Staatssekretär. Ausbildung sei noch immer das wichtigste Mittel, um die wachsende Fachkräftenachfrage im Land zu decken.
Die vergleichsweise hohe Quote von rund einem Drittel außerbetrieblicher, staatlich geförderter Lehrstellen zeige, dass Fachkräftesicherung noch nicht in allen Betrieben als Zukunftsaufgabe gesehen werde. Hier kann noch nachgelegt werden, so Juckenack.

