Di, 07:44 Uhr
19.09.2006
Erfolgreiche Pilzexkursion
Nordhausen (nnz). Mehr als 20 Teilnehmer aus Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen zählte die Exkursion im Rahmen der Themenwanderungen der Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz. Ein Bericht und ein Resümee in Ihrer nnz.
Erfolgreiche Pilzexkursion (Foto: nnz)
Unter der Leitung des Pilzberaters Dr. Heinig begaben sich die Naturfreunde auf die Suche nach den begehrten Waldfrüchten und wurden im Kohnsteinmassiv fündig. Trotz der länger ausbleibenden Niederschläge konnten mehr als 40 Pilzarten gesammelt und bestimmt werden. Dr. Heinig wies auf die Bedeutung von Pilzen im Ökosystem Wald hin, erläuterte Bestimmungsmerkmale und gab wichtige Hinweise, so z.B. dass Täublinge am knackigen, nicht fasernden Stiel und spröden Lamellen erkennbar sind, Reizker mit rotem Milchsaft als genießbar gelten, der bisher als Speisepilz hochgeschätzte Grünling vermutlich als Auslöser von Muskelschwund fungiert und Perlpilze nur von erfahrenen Pilzfreunden gesammelt werden sollten. Deshalb auch sein Appell an alle Speisepilzsammler, sich im Zweifelsfall an eine Pilzberatungsstelle zu wenden.
Insgesamt war die Wanderung für alle Teilnehmer sehr lehrreich und bot einen Einblick in die Vielfalt der im Gipskarst vorkommenden Pilzarten. Abgerundet wurde die Wanderung durch die Erläuterungen zur Südharzer Karstlandschaft am Beispiel der Kohnsteinschwinde. Eine anschließende Begehung durch das Gebiet der Sattelköpfe mit Ausblick auf den Himmelberg bei Woffleben und das derzeitig trockene Flussbett der Wieda verdeutlichte noch einmal die geogen bedingte Vielfalt der Zechsteinlandschaft, aber auch das enorme Forschungspotential, das dieses Gebiet nicht nur aus hydrogeologischer Sicht beinhaltet. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass es sich lohnt, diese Landschaft auch für zukünftige Generationen zu erhalten und nachhaltige Bewirtschaftungsweisen zu fördern. Die Anerkennung als Biosphärenreservat stellt dafür eine wichtige Grundlage dar.
Die nächste Wanderung der GFB wird am kommenden Sonntag, den 27.09.2006 durchgeführt und steht unter dem Motto Forstwirtschaft in Natura 2000 Gebieten. Die Exkursion führt durch die Umgebung von Klettenberg und beginnt an der dortigen Kirche um 14.00 Uhr.
Elke Blanke
Autor: nnz
Erfolgreiche Pilzexkursion (Foto: nnz)
Unter der Leitung des Pilzberaters Dr. Heinig begaben sich die Naturfreunde auf die Suche nach den begehrten Waldfrüchten und wurden im Kohnsteinmassiv fündig. Trotz der länger ausbleibenden Niederschläge konnten mehr als 40 Pilzarten gesammelt und bestimmt werden. Dr. Heinig wies auf die Bedeutung von Pilzen im Ökosystem Wald hin, erläuterte Bestimmungsmerkmale und gab wichtige Hinweise, so z.B. dass Täublinge am knackigen, nicht fasernden Stiel und spröden Lamellen erkennbar sind, Reizker mit rotem Milchsaft als genießbar gelten, der bisher als Speisepilz hochgeschätzte Grünling vermutlich als Auslöser von Muskelschwund fungiert und Perlpilze nur von erfahrenen Pilzfreunden gesammelt werden sollten. Deshalb auch sein Appell an alle Speisepilzsammler, sich im Zweifelsfall an eine Pilzberatungsstelle zu wenden.
Insgesamt war die Wanderung für alle Teilnehmer sehr lehrreich und bot einen Einblick in die Vielfalt der im Gipskarst vorkommenden Pilzarten. Abgerundet wurde die Wanderung durch die Erläuterungen zur Südharzer Karstlandschaft am Beispiel der Kohnsteinschwinde. Eine anschließende Begehung durch das Gebiet der Sattelköpfe mit Ausblick auf den Himmelberg bei Woffleben und das derzeitig trockene Flussbett der Wieda verdeutlichte noch einmal die geogen bedingte Vielfalt der Zechsteinlandschaft, aber auch das enorme Forschungspotential, das dieses Gebiet nicht nur aus hydrogeologischer Sicht beinhaltet. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass es sich lohnt, diese Landschaft auch für zukünftige Generationen zu erhalten und nachhaltige Bewirtschaftungsweisen zu fördern. Die Anerkennung als Biosphärenreservat stellt dafür eine wichtige Grundlage dar.
Die nächste Wanderung der GFB wird am kommenden Sonntag, den 27.09.2006 durchgeführt und steht unter dem Motto Forstwirtschaft in Natura 2000 Gebieten. Die Exkursion führt durch die Umgebung von Klettenberg und beginnt an der dortigen Kirche um 14.00 Uhr.
Elke Blanke

