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Di, 07:00 Uhr
08.03.2022
„Junger Mann“ kehrt an die Stelle früheren Wirkens zurück

Da ist er wieder!

Eine kurze Pressemeldung der Polizeiinspektion Nordhausen ließ uns gestern aufhorchen: „Zeugen meldeten am Sonntagnachmittag einen Mann, der in Nordhausen angeblich Steine in der Sangerhäuser Straße auf Autos werfen würde. Die alarmierten Polizisten trafen auf einen 26-jährigen Mann aus Afghanistan“ …

War da nicht irgend etwas in der noch jungen Vergangenheit, das deutschlandweit Schlagzeilen machte? Und ganz in der Nähe des Nordhäuser Petersberges? Und mit einem 26-jährigen Mann aus Afghanistan in der Hauptrolle? Während wir noch darüber nachsinnen, ob es sich um den eilfertigen Dekorateur handeln könnte, der das christliche Gotteshaus am Frauenberg zu entkernen versuchte, kommt schon die erste e-mail einer Leserin, die behauptet: Ja, er ist’s.

Schüler auf dem Petersberg (Foto: C.Schuster) Schüler auf dem Petersberg (Foto: C.Schuster)

Ihrer Meinung nach der gleiche junge Mann, der seit Wochen nahezu täglich auf dem Petersberg die Aussicht genießt und angelegentlich Spaziergänger anspricht. Wobei er meist, so beteuern es mehrere Zeugen, ungefragt seinen Standpunkt sehr deutlich vertritt. Beispielsweise zur - seiner Meinung nach - notwendigen Tötung aller Hunde und Frauen (je nachdem, welcher Spezies er gerade begegnet).

Weil wir das alles gar nicht glauben können, erkundigen wir uns bei der Polizeiinspektion Nordhausen und erfahren, dass es sich beim Steinewerfer tatsächlich um den afghanischen Staatsbürger handelt, der vor gerade einmal vier Monaten den Tempel der Ungläubigen von ihren satanischen Reliquien säubern und zu einer ordentlichen Moschee umwidmen wollte. Wie auch beim Vorfall Ende Oktober hat die Nordhäuser Polizei am Sonntag automatisch Anzeige erstattet, die dann zur Staatsanwaltschaft gelangt, die wiederum entscheidet, ob eine Anklage erhoben wird. Weil unter anderen damals auch die Kirchgemeinde angezeigt hatte und der Fall von der nnz aus durch die gesamte deutsche Presselandschaft ging, landete die Kirchenschändung als Straftat beim Landeskriminalamt, wo er nun weiter bearbeitet wird.

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Die Beamten der Nordhäuser Polizei können im konkreten Fall des täglichen Auftauchens des Mannes und etwaiger Bedrohungen von Passanten nichts zur Sicherheit der Anwohner beitragen, so lange keine konkrete Straftat vorliegt. Dieses Verhalten fußt auf deutschem Recht und bei gründlicher Überlegung ist das sehr gut so, denn andernfalls wären Denunziation und Verleumdung Tür und Tor geöffnet und wir hätten Zustände wie in der Sowjetunion während der „großen Säuberungen“ der Stalinzeit.

Stellt sich trotzdem die Frage, wie ist mit einem offensichtlich verwirrten Menschen umzugehen, der für sich und vor allem für andere zu einer Gefahr wird. Noch dazu in einem Areal, das täglich von Hunderten Kindern benutzt wird, die in der Petersbergschule und in der Grundschule „Bertolt Brecht“ lernen und auf dem Gelände spielen.

Die Grundschule Bertolt Brecht steht auf dem Petersberg (Foto: C.Schuster) Die Grundschule Bertolt Brecht steht auf dem Petersberg (Foto: C.Schuster)

Der problematische junge Mann äußerte in seinen zahlreichen, ungebetenen Wortmeldungen Zeugen gegenüber auch häufig, er wünsche sich sehr, wieder nach Afghanistan zurückkehren zu können. Dieses Ansinnen, was sämtliche Probleme für alle Beteiligten lösen würde, dürfte sich angesichts der chaotischen Zustände unter den Taliban in Kabul, einer nicht funktionsfähigen Botschaft in Berlin und des deutschlandweiten Fehlens von Direktflügen in das Land am Hindukusch allerdings als schwierig in die Tat umzusetzen erweisen.

Und so bewohnt der Mann regulär und alleine eine Wohneinheit in Nordhausen; ist also in keiner Sammelunterkunft oder ähnlichem übergangsweise beheimatet und untersteht auch keinerlei Kontrolle oder Betreuung einer Behörde, eines Vereins oder einer Hilfsorganisation. Und selbst wenn er sozial betreut würde, könnte niemand den ganzen Tag mit ihm verbringen, nur um ihn von eventuellen Straftaten abzuhalten.
Olaf Schulze

update:
Hier steht der Mann fast jeden Morgen und gestikuliert in Richtung Frauenbergkirche  (Foto: privat) Hier steht der Mann fast jeden Morgen und gestikuliert in Richtung Frauenbergkirche (Foto: privat)
Autor: osch

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Kommentare
sima
08.03.2022, 07:29 Uhr
...dann liefert den Spinner in die "Klappern ein,
bevor der irgendwann völlig durchdrehen.
free Gigi
08.03.2022, 07:41 Uhr
Verkehrte Welt
Frauen und Kinder fliehen aus der Ukraine, müssen aber bspw. am Bahnhof übernachten. (Stuttgart).

Vornehmlich junge männlich gut gestylte Männer ziehen durch die stadt und verhalten sich wie die Axt im Walde...
alf-gordon
08.03.2022, 07:59 Uhr
Satire ist das nicht..
Ein neues Beispiel , daß zeigt das Pegida Recht hat . Täter werden mit Samthandschuhen angefasst und die Opfer sind selbst schuld.
Was ist nur aus diesem Land geworden?
manituxl
08.03.2022, 08:03 Uhr
wenn
er denn "nach Hause" möchte, dann schmeißt ihn doch einfach raus!
Muss erst wirklich was passieren?
roni
08.03.2022, 08:04 Uhr
Verantwortungslos
Wer übernimmt eigentlich die Haftung für die verursachten Sachschäden oder die hoffentlich nicht verursachten Schäden an Leib und Leben der Menschen????
Opa Hardrock
08.03.2022, 09:34 Uhr
Die Polizei kann nichts machen?
Das ist doch eine Sachbeschädigung. Sicher gibt's da auch Videos von Beobachtern.
Er will zurück und er kann wegen logistischer Probleme nicht?
Hierher gings doch auch, zu Tausenden wurden sie eingeflogen.
Deutschland hat doch den Taliban 600 Millionen Euro bezahlt.
Wofür?
DAMIT DAS NICHT GEHT?
Alex Gösel
08.03.2022, 10:23 Uhr
Approbates Mittel
Da gabs doch früher ein recht approbates Mittel mit der Flucht...
______________________________________________________________________
Anm. d. Red.: Meinen Sie evtl. ein probates (bewährtes) Mittel ? Eine Approbation erhalten nur Ärzte.
geloescht.20250302
08.03.2022, 10:25 Uhr
Ich stelle mir gerade vor...
So einer hält sich im Görlitzer Park auf und brüllt: "Tod den afrikanischen Dealern!"

Dann würden sowohl er und die "Betäubungsmittelhändler" rund um die Uhr Polizeischutz bekommen, weil man ja beide Seiten nicht hinter Schloss und Riegel bringen darf/will, weil sie zum Stadtbild der Bunten Hauptstadt gehören?
ottilie
08.03.2022, 11:42 Uhr
Da ist er wieder
Den Kommentaren von manituxl und roni kann ich nur zustimmen. Würde man mit uns Deutschen auch so eine Großzügigkeit zeigen. Ein "NEIN" käme da wohl von allen Behörden in Betracht.
Leider kann die Polizei da nicht handeln, sie müssen immer auf die Befehle der höheren Instanz warten.
Wo bleiben hier die Verantwortlichen? Wollen wir hoffen, dass durch so einen Vollidioten nicht ein Mensch noch umkommt. Und wenn ja, dann wünsche ich, dass es jemand ist, der jetzt keine Verantwortung tragen will. Aber danach würde ganz bestimmt die Gesetzlichkeit geändert werden, nämlich Rausschmiss.
Checker
08.03.2022, 12:35 Uhr
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roni
08.03.2022, 12:43 Uhr
@ottilie
Lieder trifft es immer die Unschuldigen.... würde mir auch wünschen, dass es mal den "Richtigen" trifft....

Fazit in diesem wie auch in allen anderen, von der Politk verzapften Mist .... wir lassen es uns gefallen , mit uns kann man es ja machen....
normal denker
08.03.2022, 12:47 Uhr
Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?
Warum kann man nichts unternehmen wen diese verwirrte Person den tot aller Hunde und oder Frauen fordert?
Nehmen wir mal an ich würde mich als deutscher Staatsbürger so über Menschen mit fehlendem deutschen Pass , schwule oder Menschen mit anderem Glauben äußern (was ich nicht mache) begänge ich damit eine Straftat.
Paulinchen
08.03.2022, 13:16 Uhr
Es sollte doch...
... wohl möglich sein, den bedauernswerten, traumatisierten Neuankömmling mit einem Flugzeug bis in ein Land seiner Wahl, aber unbedingt ein Nachbarland von Afghanistan bringen zu können. Von dort aus geht er zu Fuß weiter, in sein gelobtes Land. Den Fußmarsch sollte er ja noch kennen. Muss man tatsächlich so lange warten, bis er eine seiner Wahnvorstellungen verwirklicht hat? Täglich starten von Leipzig aus Frachtflugzeuge in alle Richtungen (außer RUS), da muß doch irgendwie was gehen,damit er nicht länger vom Heimweh geplagt wird.
Kama99
08.03.2022, 13:16 Uhr
Warum ....
ist er und mind. weitere 30 Tsd ausreisepflichtige Afghanen noch hier? Wir brauchen jetzt Platz für wirklich hilfebedürftige aus der Ukraine. Langsam wird es eng in diesem Land und die Regierung sollte langsam mal Handeln und aussortieren. Aber ich glaube, das bleibt ein Wunschdenken.
emmerssen
08.03.2022, 13:22 Uhr
Deutsches Recht ?
Wenn das also deutsches Recht ist, dann wird es Zeit daran etwas zu ändern.
Leider stopfen sich unsere amtierenden Politiker lieber selbst die Taschen voll.
Da ist total egal wer gerade mal regieren darf. Da sind alle gleich.
Die Probleme der Bürger werden doch immer erst kurz vor irgendwelchen Wahlen mal scheinheilig angesprochen. Verändert wird sowieso nichts.
Rob2000
08.03.2022, 13:38 Uhr
Vielleicht
Bedroht er ja mal irgendwann den falschen und bekommt ne richtige Reise.
Ich weiß man nicht was hier nur los ist.
Hier läuft so einiges schief aber gewaltig.
Oder sind alle normal und ich bin bekloppt?!
Undine
08.03.2022, 13:57 Uhr
Es ist ungeheuerlich,
was der Bevölkerung zugemutet wird. Ich frage mich jeden Tag, wann der Zeitpunkt kommt, dass auch dem gutmütigsten deutschen Zeitgenossen das Fass überläuft.
nur_mal_so
08.03.2022, 14:17 Uhr
Möchte ich mich den wütenden Kommentaren
nicht in den Weg stellen, aber "mit zweierlei Maß" wird hier nicht gemessen. "Was die Behörden mit einem Deutschen schon längst gemacht hätten" ist einfach nicht richtig, denn richtig ist leider "solange keine Straftat vorliegt können wir nichts machen".

Ich habe das mit einem deutschen Straftäter/Unzurechnungsfähigen erlebt, der als "geheilt" entlassen wurde und blöderweise in mein Mietshaus einzog. Auch er verwüstete eine Kirche, auch er bedrohte mich und die Hausbewohner, randalierte, wütete, demolierte.
Irgendwann - die erste Mietpartei war aus Angst bereits ausgezogen - bekam er dann doch eine Betreuerin wieder zugeteilt, die sich im Laden im Erdgeschoss bei jedem Besuch anmeldete, "sollte ich in 30 Minuten nicht wieder hier sein, rufen Sie bitte die Polizei".
Ich habe die Ohnmacht selbst gefühlt, am Notruftelefon der Polizei gesagt zu bekommen, "solange er Sie nur bedroht, aber nicht wirklich straffällig wird, können wir nichts tun".

Ich möchte daher alle Kommentatoren versichern, dass bei deutschen "Verrückten" genauso verfahren wird wie jetzt bei dem Afghanen.
Ihr könntet das "die Ausländer, die Ausländer!" also etwas zurückfahren - was ihr aber nicht machen werdet, ich weiß.
Kritiker2010
08.03.2022, 14:22 Uhr
Was machen eigentlich die Bahnhofswinker?
Skizzieren wir mal die Verhältnisse:

Die Montagsspaziergänger zum Beispiel mahnen nur ihre verbrieften Rechte an und wollen, dass die anlass- und wirkungslosen Einschränkungen ein Ende haben oder lehnen eine Impfpflicht ab, die offensichtlich sinnlos ist ... wollen die Demokratie schützen, die Spaltung beenden. Sie tun das friedlich und sollen doch unter fadenscheinigen Vorwänden von den Ordnungsbehörden drangsaliert und bestraft werden. Einige wohl komplett geistig verwirrte Politiker forderten zwischenzeitlich den Einsatz von Gewalt und Waffen gegen friedliche demonstrierende Bürger und natürlich Verordnungen, um so etwas zukünftig ganz zu verbieten - klingt nach Putin.

Auf der anderen Seite sehen wir jemanden der großzügig aufgenommen und jahrelang versorgt wird und dann fortwährend versucht, seinen Gastgebern zu schaden. Trotz permanenter Belästigung und Widerholungsgefahr gibt es also kein Mittel, um den Menschen zu maßregeln, keine Maßnahmen zum Schutz der Anderen, die auch noch für seine Eskapaden aufkommen.

Wo sind eigentlich die Bahnhofswinker? Es gibt viel für Sie zu tun. Bitte kümmern Sie sich um Ihren Gast oder besorgen ihm das gewünschte Ticket nach Hause.
diskobolos
08.03.2022, 17:03 Uhr
Nicht so einfach
" . . . lehnen eine Impfpflicht ab, die offensichtlich sinnlos ist ... wollen die Demokratie schützen, die Spaltung beenden."

So "offensichtlich sinnlos" scheint die Sache doch nicht zu sein. Über die Hälfte der Deutschen würde sie begrüßen, darunter viele Mediziner.

Demokratie entscheidet sich in unserem System vor allem bei Wahlen, nicht auf der Straße. Wo letzteres hinführen kann, haben wir im Januar 21 in den USA gesehen.

Mit "Spaltung beenden" meinen Sie aber jetzt nicht, dass diejenigen, die Ihre Demos nicht unterstützen, auf Ihre Seite wechseln sollen, oder doch?
daniel-san
08.03.2022, 17:17 Uhr
Das kann aber nicht sein
Wenn das stimmt, was im Artikel steht und was Einige hier schreiben, kann dem Kollegen schon geholfen werden. Das die Gesellschaft dem schutzlos gegenüber steht stimmt so nicht! Da sollte man nicht einfach wegschauen!
Die Ausrede, dass die Polizei da nichts machen kann, solang noch nichts strafrechtlich Relevantes passiert ist, stimmt so nicht in jedem Falle.
Wenn eine verwirrte Person (vollkommen egal welche Hautfarbe/Herkunft, welches Geschlecht, etc.) Äußerungen bezüglich dem Töten von anderen Personen oder seiner selbst äußert, kann der Notdienst schon betreffende Person gegen ihren Willen - temporär - in eine Anstalt einweisen. Den weiteren Verlauf bestimmen dann Experten und amtliche Gutachter. Das sollte in diesem Falle ja wohl zutreffen.
Sicher, die Chance, dass er sich bald wieder in der gleichen Situation befindet mag weiterhin bestehen, aber trotzdem sollte der Versuch unbedingt unternommen werden, bevor eines Tages Schlimmeres passiert!
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