Mi, 14:02 Uhr
26.04.2006
Optimismus ist Pflicht
Ellrich (nnz). 1991, vier ABM Mitarbeiter, 14 Quadratmeter, drei geliehene Schreibtische und eine unbrauchbare Reiseschreibmaschine, das war der Horizont Verein. Heute wurde er 15 Jahre alt und feierte sich selbst mit vielen Gästen.
Optimismus ist Pflicht (Foto: nnz)
In 15 Jahren Horizont Verein hat sich viel getan, an die bescheidene Anfangszeit erinnert nichts mehr. in zehn Städten und Gemeinden in vier Nordthüringer Landkreisen ist der Verein engagiert. Im ehemaligen Polytechnischen Zentrum in Ellrich wurden heute Rück- und Ausblick gehalten. Das Objekt erhielt der Horizont noch 1991.
Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Schullandheime Harzrigi bei Nordhausen und Schneckenhengst in Bleicherode. 160 Plätze stehen dort Kindern aus dem Landkreis und Gästen von anderswo zur Verfügung, freute sich Geschäftsführer Rene Kübler.
Der Horizont-Verein initiierte verschiedene Projekte, die verhindern sollen, das Jugendliche überhaupt straffällig werden und in den Werkstätten des Vereins ihre Sozialstunden ableisten müssen. Dazu gehört das Haus der Kinder, wo die Schüler sinnvoll ihre Nachmittage verbringen und Hausaufgaben machen können. Andere Projekte wie die Streetworktreffs in den drei größten Städten des Landkreises mußte der Verein aus Geldmangel leider aufgeben, bedauert Kübler.
Jugendliche sind nicht mehr alleiniges Ziel des Vereins. Vor vier Jahren wagte sich der Horizont in ein anderes Betätigungsfeld und gründete eine Freiwilligenagentur. 45 Ehrenamtler beteiligen sich und sichern so kulturelle und soziale Projekte in Nordhausen. Am 01. März wurde zusammen mit der ARGE ein Modellprojekt Soziales Integrationszentrum errichtet. Familien und Einzelpersonen, die komplexere Probleme haben, sollen dort Hilfe bekommen.
An seinen Zukunftsvorstellungen ließ Rene Kübler die zahlreichen Besucher der Festveranstaltung ebenfalls teilhaben. Er rechnet mit einer weiteren Verknappung der finanziellen Mittel bei gleichzeitiger Steigerung der sozialen Probleme. Die Situation stellt für uns alle eine Herausforderung dar sagte er. Hoffnung macht ihm da die junge Generation, die nach einer Studie von Zukunftsforschern wieder mehr Wert auf Verantwortungsbewußtsein, Fleiß und Pflichterfüllunge lege. Hier entwickelt sich eine neue Moral, eine neue Sozialkultur.
Optimismus sei in Gegenwart und Zukunft Pflicht. Gestärkt sehen sich die Vereinsmitglieder auch durch den hohen Zuspruch der Politik. Sogar Angela Merkel schickte ein Grußwort an den Verein, den sie 1992 als Familienministerin besuchte.
Autor: wf
Optimismus ist Pflicht (Foto: nnz)
In 15 Jahren Horizont Verein hat sich viel getan, an die bescheidene Anfangszeit erinnert nichts mehr. in zehn Städten und Gemeinden in vier Nordthüringer Landkreisen ist der Verein engagiert. Im ehemaligen Polytechnischen Zentrum in Ellrich wurden heute Rück- und Ausblick gehalten. Das Objekt erhielt der Horizont noch 1991.
Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Schullandheime Harzrigi bei Nordhausen und Schneckenhengst in Bleicherode. 160 Plätze stehen dort Kindern aus dem Landkreis und Gästen von anderswo zur Verfügung, freute sich Geschäftsführer Rene Kübler.
Der Horizont-Verein initiierte verschiedene Projekte, die verhindern sollen, das Jugendliche überhaupt straffällig werden und in den Werkstätten des Vereins ihre Sozialstunden ableisten müssen. Dazu gehört das Haus der Kinder, wo die Schüler sinnvoll ihre Nachmittage verbringen und Hausaufgaben machen können. Andere Projekte wie die Streetworktreffs in den drei größten Städten des Landkreises mußte der Verein aus Geldmangel leider aufgeben, bedauert Kübler.
Jugendliche sind nicht mehr alleiniges Ziel des Vereins. Vor vier Jahren wagte sich der Horizont in ein anderes Betätigungsfeld und gründete eine Freiwilligenagentur. 45 Ehrenamtler beteiligen sich und sichern so kulturelle und soziale Projekte in Nordhausen. Am 01. März wurde zusammen mit der ARGE ein Modellprojekt Soziales Integrationszentrum errichtet. Familien und Einzelpersonen, die komplexere Probleme haben, sollen dort Hilfe bekommen.
An seinen Zukunftsvorstellungen ließ Rene Kübler die zahlreichen Besucher der Festveranstaltung ebenfalls teilhaben. Er rechnet mit einer weiteren Verknappung der finanziellen Mittel bei gleichzeitiger Steigerung der sozialen Probleme. Die Situation stellt für uns alle eine Herausforderung dar sagte er. Hoffnung macht ihm da die junge Generation, die nach einer Studie von Zukunftsforschern wieder mehr Wert auf Verantwortungsbewußtsein, Fleiß und Pflichterfüllunge lege. Hier entwickelt sich eine neue Moral, eine neue Sozialkultur.
Optimismus sei in Gegenwart und Zukunft Pflicht. Gestärkt sehen sich die Vereinsmitglieder auch durch den hohen Zuspruch der Politik. Sogar Angela Merkel schickte ein Grußwort an den Verein, den sie 1992 als Familienministerin besuchte.

