eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 17:13 Uhr
12.04.2006

Feininger erleben

Nordhausen (nnz). Was verbindet Lyonel Feininger mit Johann Sebastian Bach? Was haben Farben mit Klang zu tun? Welche Rolle spielte die Musik am Bauhaus? Diese und noch mehr Fragen beantwortet die Landesmusikakademie Sondershausen Ende Mai in einer Reihe von Veranstaltungen, die in Nordhausen ihren Abschluss finden.

Erlebnis Feininger – Festival der Künste und Sinne heißt es vom 25. bis 27. Mai 2006 in Sondershausen. Im Thüringer Feininger Jahr widmet sich auch die Landesmusikakademie der einmaligen Komplexität des Schaffens dieses Bauhausmeisters. Ausgangspunkt ist sein bisher eher unbekanntes kompositorisches Schaffen. Grundlage und Vorbild seiner 13 Fugenkompositionen, die er hauptsächlich für Orgel schrieb, war die Kunst Johann Sebastian Bachs. Zu hören sind zwei dieser Fugen im Eröffnungskonzert am 25. Mai um 16 Uhr in der Trinitatiskirche Sondershausen. Irénée Peyrot, Kantor an der Marktkirche Halle, bringt diese neben Werken von J. S. Bach und Maurice Ravel zu Gehör.

Vorträge mit renommierten Spezialisten bilden das Fundament rund um die Themen Feininger, das Bauhaus und die Verbindung zur Musik. Besonders stolz ist die Akademie auf die Zusage des international bedeutenden Bachforschers Prof. Dr. Dr. mult. hc. Christoph Wolff, Professor an der Harvard Universität und Leiter des Bach-Archivs Leipzig. Er referiert über Bach, den Fugenmeister, als Vorbild Feiningers. Weimarer Spezialisten, wie der Leiter des Bauhaus-Museums Michael Siebenbrodt und Architektin Renate Böttcher, runden die Thematik ab.

Die auf der Verbindung von Farbe und Klang basierende Harmonisierungslehre Getrud Grunows, wie sie am Bauhaus Weimar gelehrt wurde, ist Grundlage einer der beiden angebotenen Workshops. Maler arbeiten nach Musik – Musiker improvisieren zu Malerei heißt es im zweiten, experimentell ausgerichteten Workshop. Die Kunsterzieherin und Malerin Gabriele Fecher möchte mit diesen beiden Themen musisch und künstlerisch Interessierte aller Altersgruppen einladen, sich auf ein Experiment mit den Künsten und Sinnen ein zu lassen.

Am Abend des 27. Mai heißt es abschließend, sich auf den Spuren Feiningers in Nordhausen zu bewegen. Bevor die Türme der Blasii-Kirche in farbigem Licht erscheinen, die ja bekanntermaßen ebenso Feininger als Motiv dienten, öffnet das Kunsthaus Meyenburg für die Festival-Teilnehmer seine Türen zur Ausstellung „A. Paul Weber und die politische Kunst aus drei Jahrhunderten“. In der Blasii-Kirche wird das Feininger-Bild zu sehen sein, informiert und unterhalten werden soll sich daneben über das Thema Kunst und Kirche.

Peter Mittmann, Initiator der weltweit bekannten Feininger-Lichtskulptur in Gelmeroda, ist künstlerischer Leiter der Nordhäuser Illumination. Realisierbar wird diese dank der Zusammenarbeit mit dem Theater Nordhausen und der Nordhäuser Sparkasse.

Genaue Informationen zum Inhalt der Vorträge und Workshops sowie genauen Zeiten des Programms erhalten Sie in der Landesmusikakademie Sondershausen (Tel. 03632-666326, Frau Schmidt), sowie im Internet über www.landesmusikakademie-thueringen.de.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)