So, 09:17 Uhr
12.03.2006
Hellwache Wölfe
Nordhausen/Braunlage (nnz). Wenn BSC-Coach Jan Furo freudestrahlend die Welle initiiert, Jozef Potac zum dritten Mal von den mitgereisten Fans auf das Eis gerufen wird, und das alles nachts um kurz vor 2 Uhr passiert, dann muss wirklich außergewöhnliches passiert sein. Das Außergewöhnliche hat Robert Koch aufgeschrieben.
Mit 7:4 (4:1, 1:1, 2:2) hatte der Braunlager SC Harz in einer wahren Mitternachtspartie beim EC Timmendorfer Strand gewonnen, neben den drei wichtigen Punkten für die Wölfe sind aber vor allem die Begleitumstände erwähnenswert. Schließlich konnte die Partie in der Eishockey-Meisterrunde erst um 23:30 Uhr angepfiffen werden. Zuvor blieben die Harzer mit ihrem Mannschaftsbus im Schneechaos rund um Hamburg stecken und schafften es erst mit reichlich Verspätung nach Timmendorf.
Trotz der langen, mehr als neunstündigen Busfahrt waren die Wölfe aber von Beginn an hellwach. Der überragende Potac brachte seine Farben bereits in der vierten Minute in Führung und erhöhte mit einem mächtigen Schlagschuss auf 2:0 (9.). Nachdem Jarret Reid für die Timmendorfer verkürzen konnte (12.), folgte eine der entscheidenden Szenen des Spiels. In der 16. Minute verpasste Reid freistehend das 2:2, im direkten Gegenzug war stattdessen Alexander Deibert erfolgreich und erhöhte auf 3:1. Den Schlusspunkt unter ein überlegen geführtes erstes Drittel setzte mit dem vierten Harzer Treffer wiederum Potac.
Zu Beginn des Mittelabschnitts verkürzte Viachteslav Koubenski in Überzahl auf 2:4 (22.), doch postwendend schlugen der BSC zurück. Die Timmendorfer hatten in der Drittelpause den Torwart getauscht, für Ulrik Kuhnekath kam Björn Reinke. Als David Seidl die Kelle in einen Schuss von Potac hielt, war aber auch er machtlos (24.). In der Folge verflachte das Spiel etwas, erst kurz vor der zweiten Pause hatten die Gastgeber durch Reid die nächste große Chance. Der beste Timmendorfer scheiterte mit einem Alleingang jedoch an BSC-Goalie Nicolas Waldner.
Die Entscheidung fiel dann in den ersten Minuten des Schlussdrittels. Potac krönte seine Leistung mit dem 6:2, seinem vierten Treffer des Abends. Zwar verkürzte Bryan Phillips auf 3:6 (43.), doch Roman Vanek vernaschte auf der Gegenseite Torwart Reinke nach allen Regeln der Kunst und markierte das 7:3 (48.). Der vierte ECT-Treffer von Marcus Klupp (50.) hatte nur noch statistischen Wert. Routiniert brachten die Wölfe den Vorsprung in Ziel und ließen sich anschließend von ihren rund 80 mitgereisten Fans ausgiebig feiern.
Mann des Abends war eindeutig Jozef Potac, den die Wölfe-Anhängern fast nicht mehr vom Eis lassen wollten. Doch auch der Rest der Mannschaft zeigte eine starke Vorstellung und hat weitere Big-Points im Kampf um die Play-Offs gemacht.
Tore: 0:1 Potac (Vanek) 3:31, 0:2 Potac (Vanek) 8:39, 1:2 Reid (Witting, Koglin) 11:00, 1:3 Deibert (Halloun) 15:27, 1:4 Potac (Halloun) 17:48, 2:4 Koubenski (Reid, Pepin) 5-4 21:42, 2:5 Seidl (Potac, Stribny) 23:38, 2:6 Potac (Halloun, Deibert) 41:54, 3:6 Phillips (Klupp, Krützfeld) 42:59, 3:7 Vanek (Halloun, Potac) 4-4 47:59, 4:7 Klupp (Reid, Phillips) 5-4 49:45
Strafen: Timmendorfer Strand 16 – Braunlage 14
Zuschauer: 320
Autor: nnzMit 7:4 (4:1, 1:1, 2:2) hatte der Braunlager SC Harz in einer wahren Mitternachtspartie beim EC Timmendorfer Strand gewonnen, neben den drei wichtigen Punkten für die Wölfe sind aber vor allem die Begleitumstände erwähnenswert. Schließlich konnte die Partie in der Eishockey-Meisterrunde erst um 23:30 Uhr angepfiffen werden. Zuvor blieben die Harzer mit ihrem Mannschaftsbus im Schneechaos rund um Hamburg stecken und schafften es erst mit reichlich Verspätung nach Timmendorf.
Trotz der langen, mehr als neunstündigen Busfahrt waren die Wölfe aber von Beginn an hellwach. Der überragende Potac brachte seine Farben bereits in der vierten Minute in Führung und erhöhte mit einem mächtigen Schlagschuss auf 2:0 (9.). Nachdem Jarret Reid für die Timmendorfer verkürzen konnte (12.), folgte eine der entscheidenden Szenen des Spiels. In der 16. Minute verpasste Reid freistehend das 2:2, im direkten Gegenzug war stattdessen Alexander Deibert erfolgreich und erhöhte auf 3:1. Den Schlusspunkt unter ein überlegen geführtes erstes Drittel setzte mit dem vierten Harzer Treffer wiederum Potac.
Zu Beginn des Mittelabschnitts verkürzte Viachteslav Koubenski in Überzahl auf 2:4 (22.), doch postwendend schlugen der BSC zurück. Die Timmendorfer hatten in der Drittelpause den Torwart getauscht, für Ulrik Kuhnekath kam Björn Reinke. Als David Seidl die Kelle in einen Schuss von Potac hielt, war aber auch er machtlos (24.). In der Folge verflachte das Spiel etwas, erst kurz vor der zweiten Pause hatten die Gastgeber durch Reid die nächste große Chance. Der beste Timmendorfer scheiterte mit einem Alleingang jedoch an BSC-Goalie Nicolas Waldner.
Die Entscheidung fiel dann in den ersten Minuten des Schlussdrittels. Potac krönte seine Leistung mit dem 6:2, seinem vierten Treffer des Abends. Zwar verkürzte Bryan Phillips auf 3:6 (43.), doch Roman Vanek vernaschte auf der Gegenseite Torwart Reinke nach allen Regeln der Kunst und markierte das 7:3 (48.). Der vierte ECT-Treffer von Marcus Klupp (50.) hatte nur noch statistischen Wert. Routiniert brachten die Wölfe den Vorsprung in Ziel und ließen sich anschließend von ihren rund 80 mitgereisten Fans ausgiebig feiern.
Mann des Abends war eindeutig Jozef Potac, den die Wölfe-Anhängern fast nicht mehr vom Eis lassen wollten. Doch auch der Rest der Mannschaft zeigte eine starke Vorstellung und hat weitere Big-Points im Kampf um die Play-Offs gemacht.
Tore: 0:1 Potac (Vanek) 3:31, 0:2 Potac (Vanek) 8:39, 1:2 Reid (Witting, Koglin) 11:00, 1:3 Deibert (Halloun) 15:27, 1:4 Potac (Halloun) 17:48, 2:4 Koubenski (Reid, Pepin) 5-4 21:42, 2:5 Seidl (Potac, Stribny) 23:38, 2:6 Potac (Halloun, Deibert) 41:54, 3:6 Phillips (Klupp, Krützfeld) 42:59, 3:7 Vanek (Halloun, Potac) 4-4 47:59, 4:7 Klupp (Reid, Phillips) 5-4 49:45
Strafen: Timmendorfer Strand 16 – Braunlage 14
Zuschauer: 320


