Sa, 12:43 Uhr
05.03.2022
Goldener Kolben überreicht
Auszeichnung und Ehrung für unermüdliche IFA-Raner
Viel wurde an dieser Stelle bereits über die Geburt sowie das Wachsen und Werden des Nordhäuser IFA-Museums berichtet. Unser Archiv ist da eine reichhaltige Quelle. Heute wurde der Arbeit der Gründer und Betreiber des Museum auf eine ganz besondere Weise gedankt…
Gruppenbild der Vereinsmitglieder mit einigen Gästen (Foto: nnz)
Er war ein wenig aufgeregt, der Vereinsvorsitzende Hans-Georg Franke, als er die Gäste der heutigen Veranstaltung begrüßte. Unter ihnen auch Landtagspräsidentin Birgit Keller, Bürgermeisterin Alexandra Rieger und Vizelandrat Stefan Nüßle.
Nicht vergessen die zahlreichen Unterstützer und Förderer des Trägervereins, allen voran der Mensch, der die Idee zur Etablierung und Rückbesinnung auf die Nordhäuser PS-Geschichte dieser Stadt hatte und heute noch der Mäzen des Unterfangen ist – Helmut Peter.
Nach dem einführenden musikalischen Part von Daniela Heise mit ihrer Gitarre und einer Schweigeminute für die Opfer des Ukraninekrieges stellte Eckart Bartels vom Forum für Fahrzeuggeschichte, das seinen Ursprung in Norddeutschland hat, eingangs seiner Rede das Forum selbst vor, um dann den Goldenen Kolben an Vereinsvorsitzenden Franke zu überreichen.
Der "Goldene Kolben" wurde von Horst Dieter Görg (rechts) und Eckhart Bartels (links) an Vereinschef Hans-Georg Franke übergeben (Foto: nnz)
Zum ersten Mal wird der Kolben nicht in Bremen, sondern am Ort des Wirkens der Auszuzeichnenden verliehen. Beispielhaft stehen dieses Museum und dieser Verein für den Erhalt ehemaliger Standorte der Technikproduktion und für die Tatsache, sich nicht nur der Nordhäuser Wirtschaftsentwicklung, sondern der Technikgeschichte der gesamten Region und darüber hinaus gewidmet zu haben und weiter zu widmen.
Die Laudatio übernahm der Geschäftsführer des Bundesverbandes Historische Landtechnik Deutschland, Hubert Flaig. Er würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Nordhäuser Vereins, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass der Goldene Kolben zum ersten Mal seit 2006 nicht an eine Person, sondern an eine Gemeinschaft verliehen wurde.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Landtagspräsidentin Birgit Keller. Sie erinnerte sich nicht nur, dass sie an der Motorenstraße zur Berufsschule gegangen war, sondern an den schmerzlichen Transformationsprozess im Rahmen der politischen Wende, die auch für die Motorenproduktion das Ende bedeutete. Sie dankte schließlich auch den ehrenamtlich Tätigen, die pro Jahr bis zu 2.000 Stunden leisten, um das Museum lebensfähig zu erhalten. Birgit Keller plädierte eindrücklich an die politisch Verantwortlichen, das Museum weiter zu unterstützen. Für den Landkreis gratulierte Vizelandrat Stefan Nüßle zur Auszeichnung und hofft, dass der Landkreis seine finanzielle Unterstützung in diesem Jahr wieder aufnehmen kann.
Blick in das ehemalige Kulturhaus der IFAm heute Ausstellungshalle (Foto: nnz)
Hans-Georg Franke dankte der Überbringern der Grußworte und repetierte kurz die Historie des Vereins, dankte den Förderern, denen vielleicht auch die Kommune und der Landkreis wieder gehören. Der Kreistag hatte dem Verein seine bisherige Unterstützung bislang versagt. Vielleicht sollten sich die Mitglieder des verantwortlichen Ausschusses mal vor Ort informieren. Die Stadtverwaltung kann über einen Topf von 100.000 Euro verfügen, der allerdings nicht nur für den IFA-Verein reichen muss.
Im Gegensatz dazu eine Episode, die Hans-Georg Franke erzählte: "Verrückte Lkw-Fahrer kommen hierher und sammeln anschließend in ihren Fankreisen mal 1.000 Euro für die Finanzierung des Museums, dass letztlich nicht nur der Bewahrung der technischen Geschichte, sondern der Weitergabe der Erfahrungen an die nächsten Generationen verschreiben soll." Für Hans-Georg Franke waren das heute Vormittag sehr emotionale Momente, die dem Mann auch die eine oder andere Träne abrang. Mehr Verbundenheit und Hingabe zum Museum konnte heute nicht dokumentiert werden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg
Gruppenbild der Vereinsmitglieder mit einigen Gästen (Foto: nnz)
Er war ein wenig aufgeregt, der Vereinsvorsitzende Hans-Georg Franke, als er die Gäste der heutigen Veranstaltung begrüßte. Unter ihnen auch Landtagspräsidentin Birgit Keller, Bürgermeisterin Alexandra Rieger und Vizelandrat Stefan Nüßle.
Nicht vergessen die zahlreichen Unterstützer und Förderer des Trägervereins, allen voran der Mensch, der die Idee zur Etablierung und Rückbesinnung auf die Nordhäuser PS-Geschichte dieser Stadt hatte und heute noch der Mäzen des Unterfangen ist – Helmut Peter.
Nach dem einführenden musikalischen Part von Daniela Heise mit ihrer Gitarre und einer Schweigeminute für die Opfer des Ukraninekrieges stellte Eckart Bartels vom Forum für Fahrzeuggeschichte, das seinen Ursprung in Norddeutschland hat, eingangs seiner Rede das Forum selbst vor, um dann den Goldenen Kolben an Vereinsvorsitzenden Franke zu überreichen.
Der "Goldene Kolben" wurde von Horst Dieter Görg (rechts) und Eckhart Bartels (links) an Vereinschef Hans-Georg Franke übergeben (Foto: nnz)
Zum ersten Mal wird der Kolben nicht in Bremen, sondern am Ort des Wirkens der Auszuzeichnenden verliehen. Beispielhaft stehen dieses Museum und dieser Verein für den Erhalt ehemaliger Standorte der Technikproduktion und für die Tatsache, sich nicht nur der Nordhäuser Wirtschaftsentwicklung, sondern der Technikgeschichte der gesamten Region und darüber hinaus gewidmet zu haben und weiter zu widmen.
Die Laudatio übernahm der Geschäftsführer des Bundesverbandes Historische Landtechnik Deutschland, Hubert Flaig. Er würdigte die ehrenamtliche Arbeit des Nordhäuser Vereins, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass der Goldene Kolben zum ersten Mal seit 2006 nicht an eine Person, sondern an eine Gemeinschaft verliehen wurde.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Landtagspräsidentin Birgit Keller. Sie erinnerte sich nicht nur, dass sie an der Motorenstraße zur Berufsschule gegangen war, sondern an den schmerzlichen Transformationsprozess im Rahmen der politischen Wende, die auch für die Motorenproduktion das Ende bedeutete. Sie dankte schließlich auch den ehrenamtlich Tätigen, die pro Jahr bis zu 2.000 Stunden leisten, um das Museum lebensfähig zu erhalten. Birgit Keller plädierte eindrücklich an die politisch Verantwortlichen, das Museum weiter zu unterstützen. Für den Landkreis gratulierte Vizelandrat Stefan Nüßle zur Auszeichnung und hofft, dass der Landkreis seine finanzielle Unterstützung in diesem Jahr wieder aufnehmen kann.
Blick in das ehemalige Kulturhaus der IFAm heute Ausstellungshalle (Foto: nnz)
Hans-Georg Franke dankte der Überbringern der Grußworte und repetierte kurz die Historie des Vereins, dankte den Förderern, denen vielleicht auch die Kommune und der Landkreis wieder gehören. Der Kreistag hatte dem Verein seine bisherige Unterstützung bislang versagt. Vielleicht sollten sich die Mitglieder des verantwortlichen Ausschusses mal vor Ort informieren. Die Stadtverwaltung kann über einen Topf von 100.000 Euro verfügen, der allerdings nicht nur für den IFA-Verein reichen muss.
Im Gegensatz dazu eine Episode, die Hans-Georg Franke erzählte: "Verrückte Lkw-Fahrer kommen hierher und sammeln anschließend in ihren Fankreisen mal 1.000 Euro für die Finanzierung des Museums, dass letztlich nicht nur der Bewahrung der technischen Geschichte, sondern der Weitergabe der Erfahrungen an die nächsten Generationen verschreiben soll." Für Hans-Georg Franke waren das heute Vormittag sehr emotionale Momente, die dem Mann auch die eine oder andere Träne abrang. Mehr Verbundenheit und Hingabe zum Museum konnte heute nicht dokumentiert werden.
Peter-Stefan Greiner


