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Mo, 11:19 Uhr
09.05.2005

Denkmal rockt am Denkmal

Nordhausen/Bad Frankenhausen (nnz). Das Kyffhäuserdenkmal hat in seiner Geschichte schon relativ viel erlebt. Jetzt kommt ein musikalisches Ereignis hinzu. Ein „Rock-Denkmal“ tourt in diesem Jahr um den Globus und macht Station auf dem Kyfhäuser...


Denkmal rockt am Denkmal (Foto: nnz) Denkmal rockt am Denkmal (Foto: nnz) Am 4. Juni 2005 ab 20 Uhr rockt das Kyffhäuser Denkmal Open Air in Bad Frankenhausen, denn Jethro Tull kommen mit ihrer "Best of Jethro Tull Tour 2005" nach Thüringen. Die Altrocklegenden werden sechs Konzerte im Osten Deutschlands geben. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter der Ticket-Hotline 0341-98 000 98 oder im Internet.


Was Sie schon immer über Jethro Tull wissen sollten:

"Too Old To Rock'n Roll: Too Young To Die", nannte Jethro Tull-Bandleader Ian Anderson eine seiner besseren Platten. Nicht mehr lange, möchte man hinzufügen, denn mittlerweile ist der Mann mit der Flöte deutlich über fünfzig Jahre, was für einen Rockstar ja ein ganz respektables Alter ist. Unverwüstlich scheint indessen seine Musik: Die Mischung aus britischer Folklore, Klassik- und Rock'n'Roll kommt auch gut dreißig Jahre nach der Gründung von Jethro Tull beim Publikum an.

Der erste (bekannte) Träger des seltsamen Namens war ein englischer Landwirt und Schriftsteller. 1731 erschien Tulls Buch "Wie man Pferde richtig beschlägt und anderes Wissenswertes aus der Landwirtschaft". Skurriler Eigensinn prägt auch die Musik des Briten, der 1968 seine erste Single "Sunshine Day" unter dem Namen "Jethro Toe" veröffentlicht, weil er fürchtet, dass man Jethro Tull für eine Einzelperson halten könnte. Andersons markante Stimme und die unvermeidliche Flöte finden bald eine feste Fangemeinde. Bereits 1976 kann Jethro Tull 25 Millionen verkaufte Platten vorweisen.

Der Durchbruch gelingt Jethro Tull Anfang der 70er mit "Aqualung", vor allem der stürmische "Locomotive Breath" überzeugt sogar die Hardrockfraktion, die sonst eher auf Flöten pfeift. Als späte Anerkennung erhalten Jethro Tull 1988 den Grammy in der Kategorie "Best Heavy Metal Band". Da ist sogar Ian Anderson überrascht und erst recht die ebenfalls nominierten (und eigentlich favorisierten) Metallica. Kritiker mäkeln, dass die Musik von Jethro Tull sich seit "Aqualung" nicht mehr entwickelt habe, die Fans finden wahrscheinlich genau das ganz toll. Aber Totgesagte leben länger, und 1999 veröffentlichen Jethro Tull nach langer Pause wieder ein Studioalbum. Mit "J-Tull Dot Com" beweist Anderson erneut seinen melodischen Einfallsreichtum und lässt sogar behutsam modernisierte Arrangements zu. Weitere Alben folgen, im Jahr 2003 darf es sogar ein Weihnachts-Album sein.
Autor: nnz

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