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Di, 09:42 Uhr
29.01.2019
Deutsche Bahn und Arbeitsagentur besetzen Stellen

„Das war das Beste, was mir passieren konnte…“

Stahlhebel und Anzeigetafeln bestimmen das Bild im langgestreckten Raum des Stellwerkes in Heringen. Signale ertönen und kündigen den heranfahrenden Zug an. Das sind Momente, in denen sich Heide Stolze voll konzentriert und ihren Blick auf die vor ihr liegenden Gleise lenkt...

von links: Katrin Ruth und Heide Stolze (Foto: Arbeitsagentur) von links: Katrin Ruth und Heide Stolze (Foto: Arbeitsagentur)
Sie arbeitet seit Juli 2018 als Weichenwärterin bei der Deutschen Bahn und hat gemeinsam mit ihren Kollegen Verantwortung für einen festgelegten Streckenabschnitt. Vier Monate dauerte die Weiterbildung dafür, organisiert und durchgeführt durch den Arbeitgeber.

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„Als Quereinsteiger zum neuen Beruf, das war das Beste, was mir noch einmal passieren konnte“, schwärmt die 54-Jährige. Man bekomme gutes Geld, vor allem pünktlich, hat viele Vergünstigungen und es sei eine körperlich leichte Arbeit, meint Heide Stolze. Konzentration und Aufmerksamkeit seien wichtige Voraussetzungen. „Schließlich hat man eine große Verantwortung.“

Die Bahn als Chancengeber? Ja, das könne sie auf jeden Fall unterschreiben. Dass sie sich überhaupt mit den beruflichen Möglichkeiten bei der Bahn beschäftigt habe, sei ihrer Arbeitsvermittlerin Frau Ruth zu verdanken. „Sie hat mich motiviert, in die richtige Richtung gelenkt und gut beraten.“ Es sei nicht selbstverständlich noch einmal die Schulbank zu drücken. „Aber es hat sich für mich gelohnt. Ich habe nichts bereut“

Katrin Ruth, Arbeitsvermittlerin bei der Nordhäuser Arbeitsagentur sichtet die Stellenangebote für ihre Kundinnen und Kunden. „Die Bahn bietet gute Beschäftigungsmöglichkeiten auf Jahre und steht für Qualifizierung im Unternehmen.“ Für Arbeitnehmer bedeute das: Weiterbildung bei voller Bezahlung. Die Stellenangebote mit geeigneten Mitarbeitern zu besetzen, sei tagtäglich ihr Ziel. Deshalb müsse man nicht nur die richtigen Bewerber auswählen, sondern im Vorfeld so viel Informationen wie möglich geben. „Das ist auch der Grund, warum ich heute hier bin.“ Der Blick in die Praxis lohnt sich immer und ist wertvoller als jede Theorie.“

Schließlich ginge es bei den Gesprächen mit den Menschen um weitreichende Entscheidungen. Da sollte man wissen, wovon man spricht. Qualifizierung sei heute häufig ein Muss, wenn man beruflich Fuß fassen will. Der technische Fortschritt und die Anforderungen würden sich ständig verändern. Doch dabei unterstütze die Arbeitsagentur. „Wir fördern Weiterbildung nicht nur bei Arbeitslosen. Mit dem Programm WeGebAU (Weiterbildung geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) können wir auch Beschäftigte in den Betrieben unterstützen.“ Seit Jahresbeginn können durch das Qualifizierungschancengesetz auch große Unternehmen gefördert werden. Der Arbeitgeber-Service berät gern dazu.

Mit zwölf weiteren Kollegen betrat Heide Stolze 2018 berufliches Neuland, erfolgreich und selbst fest überzeugt den richtigen Schritt gegangen zu sein. Eine Karriere zum Fahrdienstleiter könne sie sich momentan noch nicht vorstellen, das sei verfrüht. Aber man könne ja nie wissen…
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
29.01.2019, 13:10 Uhr
Nur Mut zum Fahrdienstleiter
Der Beruf Weichenwärter stirbt sowieso aus!
Die Technik der Elektromechanischen Stellwerke (Siemens & Halske z.B.) ist an die Hundert Jahre alt.
Es ist nur eine Frage der Zeit, dass die Weichen- und Signalhebel, welche immer blank geputzt wurden, achtlos auf dem Schrott landen.
Und dann droht wieder Arbeitslosigkeit.
Wollen wir mal hoffen, dass das Elektronische Stellwerk in Leipzig so schnell nicht für den Raum Nordthüringen in Betrieb geht, denn dann fallen wieder etliche Jobs beim Unternehmen Zukunft weg.
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