eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 08:57 Uhr
03.04.2006

nnz-Forum: Kein Schweigen der Lämmer

Bleicherode (nnz). Die „Schulstadt Bleicherode“, ein Wunschtraum oder ein Alptraum? Kann eine Gesamtschule den Schulstandort sichern und welche Folgen hätte die Zusammenlegung möglicherweise für die Jugendlichen? Gedanken dazu hier im Forum der nnz.


Im Artikel vom 15. März 06 „Kaum Chancen für junge Leute,“ hatten wir unsere Sorgen auf den Tisch gelegt. Ergebnis: Bislang noch keine Antwort von Landratskandidaten oder Unternehmerverband- das ist die Bilanz. Abbrenntermine für Baumausschnitt oder allgemeine Tourismusdebatten, all das liegt in der Wichtigkeit weit vor uns! Der Nordhäuser
Unternehmerverband (NUV) arbeitet sicher hektisch an seinem korrigierten Entwurf zu einer neuen regionalen Wirtschaftsstrategie.

Zu viel an der Jugend vorbei- diese Kurzbeschreibung trifft immer häufiger zu. Jetzt fordern wir Antworten, aber mehr noch Begründungen und deren Reichweite.

Bleicherode, im westlichen Landkreis gelegen, macht Schlagzeilen. Aber selbst die Bürgermeister- Wahlen sollten nicht zu einem Wettlauf von Utopisten degradiert werden. Eingerührt von den Wunschträumern einer so genannten Schulstadt entstand ein Puzzle: Regelschule Bleicherode + Regelschüler aus Sollstedt + Gymnasium + Grundschule + Förderschule, multipliziert mit der Spektrum- Nachhilfe = Schulstandort. Schulsummierung als Standortfaktor, das ist Neuland in den Wirtschaftswissenschaften. Wie viel Wirtschaft, wie viel hoch qualifizierte ehemalige Schüler da angelockt werden sollen, wie viel Abwanderung so verhindert wird, bleibt ein Geheimnis. Besonders das Schillergymnasium in Bleicherode scheint sich vorzüglich zum Spielball der Haushaltssanierer zu eignen.

Zusammenlegung von Schiller- Gymnasium und
Regelschule, mit dem Effekt weniger Geld für Lehrkräfte, Verzicht auf eine Schulbausanierung
(Löwentorschule), so entsteht bei der 2. Beigeordneten des Landrates, Frau Grünwald (PDS) das „tolle Modell“ (T. A. 30. 3. 06). Freie Hand für ein „Tollhausmodell“, das käme der Wahrheit sicherlich näher. Wer Regelschule und Gymnasium unter den konkreten Bedingungen von Bleicherode zusammenlegen will, dem sollte man auch die Zusammenlegung von Landratsamt und Arbeitsamt zutrauen. Was uns traurig stimmt, ist die damit verbundene und deutlich gemachte Unkenntnis der Aufgabenstellung von Gymnasien in unserem Schulsystem.

Es geht um die vorrangige Aufgabe, so gut wie möglich auf ein Hochschulstudium vorzubereiten. Dazu sind, gemessen an Beispielen aus anderen Ländern , die besten Bedingungen zu schaffen. Für uns heißt das Verbesserung der Chancen für die Zulassung zum Studium. Aus der Sicht der Schüler sollten sich künftig die Gymnasien weiter fachlich spezialisieren. Dazu gehören neue Varianten von Kabinetten z.B. für Querschnittsdisziplinen und Komplexanalysen. Das ist notwendig, wenn konkrete Beziehungen des Gymnasiums zu Hochschulen entwickelt werden. Das Modell einer Gesamtschule für Bleicherode ist letztlich das Sichern der Ausfüllung von Klassenzimmer mit möglichst vielen Schülern. Bevor über unsere Bildungsstätten Meinungen zu Modellen oder Konzeptionen werden: Verwertbare durchdachte Ideen erfährt man direkt an den Gymnasien bei den Schulleitungen , Lehrern und den ehemaligen- und jetzigen Schülern.


Arbeitsgruppe Gebietsreform
Schiller- Gymnasium Bleicherode
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)