Mo, 13:58 Uhr
04.12.2006
Zeichen setzen
Nordhausen (nnz). Heute saßen die Stadtspitzen der Städte Nordhausen und Sondershausen zur regelmäßig stattfindenden Bürgermeisterrunde zusammen. Ein Thema stand im Mittelpunkt: Die Zukunft des Theaters. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.
Unter anderem berieten die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bürgermeister Matthias Jendricke (beide SPD) mit ihren Sondershäuser Kollegen Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD) zur aktuellen Frage der Finanzierung der gemeinsam mit dem Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis getragenen Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH nach 2008. Beide Stadtspitzen betonten noch einmal die Absicht, trotz angespannter Haushaltslagen den Zuschuss für das Kulturunternehmen aufzustocken, um dessen Erhalt zu sichern. Sie gehen weiterhin davon aus, dass das Land Thüringen den Produktionsstandort Nordhausen/Sondershausen weiterhin in gleicher Größenordnung mit trägt.
Obwohl der zwischen dem Freistaat Thüringen und den vier Trägern geschlossene Finanzierungsvertrag vorsehe, dass alle Seiten bis zum 31.12.2006 verbindlich mitteilen, ob sie die Finanzierung über den 31.12.2008 hinaus fortsetzen werden, konnte nach wie vor keine tragfähige Vereinbarung erzielt werden. Die Bürgermeisterrunde betrachtet es mit Sorge, dass die Landesregierung kurz vor Ablauf der Frist den Trägern noch keine Vertragsangebote vorgelegt hat.
Rinke und Kreyer sagten: Wir wollen nicht die Leidtragenden des ungelösten Problems in der Mitte Thüringens sein. Dennoch hoffen sie, dass die Landesregierung eine Lösung für die Theater in Erfurt und Weimar aktiv herbeiführt. Die Bürgermeister begrüßten die Haltung des Deutschen Bühnenvereins, der notwendige Strukturveränderungen in Thüringen aktiv begleiten und mit vertreten würde. Voraussetzungen hierfür seien allerdings, dass diese Veränderungen in einem angemessenen zeitlichen Rahmen vollzogen werden, die angestrebten Strukturen dann dauerhaft gesichert sind, und die Existenz der kleinen Theater durch strukturelle Veränderungen in der Mitte Thüringens gesichert wird.
Das Thüringer Kultusministerium hatte im Juli angekündigt, die Landeszuschüsse für den größten Nordthüringer Kulturträger ab 2009 um fast 70 Prozent zu reduzieren, was einer Schließung des einzigen Theater- und Orchesterstandorts in dieser Region gleichkäme. Weitere Beschlüsse und eine gemeinsame Stadtratssitzung sind für Ende Februar geplant.
Autor: nnzUnter anderem berieten die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und Bürgermeister Matthias Jendricke (beide SPD) mit ihren Sondershäuser Kollegen Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und die erste Beigeordnete Cornelia Kraffzick (SPD) zur aktuellen Frage der Finanzierung der gemeinsam mit dem Landkreis Nordhausen und dem Kyffhäuserkreis getragenen Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH nach 2008. Beide Stadtspitzen betonten noch einmal die Absicht, trotz angespannter Haushaltslagen den Zuschuss für das Kulturunternehmen aufzustocken, um dessen Erhalt zu sichern. Sie gehen weiterhin davon aus, dass das Land Thüringen den Produktionsstandort Nordhausen/Sondershausen weiterhin in gleicher Größenordnung mit trägt.
Obwohl der zwischen dem Freistaat Thüringen und den vier Trägern geschlossene Finanzierungsvertrag vorsehe, dass alle Seiten bis zum 31.12.2006 verbindlich mitteilen, ob sie die Finanzierung über den 31.12.2008 hinaus fortsetzen werden, konnte nach wie vor keine tragfähige Vereinbarung erzielt werden. Die Bürgermeisterrunde betrachtet es mit Sorge, dass die Landesregierung kurz vor Ablauf der Frist den Trägern noch keine Vertragsangebote vorgelegt hat.
Rinke und Kreyer sagten: Wir wollen nicht die Leidtragenden des ungelösten Problems in der Mitte Thüringens sein. Dennoch hoffen sie, dass die Landesregierung eine Lösung für die Theater in Erfurt und Weimar aktiv herbeiführt. Die Bürgermeister begrüßten die Haltung des Deutschen Bühnenvereins, der notwendige Strukturveränderungen in Thüringen aktiv begleiten und mit vertreten würde. Voraussetzungen hierfür seien allerdings, dass diese Veränderungen in einem angemessenen zeitlichen Rahmen vollzogen werden, die angestrebten Strukturen dann dauerhaft gesichert sind, und die Existenz der kleinen Theater durch strukturelle Veränderungen in der Mitte Thüringens gesichert wird.
Das Thüringer Kultusministerium hatte im Juli angekündigt, die Landeszuschüsse für den größten Nordthüringer Kulturträger ab 2009 um fast 70 Prozent zu reduzieren, was einer Schließung des einzigen Theater- und Orchesterstandorts in dieser Region gleichkäme. Weitere Beschlüsse und eine gemeinsame Stadtratssitzung sind für Ende Februar geplant.



