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Sa, 14:06 Uhr
23.08.2025
Bibliotheksfest gefeiert

Bücherburg lockte mit Literatur und Legenden

Mit Rittern, Räubern, Burgfräulein, Fabelwesen und jeder Menge Büchern wurde heute in und um die „Burg Hagelstangia“ herum Bibliotheksfest gefeiert. Dabei gab es auch einen Vorgeschmack auf das nächste Literatur-Highlight, die Harzer Kinderbuchmesse…

Sieht gruselig aus, ist aber eine einheimische Sagengestalt aus dem Harz - zum Bibliotheksfest in Nordhausen drehte sich heute alles um das Mittelalter und seine alten Geschichten, Myhten und Legenden (Foto: agl) Sieht gruselig aus, ist aber eine einheimische Sagengestalt aus dem Harz - zum Bibliotheksfest in Nordhausen drehte sich heute alles um das Mittelalter und seine alten Geschichten, Myhten und Legenden (Foto: agl)

Räubermusik, Ritterspiele und gruselige Harzer Sagenwesen vor der Tür, Spiel, Spaß und auch Platz und Zeit zum lesen und stöbern drinnen - das jährliche Bibliotheksfest stand heute ganz im Zeichen des Mittelalters und lockte bis zum Nachmittag zahlreiche Gäste.

Zwischen Bücherflohmarkt und Rose-Nachlass fand sich manches Kleinod, vom antiquarischem Werk bis zur historischen Karte. Das Flohburg Team bediente sich im Klostergarten des Museums und hatte wohlduftende Kräuter und selbstgemachtes Öl nach alter Rezeptur sowie jede Menge Wissenswertes drumherum mitgebracht. Die Mitglieder des „KiJuStar“, des Nordhäuser Kinder- und Jugendstadtrates, sorgten dafür, dass die Besucher passend verziert werden konnten und musikalisch heizten die „Scruffy Mutts“ mit Gitarre und Dudelsack ein. Ein wenig Grusel am Rande gab es Dank der „Schattenwelten Südharz“, die als Harzer Mythenwesen verkleidet durch die Menge schritten.

„Wir haben letztes Jahr mit dem Fantasy Thema gute Erfahrungen gemacht und wollten daran anknüpfen. Unter den Kollegen kam das Mittelalter als Motto gut an und da die Region ohnehin gerade mit 500 Jahren Bauernkrieg beschäftigt ist, passte das ganz gut rein.“, sagt Bibliotheksleiterin Marie-Kathrin Haase.

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Aus dem Rathaus habe man grünes Licht für die Nutzung des zur Zeit verwaisten Cafés erhalten, was dem Bibliotheksfest noch einmal andere Möglichkeiten eröffnet habe, um den Platz zu bespielen, erzählt Haase. Die möchte man gerne auch für den nächsten Aufschlag nutzen, der schon in zwei Wochen fällt und für ein volles Haus sorgen dürfte. Am 06. und 07. September ist zum ersten Mal die „Harzer Kinderbuchmesse“ in der Stadtbibliothek zu Gast, eine in dieser Form einzigartige Wandermesse, die von drei Harzer Kinderbuchautoren ins Leben gerufen wurde.

Einer davon war heute schon da und rührte die Trommel für den großen Literaturtreff, Ricner Fock aus Ilsenburg. „Wir haben uns 2022 bei den Kirchberger Kinderliteraturtagen kennen gelernt, da wurde die Idee geboren so etwas auch bei uns zu Hause im Harz auf die Beine zu stellen. Beim ersten Anlauf in Ilsenburg kamen direkt über 500 Besucher, damit war die Sache am laufen und wir haben einen Verein gegründet. Jetzt zieht die Messe jedes Jahr an einen anderen Ort und ein anderes Harzer Bundesland“, erzählt der Kinderbuchautor.

Ricner Fock hat die "Buchkidsharz" mit gegründet und freut sich schon auf die nächste Harzer Kinderbuchmesse im September (Foto: agl) Ricner Fock hat die "Buchkidsharz" mit gegründet und freut sich schon auf die nächste Harzer Kinderbuchmesse im September (Foto: agl) Im Gepäck hat er seine eigene Reihe, „Tylda - die kleine Wasserhexe“. Mit Unterstützung durch „crowd funding“ im Netz konnte Ricner seine Geschichten auf eigene Faust veröffentlichen, ohne an großen Verlagen zu hängen. Die Freiheit, die das „self publishing“ mit sich bringt, eint viele der Autoren und Kleinstverlage, die bei den „Buch Kids Harz“ mitmachen. Insgesamt 37 Autorinnen und Autoren werden Anfang September in der Stadtbibliothek erwartet, die Geschichten die sie mitbringen sind ganz unterschiedlich. Thomas Krüger etwa spinnt eine Erzählung um „Anna und die Hexen vom Blocksberg“, während Cornelia Graumann weiter reist und in „Arohas Reise“ in die Mythenwelt der Maori eintaucht. Für Samstag und Sonntag stehen von früh bis spät Lesungen auf dem Programm, dazu gibt es eine erkleckliche Zahl an Mitmachaktionen, die zum spielen, tanzen, basteln, zuhören und entdecken einladen.

Wer mehr wissen will, der findet Bücher, Autoren und das Programm aktuell und in Gänze unter https://buchkidsharz.de/. Der Eintritt ist frei.
Angelo Glashagel
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Nordhäuser Bibliotheksfest 2025 (Foto: agl)
Autor: red

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Kommentare
Lautaro
23.08.2025, 18:46 Uhr
Schön, dass es so etwas noch gibt ! :-)
Meine ersten Erfahrungen mit Büchern waren eben Spartacus (Raffaello Giovagnoli) , Jack London und dann später John Steinbeck. Die sozialen Unterschiede waren allen Autoren wichtig.
Seit Schröder und seiner Truppe waren die Armen (Niedriglöhner) natürlich der Arsch der Gesellschaft, welche viel zu oft mit Hungerlöhnen den grossen Teil dieses BSP stemmen mussten.
Sabini
24.08.2025, 22:04 Uhr
Schrecksekunde
Großartig, was die Mitarbeiter der Stadtbibliothek da auf die Beine gestellt haben! Es war ein fröhlicher, bunter Vormittag, der grossen und kleinen Leuten Lust auf Bücherburg entdecken, lesen und Fantasiereisen machte! Ein großes Danke an alle Mitarbeiter und Ehrenamtliche für alle Mühen und das tolle Engagement! !
Schade fand ich allerdings, dass einige Harzer Fabelwesen doch recht gruselig erschienen. Kleine Bilderbuchfans erlebten da schon unangenehme Minuten, die sie hoffentlich nicht auch in Zukunft mit dem Bibliotheksbesuch verbinden. Sicher können wir genau diese Wesen in der heimischen Sagenwelt wiederfinden, aber auf Papier kann jeder selbst entscheiden was er sehen möchte, hier war es schwierig sich ihnen zu entziehen. Es ist auch wahr, dass Kinder im Netz usw. mit vielfältigen Monstern konfrontiert werden, aber auch da schauen sie, weil sie es selbst wollen.
Ich hätte mir für mich und die vielen kleinen Besucher des Festes mehr freundliche Fabelwesen gewünscht ( die Wasserelfe oder die schminkenden Waldelfen z.Bsp. war da schon ein guter Anfang ).
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