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Di, 10:15 Uhr
05.12.2006

Mittelständisches Unternehmen

Nordhausen (nnz). Sie ist eine Apotheke und doch nicht das, was der „Otto-Normal-Bürger“ unter seiner Apotheke vor Ort versteht. Die nnz hat sich in einer Nordhäuser Apotheke umgesehen, die vom Umsatz her einem mittelständischen Unternehmen gleicht.

Dr. Stritzel (Foto: nnz) Dr. Stritzel (Foto: nnz)


Der Ausbau der hausinternen Medikamentenversorgung im Nordhäuser Südharz-Krankenhaus ist auch in diesem Jahr weiter gegangen – weitere Stationen wurden an das Unit-Dose-System angeschlossen. Die Nordhäuser können auf eine sehr lange Erfahrung im Umgang mit dem „Unit-Dose-System“ verweisen. Die Anfänge gehen bis zum Jahr 1996 zurück. Damals war begonnen worden, die Medikamentenversorgung des Krankenhauses mit einer modernen Logistik auszustatten. „Unser System der Versorgung erleichtert nicht nur dem medizinischen Personal auf den Stationen die Arbeit, es erhöht gleichermaßen die Arzneimittelsicherheit der gesamten Einrichtung“, erläutert Chef-Apotheker Dr. Runald Stritzel die Vorzüge.

Und so funktioniert das System: Nach der Visite tragen auf 20 Stationen des Südharz-Krankenhauses die Schwestern die jeweilige Medikation für den einzelnen Patienten in ein Formblatt ein. Das wird dann der Apotheke übermittelt. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (25, davon fünf Apotheker) geben die Daten in das Computer-System ein und der Ablauf startet. Ein Automat sucht die entsprechenden Tabletten oder Kapseln, stellt die verschiedenen Medikamente zusammen – sowohl sortiert nach Patient als auch nach dem Zeitpunkt der Verabreichung (morgens, mittags, abends und nachts). Dann werden die Medikamente eingeschweißt, mit dem Namen der Präparate und des Patienten versehen und gehen zurück auf die Stationen. Dieses moderne System gibt es in Thüringen nur noch an den Krankenhäusern in Weimar und in Sonneberg.

Ein zentrales Lager sowie eine zentrale Versorgung durch die Krankenhaus-Apotheke hat viele Vorteile. So wird unter anderem durch die Fachleute die Medikation noch einmal auf Plausibilität kontrolliert, eventuell wird auf der Station rückgefragt. Durch das zentrale Lager auf fast 2.000 Quadratmeter besteht die Möglichkeit, auch auf nicht übliche Medikamente schnell zurückzugreifen. Das kommt bei der weiteren Behandlung von Patienten in Frage, die zum Beispiel eine Organtransplantation hinter sich haben.

Neben dem Südharz-Krankenhaus mit den mehr als 25 Stationen und 800 Betten versorgt die Apotheke auch das Krankenhaus in Sonderhausen, die KMG-Reha-Einrichtung in Sülzhayn sowie alle Rettungsdienste im Landkreis Nordhausen. Sie ist – vom Umsatz in Höhe von 15 Millionen Euro her gesehen – ein mittelständisches Unternehmen. Neben den Arzneimitteln und sonstigem medizinischen Sachbedarf (vom Pflaster bis zum komplizierten Herzkatheter) gehört auch die gesamte Materialwirtschaft des Südharz-Krankenhauses zum Aufgabenbereich von Dr. Runald Stritzel und seinem Team.

Das Unit-Dose-System soll in Zukunft noch effektiver arbeiten. Die direkte Eingabe der Daten soll auf den Stationen erfolgen, im kommenden Jahr soll das auf einer Station des Südharz-Krankenhauses als Pilotprojekt getestet werden.
Autor: nnz

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