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Mo, 09:42 Uhr
21.07.2025
DIE LINKE Nordhausen:

Nordhausen darf nicht erneut Waffenproduzent werden

In den vergangenen Tagen machte Nordhausens Landrat Matthias Jendricke mit dem Vorschlag aufmerksam, Rüstungsindustrie im Industriegebiet goldene Aue ansiedeln zu lassen. Darauf reagiert jetzt die örtliche LINKE...

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"Wir lehnen diese Idee entschieden ab. Allein schon historisch betrachtet, darf Nordhausen nicht erneut Standort zur Herstellung von Waffen werden", erklärt dazu Timo Traulsen, Kreisvorsitzender der Nordhäuser Linken. "Wir finden es moralisch verwerflich aus den Kriegen dieser Welt auch noch Geld verdienen zu wollen. Dass man nun mit dieser Idee um die Ecke kommt, weil man ansonsten scheinbar nichts für das Industriegebiet vorweisen kann, ist für uns eine Bankrotterklärung", so Traulsen weiter.

"Die Städte Heringen, Nordhausen und auch der Landkreis Nordhausen selbst sind auf unsere Initiative hin Mitglieder in der weltweiten Organisation 'Mayors for Peace' geworden. Jetzt hier aktiv für Rüstungsindustrie zu werben, führt diese Mitgliedschaft ad absurdum", so Traulsen weiter. "Nordhausens selbst gewählter Titel als Stadt des Friedens hat inzwischen eine mehr als dreißigjährige Tradition und wurde immer wieder auch von der SPD bekräftigt. Zumindest für uns als Linke ist das Auftrag und Überzeugung", schließt Traulsen ab.
Autor: red

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Kommentare
Alex Gösel
21.07.2025, 09:55 Uhr
Hochbrisant!
Diese zwei Artikel beweisen nur einmal mehr, dass man kaum einer politischagierenden Person noch trauen darf, beinahe egal, von welcher Partei oder Coleur sie sind! Wir brauchen keine Kriegstreiber, sondern vernünftigagierende Menschen! Jendricke und Co. müssen endgültig weg!

Diesem System keinen Mann und keinen Groschen! Keinen Fußbreit den Kriegstreibern! Hoch die internationale Solidarität!
bella123blau
21.07.2025, 10:36 Uhr
sind die jetzt ganz verrückt geworden
lieber für Frieden zu sorgen ,Waffen produzieren ?da fehlen mir 99 Pfennige an der Mark .
Flitzpiepe
21.07.2025, 11:16 Uhr
Was ist euch denn lieber?
Eine Firma vielleicht, die weiße Fahnen für einen Großteil Europas produziert?
Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass der linke und rechte Rand der Parteien zwar am lautesten schreien, weil die anderen es nicht schaffen, das Industriegebiet zu füllen. Gleichzeitig schließen die beiden aber auch alle verbliebenen Wachstumsbranchen aus:
-Tierhaltung
-Logistik
-E-Autoproduktion
-Akku Produktion
-Akku Recycling
-Rüstungsindustrie

Wenn ich was vergessen habe, denkt es euch dazu.
Es geht hier um Industrie und nicht um mittelständische Betriebe.

Jedenfalls bleibt da nicht mehr viel übrig, was aktuell vielleicht noch gehen würde.
Wie wäre es denn mit einem schönen Atomkraftwerk? Oder besser aktuell ein neues Gaskraftwerk.
Rüstung ist eine verzweifelte (aber richtige) Idee eines Mannes, der immer viele Ideen hat. Nicht mehr und nicht weniger...
Schade, dass die Linke nicht mehr zwischen Aufrüstung zur Verteidigung und Aufrüstung für einen Angriffskrieg unterscheiden kann. Früher ging das doch auch mal...
Scheinbar ist das 'Füßeküssen Putins' wichtiger als die Verteidigung des eigenen Volkes. Dies gilt auch für die AfD.

Mein Fazit ist, dass Nordhausen nicht mehr wählerisch sein darf, denn sonst ist der Zug für uns abgefahren (wenn er das nicht schon ist).
H.Freidenker
21.07.2025, 12:20 Uhr
Hallo "Linke"
Ob im Raum Nordhausen Waffen produziert werden, ist für euch ein Problem!
aber !!!
Das Deutschland wieder kriegstüchtig werden muss, da geht ihr mit!
übrigens!!!
Die Aussage, Deutschland muss wieder "kriegstüchtig" werden, wurde von keinem anderen so häufig propagiert, wie von Nazi Paul Joseph Göbbels!
laut Historie, auch er war ein Linker!
P.Burkhardt
21.07.2025, 12:21 Uhr
ich verstehe...
...die moralischen Bedenken der Linken !

Offenbar ist Herrn Traulsen der Sinn von Waffen nur einseitig bekannt. Waffen sind Werkzeuge, den Unterschied macht der, der sie einsetzt. Wir erleben gerade in der Ukraine beides: Aggression mit Waffen durch einen Autokraten und Verteidigung der Freiheit ebenfalls mit Waffen gegen diese Aggression.

Ich finde, man muss schon nach dem Einsatzzweck unterscheiden. Selbst wenn wir (zum Glück derzeit noch nicht) nicht in der Situation der Ukraine sind, ist "Haben" im Zweifel immer besser als "Brauchen".

Wollen wir wirklich hilflos dastehen, wenn Putin irgendwann total durchdreht ? Die Stärkung unserer Verteidigungsbereitschaft dient der Friedenssicherung und steht daher nicht im Widerspruch zu "Mayors for Peace", die Organisation hat weltweit etwa 8.000 Mitglieder, was einen Bruchteil der Städte mit mehr als 5.000 Einwohnern - Heringen liegt da ja auch drunter - darstellt (genaue Zahlen gibt es da nicht) - aber die Anzahl dieser Gemeinden dürfte weltweit an die Million reichen.

Daneben ist die Ansiedlung von Industrie in Nordhausen in jedem Fall ein Gewinn für die Stadt, den Landkreis und die ganze Region. Nicht nur die sich ansiedelnden Unternehmen brächten Vorteile, auch hätten lokale Handwerker, Zulieferer und Dienstleister durchaus Möglichkeiten davon zu profitieren. Daraus folgen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in einer Ecke mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit, Steuereinnahmen für chronisch leere Kassen und das vielleicht wichtigste: Es würde endlich mal ein Schritt in Richtung Wachstum und Wohlstand getan (sowas war doch den Linken mal wichtig, oder ?).
Real Human
21.07.2025, 13:25 Uhr
»Der Frieden muss bewaffnet sein«
So lautete eine bekannte Losung, die jeder „gelernte DDR-Bürger“ noch in Erinnerung haben sollte! Auch den „Wessis“ sollte die Sentenz aus Schillers „Wilhelm Tell bekannt sein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Klar, es möchte kaum jemand in der Nähe einer Raketenfabrik wohnen, etwa wie im 2. Weltkrieg neben Mittelbau Dora – erst recht nicht im Zeitalter nuklearer Präzisions- und Fernwaffen. Die Alternative könnte aber ein Friedhofsfriede unter der Knute von selbstsüchtigen Oligarchen sein. Vielleicht müssen deutsche Soldaten sogar einmal das Russische Imperium gegen China verteidigen?

Ach, was für ein Quatsch! Es kommt ohnehin schon bald das
„Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ Schaut selbst, was die KI von Google dazu schreibt!

Oder ist Euch „Steinzeitmarxisten“ (liebevoll ironisch gemeint!) noch nie aufgefallen, dass in aller Öffentlichkeit echte(?) Menschen herumlaufen, die mehr von ihrem „handy“ gesteuert zu sein scheinen, als vom eigenen(?) Willen?
mabe39
21.07.2025, 13:46 Uhr
Für Waffenproduktion
Ich.würde den beiden.Komentatoren die für Waffenprodktion sich aussprechen und auf Papier bringen
Vorher das Gehirn einzuschalten
emmerssen
21.07.2025, 14:49 Uhr
Absolut richtig
Nordhausen als ehemalige Stätte der V Waffen Produktion, bei der tausende Menschen zu Tode gekommen sind, darf nie wieder Kriegswaffen produzieren. Wer das nicht begriffen hat, der hat auch in der Politik nichts zu suchen. Was das Industriegesellschaft betrifft, eine Schande den fruchtbaren Acker so nutzlos zu vergeuden. Was wurde uns da schon alles vorgegaukelt. Das beste Beispiel was man der jetzigen Politik glauben kann.
Ex-post
21.07.2025, 14:52 Uhr
Linke=SED
Die W50 und L60 Motoren aus Nordhausen wurden von der SED auch in Armee LKW eingebaut. Wenn man was dagegen gesagt hätte wäre man nach Bautzen gekommen.

Die Linke ist die Nachfolgepartei der SED. Und sie sagt selber nichts anderes. Das haben viele vergessen bei der Diskussion.

Einzelne bei den Linken haben wie Bodo Ramelow sich davon losgelöst.

In Jena bei den Staatsbetrieben hat man auch unter der Linken als Regierung in Thüringen Kasse mit Rüstungsprodukten gemacht. Das hat Thüringen viel Geld gebracht und bedeutet Wohlstand in Jena.

Was Jena darf dürfen wir in Nordhausen auch.

Und die Bundeswehr beschützt Deutschland bloß. Die greifen nicht an. Wenn man für die Bundeswehr Panzer in Nordhausen baut, dann hat das also seine Richtigkeit.

Und der Landrat ist Sozialdemokrat. Er darf daher gar nicht auf die Linke Partei hören.
dmfn
21.07.2025, 15:12 Uhr
Man sollte offen sein für Neues, aber
Nicht für sowas was geplant war.
Wieso holt man sich nicht Investoren wie z Karls Erdbeerhof oder ein Qutlett Center oder Investoren für Freizeitaktivitäten. Das gibt Geld durch Steuern und d Umsatz in die Stadtkasse u d Nordhausen hat dann wenigstens was vorzuweisen. Im Moment ist Nordhausen fast Tod was das Kulturelle betrifft. Das Gehege leer, der Petersberg ungenutzt obwohl.man diese Ohjekze für Musik Veranstalltungen nutzen könnt wo auch Geld rein kommt. Aber nein der Stadtrat ist stur und v blockiert alles was Gwld einbringen würde.
Leser X
21.07.2025, 16:33 Uhr
P.Burkhardt und Flitzpiepe
Wieder flotte Sprüche Richtung Putin und vornehmes Schweigen Richtung Netanjahu. Denn der steht ja, egal was er anstellt, unter besonderem deutsch-mainstreamigem Schutz. Auch wenn er wieder so nebenbei dutzende ausgehungerte Palästinenser an einem Tag erschießen lässt, weil sie ein Stück Brot ergattern wollen. Soll er das auch weiterhin tun - auch mit deutschen Waffen? Auch made in Goldene Aue?
G.Auer
21.07.2025, 16:47 Uhr
Nur weil
ein kleiner Provinzfürst ein paar Worte und Ideen über ein bereits Jahrzeht schlafendes Industriegebiet verliert, regt sich schon wieder alles auf. Keine Angst, zu uns in die letzte Ecke Thüringens verläuft sich lange keine Industrie mehr. Die Visionen unseres Landrates werden wohl nur Visionen bleiben. Es gibt selbst in Ostdeutschland weitaus attraktivere Ecken für neue Industriebetriebe, z.B. Magdeburg, Leipzig, Dresden, mit mehr ausgebildeten Arbeitskräften aus der Automobilindustrie. Hier sollte man erstmal über einen kleinen Zulieferer zufrieden sein, damit sich überhaupt mal was tut.
Marino50
21.07.2025, 17:23 Uhr
Waffenproduktion
Wo sind denn die zurückliegenden Jahre Waffen produziert worden? Es gibt doch Werke wo Waffen und Munition sowie entsprechende Fahrzeuge produziert werden.
Es ist doch nicht alles eingeflogen worden aus dem USA. Unsere Bundeswehr muss einen höheren Standard bekommen und nicht auf veralterten Niveau stehen bleiben. In welchem Bundesland die Standorte der Werke sind, ist doch letztendlich egal. Hier kommt es doch nur noch darauf an, wer davon profitiert. So würde der Landkreis Nutznießer sein an Steuergeldern sowie Arbeitsplätzen. Deutschland ansich braucht auch das Geld, um Waffen und Munition zu verkaufen. Das wird doch jetzt auch schon gemacht in die Ukraine und nach Israel. Wo bleibt denn da der Protest?
Ossiflüsterer
21.07.2025, 18:16 Uhr
Das Durchschnittsgehalt
in Nordhausen liegt gemäß ZEIT bei 38.040 Euro brutto pro Jahr. Während das Durchschnittsgehalt in der deutschen Rüstungsindustrie bei etwa 68.000 Euro brutto pro Jahr liegt.

Die Ansiedlung eines solchen Unternehmens würde demnach völlig den Schnitt versauen und den sozialen Frieden durch wachsende Ungleichheit stören.

Dem muss, glücklicherweise ist den Kommentaren nach auf die lokale Bevölkerung Verlass, entschieden entgegengetreten werden!
RWE
21.07.2025, 18:28 Uhr
Flitzpiepe, ein Beitrag den ich wort für Wort unterschreibe!
Kommt nicht so oft vor...aber Danke! Vor allem was die Weißen Fahnen betrifft ;-)
Auch mit den Rändern haben sie Recht. Hier und da stimme ich mit der AfD überein. Aber außenpolitisch sind sie zum Stiefellecker der Russen verkommen. Die AfD von Frauke Petry und dem Gründer Lucke war da noch differenzierter und eine echte Alternative gewesen.
Ich habe nie dunkelrot gewählt, aber ein Ramelow war Realpolitiker. Die jetzige Linke im Stile von Heidi Reichinnek ist das Paradebeispiel von Linkspopulismus. Und bei den extremen Linken hat man auch nicht vergessen wo Moskau liegt...
SPD und CDU sollen sich zusammenreißen und dem Volk aufs Maul schauen... Sonst werden sie zwischen AfD auf der eine und der neuen, radikalen Linken und vielleicht der Grünen Jugend auf der anderen Seite aufgerieben.
Ja, Nordhausen muss jeden Arbeitsplatz annehmen den wir bekommen können. ( Von mir aus auch eine Fahnenfabrik) Wenn wir es nicht machen sagt ein anderer Landkreis sicher gerne "Danke"! Wer arbeiten will findet auch etwas. Aber das ist nicht in Stein gemeißelt...
Thüringen hat stark von der Automobilzuliefererindustrie profitiert. Da kommen harte Zeiten auf uns zu.
Wanderwölfin
21.07.2025, 19:36 Uhr
Ex-post
Was hat ein W50 Motor mit der Waffenproduktion zu tun?Mich würde mal ernsthaft interessieren, als was Sie früher bei der Post gearbeitet haben.Uns wurde in der Schule gelehrt, dass von Deutschen Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf.
mobilitymind
21.07.2025, 20:11 Uhr
Nordhausen kann nicht wählerisch sein
"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" - schrieb schon Bertolt Brecht in seiner berühmten Dreigroschenoper.
Ich kann mit der Akuthysterie hier nichts anfangen, aus zwei Gründen.
Zum einen wüsste ich nicht, dass hinter dem bewussten Satz von Herrn Jendricke eine konkrete Anbahnung stehen würde. Also erstmal viel Lärm um - mutmaßlich - nichts.
Zum anderen - Nordhausen müsste sich um jeden großen Betrieb, der sich hier ansiedelt, mehr als glücklich schätzen. Die Gründe wurden bereits von P. Burkhardt richtig und sachlich genannt. Nordhausen braucht mehr Industrie, die ist der Motor für alles andere drumherum.
Und in der Rüstung liegt heutzutage großes Marktpotential. Ob uns das lieb ist oder nicht.
Wenn z.B. Panzerfahrzeuge oder Drohnen gebaut werden müssen - und das müssen sie - dann doch lieber in Nordhausen als anderswo in Deutschland. Da hätten viele hiesige Bürgerinnen und Bürger, und auch die Stadt sehr viel davon.
P.Burkhardt
21.07.2025, 20:16 Uhr
ich darf nur mal erwähnen...
...an meiner Arbeitsregion gibt es mit Rolls-Royce, MTU, Airbus und Diehl gleich einige namhafte Rüstungsproduzenten (unter Anderem...natürlich gibt es auch noch andere Sachen, wie Automobilzulieferer, Outdoor-Klamotten-Fabrikanten und Fahrradschmieden, Nicht zu vergessen Baumaschinen-Hersteller und Flugzeugsitzproduzenten... drum herum jede Menge Handwerker und Dienstleister) - dafür kaum Arbeitslose und jede Menge glückliche Kleinbetriebe mit genauso glücklichen Angestellten... bei einem Lohn-Niveau und entsprechenden Rentenansprüchen, welche beinahe beim Doppelten von Nord-Thüringen liegen...

Also, was ist näher ? Hose oder Hemd ?

Und: Ich hatte es schon mal geschrieben: Wir ändern die Welt nicht - aber wir können alles daran setzen, so gut wie möglich die paar Jahrzehnte die wir haben, darin zu leben ! Das bedeutet: Freiheit erhalten und schützen, andere respektieren und nicht ausgrenzen und einen Lebensstandard zu halten, der das Leben auch lebenswert macht.
Bodo Bagger
22.07.2025, 08:49 Uhr
ein KKW goldene Aue (KKA)
würde ich sofort unterstützen.

Kühlwasser hat man zur Genüge, Uran könnte man aus dem hier in der Umgebung zur Genüge vorhandenen Kali und Steinsalz gewinnen, da es dort als Beimengung vorhanden ist, die Endlagerung in den Kalistollen wäre dann auch gleich geklärt., zumal die hiesige Altbergbau eh als potentielles HLW Endlager bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH auf der Liste der potentiellen Standorte für ein Endlager steht.

Allerdings dürfte es wohl an entsprechenden Personal fehlen, was in den MINT Fächern nicht nur einen Fensterplatz innehatte um dies zu realisieren.
Kobold2
22.07.2025, 09:36 Uhr
ja wenn man
alles ablehnt und dann noch meint, das alles besser wird...
Aber man hat ja noch "die da oben" für die Schuldfrage des abgehängt Werdens.
Henkel
22.07.2025, 10:28 Uhr
In diesen Zeiten...
...wäre es mir lieber, hier keine Rüstungsindustrie im nahen Umfeld zu haben. Ich muss immer lachen, wenn die Anti-Putin Sprüche kommen und die Ukraine mit Freiheit gleichgesetzt wird. Nach 3 Jahren Konflikt, unglaublich. Wie war es mit der Freiheit der Iraker, Afghanen und Jugoslawen bestellt, als sich die Ukraine an den Angriffskriegen beteiligte? Sozusagen schon wie ein Natomitglied. Wie viel Zivilisten wurden in diesen Kriegen umgebracht? Wie viele noch zusätzlich mit völkerrechtswidrigen Sanktionen des Westens, die kommen obendrauf. Könnt Ihr also stecken lassen. Zumal, wenn man bedenkt, was man den hier Zugereisten alles nicht zumuten kann und dann die ukrainischen Gesetze gegen "Minderheiten" kennt.

Da die Nato gerade dabei ist, den Ukrainekonflikt nochmals auf eine brutalere Stufe zu hieven, möchte ich ein Umfeld, was keine Ziele bietet. Und nein, Putin wird nicht durchdrehen. Aber auf bestimmte Aktionen entsprechend antworten müssen.

Wer immer noch glaubt, die Nato steht für Friedenssicherung, dem ist nicht zu helfen. Der muss es wahrscheinlich mal erleben. Denen kann man es auch nicht erklären, da die Vorstellungen zu sehr von der Realität abweichen. Alles, was wir Deutschen tun, hat für die Russen eine andere Gewichtung als meinetwegen die Franzosen oder Engländer. Wir haben den Russen zwischen 24 - 27 Millionen Toter beschert und es gibt kaum eine Familie, die davon nicht betroffen war. Deshalb werden die Russen genau draufschauen, wie wir uns benehmen. Und sollte es in Europa zu einem Krieg kommen, dann sind wir die Dummen. Wir werden nicht in ein paar Jahren kriegstüchtig sein, völlig unmöglich. Der Zeitfaktor spielt so schon eine Rolle und wenn man bedenkt, wie unsere Politiker alles anpacken, dann verzögert sich alles automatisch.

Der einzige Trost, den man aktuell haben kann, ist der, dass die Russen keine Atomwaffen brauchen, um uns kleinzukriegen. Da wäre es mir lieb, wenn unser Landkreis für sie uninteressant bliebe.
bvbndh
22.07.2025, 12:13 Uhr
Hin und her
Es wäre doch gut für unsere Region wenn so einen Unternehmen kommen würde . Sowas würde viel Jobs schaffen , Einnahmen für die Region und vielleicht kommen dann weiter Firmen um sich hier anzusiedeln . Es muss doch langsam mal voran gehen hier und nicht …“ ach ne das nicht und das nicht“ aber nebenbei immer meckern , das am Industriegebiet nichts passiert .
Wanderwölfin
22.07.2025, 16:06 Uhr
Waffenproduzent
Es ist an der Zeit, dass der Ukrainekrieg ein Ende nimmt. Keine Waffen mehr dort hin schicken.Und dann noch sollte Putin seine hybride Kriegsführung unterlassen, denn man kommt sich im Wartezimmer der Hausarztpraxis wie in der ehemaligen Sowjetunion vor.
P. Kortschagin
22.07.2025, 17:23 Uhr
„Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“
, so weit Carl von Clausewitz, so richtig! Die Ablehnung der „Idee“ dieses SPD(!)- Landrates durch die Linkspartei ist richtig und findet meine volle Zustimmung. Wenn die Linkspartei ihre Ablehnung auch aus einer historischen Verantwortung heraus begründet, so ist das nicht das ganze Bild. Um wessen Politik handelt es sich im Fall des kriegsvorbereitenden Umbaus der Wirtschaft auf Kriegsproduktion? Wessen Krieg wird denn hier eigentlich vorbereitet? Wer hat denn dafür gesorgt, dass die „Haustür“ des EU- Imperialismus, unter Führung des deutschen Kapitals, an der Grenze zu Russland steht? Ja, jetzt stimmt es tatsächlich: „der Russe“ steht vor der Tür – nur ohne dass sich „der Russe“ nach Westen bewegt hat! Soweit zur Provokation und zur Eskalation des imperialistischen Konkurrenzkampfes zwischen den USA, der EU/NATO und dem neuimperialistischen Russland, beide Lager sind am Krieg schuldig. Worum geht es: um Rohstoffquellen, Märkte, Einflusssphären, geostrategische Lage – kurz und bündig: um die potentiellen Möglichkeiten zukünftig wieder Maximalprofite für Monopol und Bank zu erzielen. In dieser Gier sind sich alle Imperialisten gleich. Das ist eine gesetzmäßige Eigenschaft des Kapitalismus, da kommt keiner drum herum! Es ist also eine Systemfrage, es geht um den Krieg der Räuber um die fette Beute.
Der Arbeiterstandpunkt kann nur sein: 1944 und 1933 haben sich die Arbeiter Deutschlands bereits zweimal in Weltkriege mittels Betrug und Gewalt manövrieren lassen. Ein drittes mal werden wir diesen Fehler nicht wieder machen! Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter! Oder wie Brecht schrieb: Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein! Wir drehen die Gewehre um und machen einen anderen Krieg. Das wird der richtige sein. Wer für den Frieden kämpfen will, der muss den Kapitalismus als seine Ursache bekämpfen.

Was tun gegen die Kriegsgefahr? Alle Friedenskämpfer national und international zusammenschließen! Die internationale Automobilarbeiterkonferenz, die im September in Südafrika stattfindet organisiert einen solchen Zusammenschluss genau wie die internationale Bergarbeiterkonferenz, die 2023 in Thüringen stattfand.

In diesem Sinn: Hoch die internationale Solidarität
Bodo Schwarzberg
22.07.2025, 17:30 Uhr
Jendricke versteht nicht, was er da sagt.
Er würde Nordhausen im Kriegsfalle, was wer auch immer verhüten möge, zur Zielscheibe feindlicher Angriffe machen - mit allen Konsequenzen für die Zivilbevölkerung.

Dabei ist der Landrat dem Wohl der Bevölkerung verpflichtet.

Der Vergleich mit der Raketenproduktion in Dora ist da gar nicht so weit hergeholt.

Jendricke sollte sich vielmehr an der Nordhäuser Ehrenbürgerin Erika Schirmer und ihrem "Lied von der kleinen weißen Friedenstaube" sowie an den Fotografen Steinmann erinnern, die ihre Werke, das berühmte Lied bzw. erschütternde Fotos vom zerstörten Nordhausen, beide unter dem Eindruck der Apokalypse vom April 1945, schufen.

Ich habe Erika Schirmer für eines meiner Bücher interviewt und ich würde ihr persönlich und medienwirksam nahelegen, ihre Ehrenbürgerschaft zurückzugeben, wenn Jendricke seine Pläne weiter verfolgt.

Zudem fördert der Landrat so definitiv die Entschlossenheit vieler Wähler, die SPD garantiert nicht zu wählen, eine Partei, die sich einst unter schwierigsten Bedingungen in Europa durch eine "neue Ostpolitik" unter Kanzler Brandt, viel mehr der zähen Diplomatie, als einer gefährlichen europäischen Polarisierung verschrieben hatte, die die SPD heute mit vorantreibt..

Übrigens dürfte der Landrat als Nordhäuser Kind auch noch Erika Schirmers Lied in der Schule gesungen haben.
Lautaro
22.07.2025, 18:15 Uhr
Wanderwölfin.....
Das ist genau das Problem., Die lieben Menschen brachten weder Wohnungen ....noch Ärzte mit..
Aber ich möchte jetzt nicht übergriffig sein..
RWE
23.07.2025, 12:58 Uhr
P. Kortschagin
na dann viel spaß mit der Weltrevolution. vielleicht mobilisiert die MLPD irgendwann mal mhr Leute als die Zeugen Jehovas...
Übrigens, wenn ein AfD-Politker sagen würde " Wir drehen die Gewehre um und machen einen anderen Krieg. Das wird der richtige sein. " wäre der Verfassungsschutz nicht weit (zu recht) und ein Argument für ein Verbot wäre vorhanden. Aber Deutschland ist auf dem linksextremen Auge blind.
MHGAB
23.07.2025, 13:35 Uhr
SCHÖNES ABLENKUNGSMANÖVER VON JENDRICKE - Ja zur Rüstungsindustrie
Ich finde es ja bemerkenswert, dass Herr Jendricke nur wenige Tage nachdem die schlechten Ergebnisse im Zukunftsatlas 2025 öffentlich wurden, einen Vorschlag einfach mal in den Raum wirft und alle Parteien darauf anspringen.

Hat denn einmal jemand bei Rheinmetall & Co. angerufen / Kontakt aufgenommen? Wahrscheinlich nicht. Sonst würden hier jeder Lokalpolitiker schon bemüht sein seine eigene Rolle oder die seiner Partei bei der Ansiedlung hervorzuheben.

Jahrelang steht das Industriegebiet leer und hat bislang leider nur Kosten verursacht. Jetzt, wo das Versagen von den aktuellen und auch vorangegangen Verantwortlichen in Stadt und Landkreis (Rinke, Jendricke, Primas, Zeh, Rieger, Buchmann & Co.) öffentlich werden, schafft es Herr Jendricke eine Phantomdebatte zu entfachen. Ich wette in der Rüstungsindustrie weiß noch keiner von seinem neuen Glück in der Goldenen Aue.

Eine Region, die dermaßen am A.... ist wie Nordthüringen muss sich freuen, wenn sich dort jemand ansiedelt. Die Rüstungsindustrie schafft gute Arbeitsplätze und langfristige Planbarkeit. Daraus würden sicher auch noch weitere Möglichkeiten entstehen. Daher ganz Klares: Ja zur Rüstungsindustrie. Freue mich schon, wenn Herr Jendricke von seinen Gesprächen mit Rheinmetall hier in der NNZ berichtet.
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